Mexikanische Fischer treiben fünf Tage in Kühlbox auf See

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Zwei mexikanische Fischer sind nach fünf Tagen auf dem offenen Pazifik lebend gerettet worden. Die Männer wurden nach Angaben der mexikanischen Marine weit vor der Küste des südlichen Bundesstaates Chiapas entdeckt. Zum Zeitpunkt ihrer Rettung befanden sie sich auf einer Kühlbox, die ihnen offenbar als Schwimmhilfe diente. Die Entfernung zur Küste bezifferte die Marine auf rund 130 Seemeilen, das entspricht etwa 240,76 Kilometern.

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Die beiden Fischer waren nach Behördenangaben 53 und 32 Jahre alt. Sie waren mit einem Fischerboot auf den Pazifik hinausgefahren. Der letzte Kontakt zu ihrer Fischereigenossenschaft bestand demnach am 14. August. Nachdem keine weitere Verbindung zu den Männern hergestellt werden konnte, bat die Genossenschaft die Behörden um Unterstützung bei der Suche.

Marine sucht mit Schiffen und Flugzeugen nach den Fischern

Die mexikanische Marine leitete daraufhin eine Suchaktion ein. Nach ihren Angaben waren daran sowohl Einheiten auf dem Wasser als auch Luftfahrzeuge beteiligt. Die zuständige Marinezone in Puerto Chiapas setzte dabei ein Verfahren ein, bei dem ein größeres Schiff, ein kleineres Abfangboot und ein Flugzeug oder Hubschrauber kombiniert werden. Dadurch sollte ein möglichst großer Bereich des Pazifiks abgesucht werden.

Am Mittwoch wurden die Fischer vor Chiapas gerettet. Aufnahmen der mexikanischen Marine zeigen die beiden Männer auf einer großen Kühlbox im offenen Meer, während sich ein Rettungsboot nähert. Nach dem Auffinden wurden sie zunächst von medizinischem Personal der Marine untersucht. Anschließend brachte ein Hubschrauber sie zurück an Land, wo sie weitere medizinische Versorgung erhielten und später ihren Angehörigen übergeben wurden.

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Offiziell bestätigt war zunächst vor allem der Ablauf der Suchaktion und der Rettung. Detaillierte Angaben zum Gesundheitszustand der beiden Männer veröffentlichte die Marine nicht. Medien berichteten unter Berufung auf Gespräche nach der Rettung über Folgen von Dehydrierung. Eine umfassende medizinische Einschätzung der Behörden lag zunächst nicht vor.

Berichte über gesunkenes Boot stammen von den Überlebenden

Wie die Männer auf die Kühlbox gelangten, schilderten sie nach ihrer Rettung gegenüber mexikanischen Medien. Nach ihrer Darstellung sei ihr Fischerboot nach einem Zwischenfall auf See gesunken. Einer der Männer berichtete, eine starke Welle habe das Boot in der Nacht getroffen. Die Besatzung habe nur wenige Sekunden Zeit gehabt, sich in Sicherheit zu bringen.

Eine unabhängige Bestätigung für den genauen Ablauf des Untergangs lag zunächst nicht vor. Auch die mexikanische Marine machte in ihrer Mitteilung keine näheren Angaben zur Ursache für den Verlust des Bootes. Die genauen Hintergründe blieben damit zunächst offen.

Nach Aussagen der Fischer hätten sie während der Zeit auf dem Meer weder Trinkwasser noch Nahrung zu sich nehmen können. Diese Angabe wurde von verschiedenen Medien unter Berufung auf die beiden Überlebenden verbreitet. Behördliche Angaben dazu lagen zunächst nicht vor. Auch Details dazu, wie die Männer die fünf Tage körperlich überstanden, wurden von der Marine nicht veröffentlicht.

Mehr als 240 Kilometer von der Küste entfernt gefunden

Bemerkenswert ist vor allem die große Entfernung des Fundorts vom Festland. Rund 240 Kilometer vor der Küste von Chiapas befanden sich die Männer weit außerhalb des unmittelbaren Küstenbereichs. Die Region liegt im Süden Mexikos am Pazifik und grenzt an Guatemala. Von Puerto Chiapas aus koordiniert die mexikanische Marine regelmäßig Such- und Rettungseinsätze auf See.

Bei solchen Einsätzen kann bereits die genaue Bestimmung eines Suchgebiets schwierig sein. Kleine Fischerboote verfügen nicht immer über dieselben Kommunikations- und Ortungssysteme wie größere Schiffe. Wind, Strömungen und Wetterbedingungen können zudem dazu führen, dass sich Menschen oder schwimmende Gegenstände innerhalb weniger Tage weit vom Ausgangspunkt entfernen. Welche Faktoren im konkreten Fall die Position der beiden Männer beeinflusst haben, teilten die Behörden zunächst nicht mit.

Die Marine bezifferte die Entfernung des Fundorts präzise auf etwa 130 Seemeilen. Das entspricht 240,76 Kilometern. Einige internationale Medien rundeten diese Strecke auf etwa 240 Kilometer beziehungsweise 150 Meilen ab. Dabei handelt es sich nicht um unterschiedliche Fundorte, sondern um verschiedene Maßeinheiten und Rundungen derselben behördlichen Angabe.

Letzter Kontakt mehrere Tage vor der Rettung

Nach Angaben der Marine hatte die Fischereigenossenschaft zuletzt am 14. August Kontakt mit den beiden Männern. Anschließend wurde ihre Verbindung unterbrochen. Wann genau die Suche begann und wie lange einzelne Einheiten bereits im Einsatz waren, ging aus der zunächst veröffentlichten Mitteilung nicht vollständig hervor.

Die Rettungsbilder selbst stammen nach Angaben internationaler Nachrichtenagenturen vom 19. August. Die mexikanische Marine machte den Fall anschließend öffentlich. Damit waren die Männer rund fünf Tage auf dem Meer, bevor sie gefunden wurden. Nach ihrer Bergung wurden sie zunächst medizinisch untersucht und anschließend per Hubschrauber nach Puerto Chiapas gebracht.

Weitere Einzelheiten zum Zustand des vermissten Fischerbootes oder zu möglichen Schäden wurden zunächst nicht bekanntgegeben. Auch dazu, ob das Boot später gefunden wurde, lagen zunächst keine behördlichen Angaben vor. Bestätigt ist damit vor allem der ungewöhnliche Ausgang des Sucheinsatzes: Zwei vermisste Fischer wurden nach mehreren Tagen weit draußen auf dem Pazifik lebend auf einer Kühlbox entdeckt und sicher an Land gebracht.

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