
T-Mobile US hat seinen Personalbestand innerhalb eines halben Jahres deutlich verkleinert. Im US-Segment der Deutschen Telekom waren zum 30. Juni 2026 noch 65.365 Vollzeitäquivalente beschäftigt. Ende Dezember 2025 waren es 70.036 gewesen. Damit sank die Zahl um 4.671 beziehungsweise 6,7 Prozent. Der T-Mobile US Stellenabbau ist Teil eines bereits Ende 2025 begonnenen Umbaus, mit dem das Unternehmen seine Organisation vereinfachen und Kosten reduzieren will.
Die Zahlen bedeuten allerdings nicht, dass nachweislich exakt 4.671 Beschäftigten gekündigt wurde. Erfasst wird die Veränderung der Vollzeitäquivalente zwischen zwei Stichtagen. Darin können neben betriebsbedingten Trennungen grundsätzlich auch andere Veränderungen des Personalbestands einfließen. Fest steht, dass T-Mobile US im Zuge seines Transformationsprogramms Stellen abbaut und dafür erhebliche Abfindungskosten verbucht hat.
Das Unternehmen hatte sein Programm zur Veränderung der Belegschaft im vierten Quartal 2025 gestartet. Ziel ist nach Angaben von T-Mobile US, Führungsstrukturen und Teams stärker zu bündeln, Hierarchieebenen abzubauen und sich überschneidende Funktionen zu beseitigen. Die dadurch erwarteten Einsparungen sollen teilweise wieder in das Unternehmen fließen, unter anderem in digitale Projekte.
Im ersten Halbjahr 2026 verbuchte T-Mobile US im Zusammenhang mit diesem Personalumbau Belastungen vor Steuern von 141 Millionen Dollar. Seit Beginn des Programms summierten sich die erfassten Abfindungskosten bis Ende Juni auf 531 Millionen Dollar. Nach Angaben des Unternehmens waren damit bereits nahezu sämtliche erwarteten Kosten der Personalmaßnahme berücksichtigt. Die noch ausstehenden Trennungen von Beschäftigten und damit verbundenen Zahlungen sollen im weiteren Verlauf des Jahres 2026 weitgehend abgeschlossen werden.
Der Rückgang in den USA war zugleich der mit Abstand wichtigste Grund dafür, dass auch die Mitarbeiterzahl des gesamten Deutsche Telekom Konzerns sank. Konzernweit ging die Zahl der Vollzeitäquivalente von 198.079 Ende 2025 auf 191.796 Ende Juni zurück. Das entspricht einem Minus von 6.283 Stellen beziehungsweise 3,2 Prozent. Allein auf das US-Segment entfielen damit knapp drei Viertel des rechnerischen Rückgangs.
Der Stellenabbau erfolgt nicht vor dem Hintergrund eines operativen Einbruchs. T-Mobile US meldete für das zweite Quartal 2026 weiter steigende Erlöse. Die Serviceumsätze erreichten 19,0 Milliarden Dollar und lagen damit neun Prozent über dem Vorjahreswert. Der Nettogewinn belief sich auf 3,2 Milliarden Dollar und stieg gegenüber dem zweiten Quartal 2025 um ein Prozent.
Auch im Kundengeschäft wuchs das Unternehmen. Zum Ende des ersten Halbjahres zählte T-Mobile US 34,7 Millionen Postpaid Kundenkonten, nach 34,2 Millionen zum Jahresende 2025. Im ersten Halbjahr kamen unter dem Strich 494.000 solcher Konten hinzu. Die Zahlen machen deutlich, dass T-Mobile US den Personalumbau parallel zu einem weiterhin wachsenden operativen Geschäft vorantreibt.
Neben dem Personalprogramm laufen bei T-Mobile US weitere strukturelle Veränderungen. Das Unternehmen integriert unter anderem Teile des übernommenen Mobilfunkgeschäfts von UScellular und arbeitet an einer separaten Neuordnung seiner Netzstrukturen. Das Netzwerkprogramm soll nach derzeitiger Planung vor Ende 2027 abgeschlossen sein. Die damit verbundenen Maßnahmen sind von dem Personalprogramm 2025 und 2026 zu unterscheiden.
Die Entwicklung in den Vereinigten Staaten ist auch für die Deutsche Telekom von besonderer Bedeutung. Der Bonner Konzern hält die Mehrheit an T-Mobile US. Das US-Geschäft hat sich in den vergangenen Jahren zu einem zentralen Ergebnisbringer des Konzerns entwickelt und ist inzwischen deutlich größer als viele andere Geschäftsbereiche der Telekom.
Der Personalabbau zeigt deshalb, dass T-Mobile US trotz steigender Umsätze und Gewinne seine Kostenstruktur weiter verändert. Das Unternehmen verbindet den Umbau ausdrücklich mit einer schlankeren Organisation und einer stärkeren Bündelung von Aufgaben. Gleichzeitig investiert T-Mobile US weiter in Mobilfunknetze, Breitbandangebote und digitale Technologien.
Die belegbare Größenordnung bleibt damit erheblich: Innerhalb des ersten Halbjahres 2026 verringerte sich der ausgewiesene Personalbestand im US-Segment um 4.671 Vollzeitäquivalente. Gegenüber dem Stand von 67.692 Vollzeitäquivalenten Ende Juni 2025 liegt der aktuelle Wert von 65.365 ebenfalls deutlich niedriger.
Wie sich der Rückgang im Einzelnen auf Kündigungen, freiwillige Abgänge und andere Veränderungen verteilt, ist aus den veröffentlichten Zahlen nicht vollständig ersichtlich. Gesichert ist jedoch, dass der laufende Personalumbau den wesentlichen Anteil an der Entwicklung hat und T-Mobile US für die damit verbundenen Trennungen bereits Abfindungskosten in dreistelliger Millionenhöhe verbucht hat.
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