Schwerer Absturz in den Ötschergräben löst Bergrettung aus

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Ein schwerer Alpinunfall hat am Montag, 17. August 2026, einen aufwendigen Rettungseinsatz in den Ötschergräben in Niederösterreich ausgelöst. Zwei Wanderer gerieten am Nachmittag abseits des Weges in steiles und schwer zugängliches Gelände. Einer von ihnen stürzte nach Angaben der Polizei rund 30 Meter über felsdurchsetztes Gelände ab. Die Bergrettung in den Ötschergräben wurde gemeinsam mit Alpinpolizei, Flugrettung und weiteren Rettungskräften eingesetzt.

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Der zweite Wanderer stieg nach dem Absturz zu seinem Begleiter hinunter, um Hilfe zu leisten. Dabei rutschte auch er ab und verletzte sich. Dennoch gelang es ihm, die Rettungskette in Gang zu setzen. Nach Stand der Landespolizeidirektion Niederösterreich vom 18. August 2026, 13.24 Uhr, wurden bei dem Unfall zwei Menschen verletzt. Eine Person erlitt lebensgefährliche Verletzungen, bei der zweiten wurden Verletzungen unbestimmten Grades festgestellt.

Polizeihubschrauber rettet beide Wanderer per Tau

Alpinpolizisten der Alpinen Einsatzgruppe Niederösterreich West machten sich nach Eingang des Notrufs auf den Weg in das Unfallgebiet. Wegen der fortgeschrittenen Tageszeit und der instabilen Wetterverhältnisse wurde zusätzlich die Flugeinsatzstelle eingeschaltet. Ein Notarzthubschrauber konnte die Unfallstelle zunächst aus der Luft lokalisieren und die genauen Koordinaten an die weiteren Einsatzkräfte übermitteln.

Anschließend flog ein Polizeihubschrauber aus Wiener Neustadt die schwer zugängliche Stelle an. Nach Angaben der Polizei erfolgte die Bergung bei schwierigen Wind- und Wetterbedingungen und kurz vor Einbruch der Dunkelheit. Beide Verletzten wurden mit dem Tau aus dem absturzgefährdeten Gelände ausgeflogen und zunächst zu einem Zwischenlandeplatz gebracht. Dort übernahmen Einsatzkräfte die weitere Erstversorgung.

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Ein Verletzter schwebte nach dem Absturz in Lebensgefahr

Eine der beiden Personen war nach der Bergung nicht ansprechbar. Nach Angaben der Polizei waren jedoch Vitalfunktionen vorhanden. Der Schwerverletzte wurde anschließend mit einem Notarzthubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Der zweite Verletzte kam mit dem Rettungsdienst in eine Klinik. Über eine Veränderung ihres Gesundheitszustands lagen mit Stand der amtlichen Mitteilung vom Dienstagnachmittag zunächst keine weiteren Angaben vor.

Im Einsatz waren neben der Alpinpolizei und den Hubschrauberbesatzungen auch Kräfte mehrerer Bergrettungsstellen aus der Region. Hinzu kamen ein Notarztwagen sowie Einsatzkräfte des Roten Kreuzes. Die Kombination aus schwierigem Gelände, wechselhaften Wetterbedingungen und der nahenden Dunkelheit machte eine Rettung aus der Luft erforderlich.

Wie es zu dem Unfall in den Ötschergräben kam

Nach Angaben der Polizei waren die beiden Wanderer während ihrer Tour in wegloses und unwegsames Gelände geraten. Als sie zu einem Bach absteigen wollten, sei einer der beiden über steiles und mit Felsen durchsetztes Gelände rund 30 Meter abgestürzt. Weshalb die Wanderer zuvor den regulären Weg verlassen hatten oder auf welchem genauen Abschnitt sie sich bewegten, ging aus der ersten Polizeimeldung nicht hervor.

Auch zu weiteren Umständen, die zu dem Absturz beigetragen haben könnten, gab es zunächst keine gesicherten Angaben. Die bekannte Darstellung des Unfallhergangs beruht auf den Angaben der Landespolizeidirektion Niederösterreich. Eine darüber hinausgehende Ursache wurde von der Polizei zunächst nicht genannt.

Ötschergräben führen durch tief eingeschnittene Schluchten

Die Ötschergräben liegen im Naturpark Ötscher-Tormäuer im niederösterreichischen Mostviertel. Das Gebiet wird durch ein tief eingeschnittenes Schluchtensystem unterhalb des Ötschers geprägt. Entlang des Ötscherbachs führen Wanderwege über Steige und Brücken durch eine Landschaft mit steilen Felswänden und Wasserfällen. Neben leichter zugänglichen Abschnitten gibt es in der Umgebung auch anspruchsvollere Routen.

Der Unfall vom 17. August ereignete sich nach den bisherigen amtlichen Angaben allerdings nicht auf einem regulären Wegabschnitt, sondern nachdem die beiden Wanderer in wegloses Gelände geraten waren. Die Rettung erforderte schließlich den koordinierten Einsatz von Bergrettung, Alpinpolizei, Rettungsdienst und zwei Hubschraubern. Trotz der schwierigen Bedingungen konnten beide Verletzten noch vor Einbruch der Dunkelheit aus dem Gelände gebracht werden.

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