Ironman legt wichtige Verkehrsachsen in Duisburg stundenlang lahm

Münster sperrt Kanalpromenade an der Warendorfer Straße
Symbolfoto

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Der Ironman 70.3 Duisburg sorgt am Sonntag, 16. August 2026, in weiten Teilen des Stadtgebiets für erhebliche Einschränkungen im Verkehr. Mehr als 2.000 Triathletinnen und Triathleten absolvieren nach dem Schwimmen im Sportpark eine zweimal zu fahrende Radstrecke über insgesamt rund 90 Kilometer. Gerade diese Disziplin hat Folgen für Autofahrer, Anwohner und den Busverkehr. Straßen entlang des Radkurses werden vollständig gesperrt, ausdrücklich auch für Radfahrer. Die ersten Sperrungen beginnen gegen 6.30 Uhr, die meisten sollen bis zum Nachmittag aufgehoben werden. Rund um den Sportpark bleibt die Kruppstraße jedoch bis 18 Uhr gesperrt. Die angegebenen Zeiten sind Richtwerte und können sich abhängig vom Rennverlauf verändern.

Radstrecke führt vom Sportpark bis in den Duisburger Westen

Ausgangspunkt der Radstrecke ist der Sportpark Duisburg. Von dort führt der Kurs in Richtung Innenstadt und über die Brücke der Solidarität auf die linke Rheinseite. Anschließend verläuft die Strecke unter anderem über die Moerser Straße durch Hochemmerich und weiter über Homberg in Richtung Rhein. Zum Streckenbereich gehören unter anderem Abschnitte an Rheinpreußenstraße, Lauerstraße und Rheindeichstraße. Die Athleten fahren den etwa 45 Kilometer langen Rundkurs zweimal, bevor es zurück in den Sportpark geht.

Entlang der kompletten Radstrecke gilt während der jeweiligen Sperrzeit grundsätzlich eine Vollsperrung. Das bedeutet für Anwohner: Liegt die einzige Zufahrt zu einem Grundstück unmittelbar auf dem gesperrten Kurs, kann das Grundstück während dieses Zeitfensters in der Regel nicht mit dem Auto erreicht oder verlassen werden. Polizei und Veranstaltungspersonal stehen an den Sperrpunkten und sollen bei der Suche nach möglichen Alternativrouten helfen. Eine generelle Freigabe für Anlieger gibt es auf der Rennstrecke nicht.

A59, A40 und A42: Diese Anschlussstellen sind betroffen

Die Einschränkungen reichen bis an mehrere Autobahnen. Besonders wichtig ist die A59. An der Anschlussstelle Duisburg-Zentrum werden Auf- und Abfahrten wegen der Radstrecke gesperrt. Auch im Bereich der A40 müssen Autofahrer umplanen. Die Ausfahrt Duisburg-Häfen in Richtung Zentrum ist betroffen. Zudem ist die Plessingstraße gesperrt. Eine Auffahrt ist dort während der Sperrung nur über die Steinsche Gasse möglich.

Auf der linken Rheinseite treffen die Einschränkungen außerdem die A40-Anschlussstelle Moers-Ost. Betroffen sind dort Auffahrten in Richtung Essen und Moers. Hinzu kommt die A42-Anschlussstelle Duisburg-Baerl, deren Auf- und Abfahrten während des Rennens nicht regulär genutzt werden können. Nach den veröffentlichten Verkehrsangaben beginnen die Sperrungen gegen 6.30 Uhr. Einzelne Bereiche sollen bis ungefähr 15.15 Uhr betroffen sein. Die tatsächliche Freigabe kann jedoch früher erfolgen, wenn der Rennverlauf dies zulässt.

Kruppstraße bleibt bis 18 Uhr gesperrt

Besonders lange dauert die Sperrung unmittelbar am Sportpark. Die Kruppstraße bleibt nach Angaben der DVG bis 18 Uhr gesperrt. Auf der Radstrecke wird dort mit dem ersten Teilnehmer gegen 8.25 Uhr gerechnet. Der letzte Starter soll auf der Rückfahrt der zweiten Runde gegen 14.39 Uhr passieren. Wegen des Veranstaltungsbetriebs bleibt die Straße trotzdem deutlich länger geschlossen.

Wer im Umfeld von Sportpark, Regattabahn und Kruppstraße wohnt und am Sonntag zwingend mit dem Auto unterwegs sein muss, sollte sein Fahrzeug deshalb bereits vor Beginn der Sperrungen außerhalb des abgeschlossenen Bereichs abstellen. Dasselbe gilt für Besucher. Während die Veranstaltungsseite grundsätzlich auf zahlreiche Parkmöglichkeiten rund um Duisburg und den Sportpark verweist, können die direkt am Kurs gelegenen Zufahrten am Rennmorgen nicht uneingeschränkt genutzt werden.

Nur wenige Stellen ermöglichen eine Querung der Radstrecke

Eine freie Querung der Rennstrecke mit dem Auto ist während des Wettbewerbs nicht möglich. Die Verkehrsführung erfolgt über wenige Achsen außerhalb beziehungsweise unterhalb oder oberhalb des Radkurses. Eine besonders wichtige Rolle spielt die A59, über die auch mehrere DVG-Linien großräumig umgeleitet werden. Auf der linken Rheinseite bleiben insbesondere A40 und A42 wichtige Möglichkeiten, den abgesperrten Streckenbereich zu umgehen.

Fußgänger können die Strecke nur an überwachten Stellen passieren, wenn die Streckenposten dies zulassen. Aus früheren und grundsätzlich vergleichbaren Verkehrsführungen entlang dieses Duisburger Kurses sind unter anderem Querungen im Umfeld von Mozartstraße, Grabenstraße, Düsseldorfer Straße, Steinsche Gasse, Bergheimer Straße, Husemannstraße und Rheindeichstraße bekannt. Für den heutigen Renntag entscheidet jedoch das Personal vor Ort, wann eine gefahrlose Querung möglich ist.

DVG: Eine Buslinie fällt komplett aus

Auch der öffentliche Nahverkehr ist massiv betroffen. Die meisten Änderungen der DVG gelten zwischen 6.00 und etwa 15.30 Uhr. Die Linie 931 wird in diesem Zeitraum vollständig eingestellt. Wegen der längeren Sperrung der Kruppstraße können dort auch nach 15.30 Uhr bis 18 Uhr weitere Einschränkungen bestehen.

Die Linien 917, 920, 921, 922, 923, 924, 926, 928, 934, 937 und 947 fahren teilweise verkürzt oder auf großräumigen Umleitungen. Zusätzlich sind die NachtExpress-Linien NE2, NE4, NE5 und NE6 betroffen, teilweise bereits ab 5 Uhr. Die Linie 917 endet in Richtung Hochheide bereits am Bismarckplatz. Bei der 923 entfällt der komplette Abschnitt zwischen Bismarckplatz und Baerl Kirche. Die 924 endet in Richtung Winkelhausen bereits am Flutweg.

Busse fahren teilweise über die A59

Für Fahrgäste in Stadtmitte, Neudorf, Hochfeld, Rheinhausen, Homberg, Hochheide, Baerl und rund um den Sportpark bedeutet der Ironman zahlreiche Haltestellenausfälle. Die Linie 920 wird in Stadtmitte, Hochfeld und Rheinhausen umgeleitet. Unter anderem entfallen Johanniter-Krankenhaus, Bergheimer Straße, Stüning, Günterstraße, Kremerstraße, Lehmbruck-Museum und der Hauptbahnhof-Westeingang. Über die Brücke der Solidarität können die Busse kontrolliert einspurig durch den gesperrten Bereich geführt werden.

Die Linie 921 nutzt zwischen Hauptbahnhof und Karl-Jarres-Straße eine Umleitung über die A59. Auch die 928 wird zwischen Hauptbahnhof und Ausbesserungswerk großräumig über die Autobahn geführt. Die Linie 934 fährt zwischen Hauptbahnhof und Kalkweg über die A59. Bei den Linien 937 und 947 erfolgt die Umleitung zwischen Hauptbahnhof und Sportpark beziehungsweise Wedau ebenfalls großräumig über die A59. Dabei fallen unter anderem Haltestellen an MSV-Arena, Bertaallee, Regattabahn, Sportpark, Wildstraße und Koloniestraße aus.

Rennen startet um 8 Uhr auf der Regattabahn

Sportlich beginnt der Wettkampf am Sonntagmorgen mit 1,9 Kilometern Schwimmen auf der Regattabahn im Sportpark. Der Rolling Start läuft nach den veröffentlichten Veranstaltungsinformationen von etwa 8.00 bis 9.15 Uhr. Anschließend wechseln die Teilnehmer aufs Fahrrad und absolvieren zwei Runden mit zusammen rund 90 Kilometern über Duisburg und in Richtung Moers. Danach folgt ein Halbmarathon über 21,1 Kilometer, der in drei Runden entlang der Regattabahn und durch den Sportpark führt.

Die Wechselzone liegt auf der Dreieckswiese. Start und Veranstaltungszentrum befinden sich im Sportpark an der Kruppstraße. Die ersten Zieleinläufe werden ungefähr zwischen 11.30 und 12.30 Uhr erwartet. Der letzte Zieleinlauf ist für etwa 17.45 Uhr vorgesehen. Der Sportpark ist deshalb auch noch deutlich länger belebt als die eigentliche Radstrecke.

Zuschauer sollten möglichst ohne Auto zum Sportpark kommen

Für Zuschauer konzentriert sich das Geschehen auf die Regattabahn, den Bereich der Wechselzone und den Sportpark. Dort lassen sich Teilnehmer mehrfach beobachten, weil die Laufstrecke aus mehreren Runden besteht. Auch entlang der Radstrecke kann zugeschaut werden, allerdings dürfen Absperrungen nicht betreten und Straßen nur nach Freigabe durch die eingesetzten Ordner überquert werden. Der Veranstalter lädt ausdrücklich zum Zuschauen am Schwimmstart, im Zielbereich sowie entlang der Wettkampfstrecken ein.

Wer mit dem Auto anreist, sollte wegen der Sperrungen nicht darauf vertrauen, unmittelbar am Sportpark einen frei erreichbaren Parkplatz zu finden. Sinnvoll sind Stellplätze außerhalb des gesperrten Straßennetzes mit anschließendem Fußweg. Fahrgäste von Bus und Bahn sollten vor Fahrtbeginn ihre konkrete Verbindung prüfen, da sich durch die weiträumigen Umleitungen auch Fahrtzeiten verlängern können. Die DVG rechnet ausdrücklich mit weiteren kurzfristigen Beeinträchtigungen.

Ab Nachmittag werden Straßen schrittweise freigegeben

Die Verkehrslage entspannt sich nicht überall gleichzeitig. Die meisten Busumleitungen und ein großer Teil der Straßensperrungen sollen gegen 15.30 Uhr enden. Einzelne Straßen können bereits vorher freigegeben werden, wenn der letzte Radfahrer den Abschnitt passiert hat und die Rennleitung die Strecke wieder öffnet. Eine garantierte Freigabe zu einer bestimmten Minute gibt es deshalb nicht.

Die deutlichste Ausnahme ist der Sportpark. Dort bleibt die Kruppstraße bis 18 Uhr gesperrt. Erst danach ist auch in diesem Bereich mit einer weitgehenden Normalisierung des Straßenverkehrs zu rechnen. Anwohner sollten Fahrzeuge, die sie am Sonntagvormittag oder frühen Nachmittag benötigen, deshalb möglichst schon vor Beginn der Sperrungen außerhalb des Radkurses abstellen.

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