
Auf Rügen ist ein Auto am Samstagabend mit einem voll besetzten Reisebus zusammengestoßen. Der Unfall auf der B96 auf Rügen ereignete sich gegen 17.46 Uhr auf Höhe der Ortslage Rotenkirchen in Fahrtrichtung Samtens. In dem Reisebus saßen nach Angaben des Polizeipräsidiums Neubrandenburg 50 Fahrgäste. Trotz des Zusammenstoßes wurde niemand verletzt. Der genaue Unfallhergang ist noch nicht abschließend geklärt. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei könnte der 81 Jahre alte Autofahrer kurz eingeschlafen sein.
Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen waren sowohl der Pkw als auch der Reisebus auf der B96 aus Richtung Stralsund in Richtung Samtens unterwegs. Auf Höhe von Rotenkirchen kollidierte das Auto mit dem Heck des vorausfahrenden Busses. Die Polizei geht nach ihren ersten Erkenntnissen davon aus, dass der 81-Jährige in einen sogenannten Sekundenschlaf geraten sein könnte. Dabei handelt es sich ausdrücklich um den derzeitigen Ermittlungsstand und nicht um eine abschließend festgestellte Unfallursache. Weitere gesicherte Angaben dazu, wie es unmittelbar vor der Kollision zu dem Zusammenstoß kam, lagen zunächst nicht vor.
Im Reisebus befanden sich zum Unfallzeitpunkt 50 Fahrgäste. Nach Angaben der Polizei wurden weder Menschen im Bus noch Personen im Auto verletzt. Auch eine Weiterfahrt des Reisebusses war nach Abschluss der Unfallaufnahme möglich. Angaben zu einer medizinischen Betreuung der Fahrgäste oder zu einem größeren Einsatz von Rettungsdienst und Feuerwehr machte die Polizei in ihrer Mitteilung nicht. Ein umfangreicher Rettungseinsatz lässt sich deshalb derzeit nicht belegen.
Anders sah es bei dem beteiligten Auto aus. Der Wagen war nach der Kollision nicht mehr fahrbereit und musste von einem Abschleppunternehmen geborgen werden. Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf insgesamt rund 15.000 Euro.
Für die Unfallaufnahme, die Bergung des Autos und die anschließende Reinigung der Fahrbahn wurde der rechte Fahrstreifen der B96 auf Höhe Rotenkirchen für etwa zwei Stunden gesperrt. Eine Vollsperrung gab es nach den vorliegenden Angaben nicht. Der Verkehr konnte auf der linken Fahrspur an der Unfallstelle vorbeigeführt werden. Eine gesonderte Umleitungsstrecke war deshalb nicht erforderlich.
Damit blieben die Auswirkungen auf den überregionalen Verkehr begrenzter, als es bei einer kompletten Sperrung der Strecke der Fall gewesen wäre. Gerade an einem Wochenende im August können Behinderungen auf der B96 dennoch zahlreiche Urlauber betreffen.
Die B96 verbindet den Raum Stralsund über die Rügenbrücke mit zentralen Teilen der Insel und führt weiter in Richtung Bergen und Sassnitz. Der neu ausgebaute Abschnitt zwischen Samtens und Bergen wurde ausdrücklich als leistungsfähige Hauptverkehrsader für Rügen konzipiert. Die Strecke übernimmt einen erheblichen Teil des Straßenverkehrs von und zur Ferieninsel.
Ihre Bedeutung steigt besonders während der Urlaubssaison. Auch das Straßenbauamt Stralsund berücksichtigt bei Arbeiten an der B96 regelmäßig das hohe Verkehrsaufkommen in der touristisch stark genutzten Region. Einschränkungen auf der Strecke können deshalb gerade in den Sommermonaten schnell Auswirkungen auf den Ferienverkehr haben.
Die Polizei bezeichnet die Annahme eines Sekundenschlafs ausdrücklich als erstes Ermittlungsergebnis. Eine abschließend festgestellte Ursache wurde bislang nicht mitgeteilt. Weitere Ermittlungsmaßnahmen oder ein konkreter rechtlicher Vorwurf gegen den Autofahrer wurden in der veröffentlichten Polizeimeldung ebenfalls nicht genannt.
Fest steht bislang, dass der Pkw auf das Heck des Reisebusses auffuhr, dass alle Beteiligten unverletzt blieben und dass die Verkehrsbehinderungen nach rund zwei Stunden beendet werden konnten. Die genauen Umstände, die zu der Kollision führten, blieben zunächst Gegenstand der polizeilichen Klärung.






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