
Der Zürich-Krimi heute führt Thomas Borchert in einen Fall, der weit über einen zunächst eindeutig erscheinenden Mordverdacht hinausgeht. Das Erste zeigt Der Zürich-Krimi: Borchert und der Mord im Taxi am Freitag, 21. August 2026, um 20.15 Uhr. Christian Kohlund spielt erneut den eigenwilligen Juristen Thomas Borchert, der gemeinsam mit Anwältin Dominique Kuster einen Taxifahrer verteidigt. Der Film läuft bis 21.45 Uhr und belegt damit den klassischen 90-minütigen Fernsehfilm-Sendeplatz. Eine Premiere ist die Ausstrahlung allerdings nicht. Der Krimi wurde bereits 2021 erstmals im Ersten gezeigt.
Ausgangspunkt der Handlung ist der Tod des kongolesischen Investigativjournalisten Nuka Baluba. Er wird erstochen in einem Taxi gefunden. Schnell gerät der Fahrer Jürg Zollinger ins Visier der Ermittler. Die Indizien sprechen zunächst gegen ihn, zudem wirkt seine Darstellung des Geschehens wenig überzeugend.
Thomas Borchert und Dominique Kuster übernehmen seine Verteidigung. Borchert wird misstrauisch, weil sich Staatsanwalt Dietrich aus seiner Sicht früh auf Zollinger als Verdächtigen festlegt. Der ehemalige Spitzenanwalt beginnt deshalb eigene Nachforschungen und beschäftigt sich mit der Arbeit des getöteten Journalisten.
Baluba hatte zu Kinderarbeit in Kobaltminen in der Demokratischen Republik Kongo recherchiert. Seine Spur führt in Zürich zu einer angesehenen Wohltätigkeitsorganisation und zu wohlhabenden Unterstützern aus dem Umfeld der Finanzmetropole. Damit entwickelt sich der Fall von einem vermeintlich überschaubaren Tötungsdelikt zu einer Geschichte über wirtschaftliche Interessen, Hilfsgelder und mögliche Verbindungen zwischen einflussreichen Personen.
Gleichzeitig kümmert sich Dominique Kuster um Malia Baluba, die Witwe des getöteten Journalisten. Auch sie gerät im Verlauf des Falls in eine bedrohliche Situation.
Im Mittelpunkt steht Christian Kohlund als Thomas Borchert. Seine Figur ist das prägende Element der seit Jahren laufenden ARD-Reihe. Borchert besitzt zwar keine Zulassung mehr als Anwalt, mischt sich jedoch regelmäßig in die Fälle der Zürcher Kanzlei ein und verfolgt dabei seinen eigenen Begriff von Recht und Gerechtigkeit.
Ina Paule Klink spielt Dominique Kuster, die zugelassene Rechtsanwältin und Kanzleichefin. Sie bildet mit Borchert das zentrale Duo der Reihe. Pierre Kiwitt ist als Hauptmann Marco Furrer zu sehen, der auf Seiten der Polizei ermittelt.
Im aktuellen Film übernimmt Tim Kalkhof die Rolle des verdächtigen Taxifahrers Jürg Zollinger. Pierre Rousselet spielt den Journalisten Nuka Baluba, Sheri Hagen dessen Ehefrau Malia Baluba. Fabian Busch ist als Ulf Hellmann zu sehen, Sarah Bauerett als Anneli Keller und Sebastian Rudolph als Henrik Wollschläger.
Zum Ensemble gehören außerdem Robert Hunger-Bühler als Borcherts langjähriger Bekannter und Staranwalt Reto Zanger, Yves Wüthrich als Urs Aeggi und Susi Banzhaf als Regula Gabrielli. Daniel Drewes spielt Staatsanwalt Dietrich.
Inszeniert wurde Borchert und der Mord im Taxi von Roland Suso Richter. Das Drehbuch stammt von Leo P. Ard, dem Pseudonym des Autors Jürgen Pomorin. Die Kamera führte Max Knauer, für die Musik war Michael Klaukien verantwortlich.
Produziert wurde der Krimi von Graf Film im Auftrag der ARD Degeto für Das Erste. An der Produktion waren außerdem Partner für die Arbeiten in der Schweiz und in Tschechien beteiligt.
Gedreht wurde vom 15. Oktober bis zum 15. November 2019. Als Drehorte sind Zürich und Prag angegeben. Damit folgt auch dieser Film einem für die Reihe etablierten Produktionsmodell. Außenaufnahmen entstehen in der Schweizer Stadt, während Teile der Produktion auch in der tschechischen Hauptstadt realisiert werden. Konkrete Zürcher Einzeladressen werden für diese Folge in den offiziellen Produktionsangaben nicht vollständig aufgelistet. Belegt ist jedoch, dass tatsächlich in Zürich gedreht wurde.
In der ausgestrahlten Reihenfolge ist Borchert und der Mord im Taxi der elfte Film des Zürich-Krimis. Die ARD-Mediathek führt ihn entsprechend als Folge 11.
Für Verwirrung kann eine ältere Produktionsankündigung sorgen. Während der Dreharbeiten im Jahr 2019 wurde das Projekt zunächst als zehnter Film der Reihe bezeichnet. In der späteren Sendereihenfolge wurde jedoch Borchert und der eisige Tod als zehnter Film ausgestrahlt. Dadurch rückte Borchert und der Mord im Taxi auf Position elf.
Die ersten beiden Filme der Reihe liefen bereits 2016. Seitdem entwickelte sich Der Zürich-Krimi zu einer regelmäßig fortgesetzten Krimireihe im Ersten. Im Mittelpunkt steht weniger klassische Polizeiarbeit als die Verbindung von Kriminalfall, juristischer Auseinandersetzung und Borcherts eigenmächtigen Ermittlungen.
Bei der Ausstrahlung am 21. August 2026 handelt es sich ausdrücklich um eine Wiederholung. Die Fernsehpremiere von Borchert und der Mord im Taxi erfolgte am 11. Februar 2021 im Ersten. Der Film war zuvor bereits im Februar 2021 online verfügbar.
Das Produktionsjahr wird teilweise mit 2020 angegeben, obwohl die Dreharbeiten bereits Ende 2019 stattfanden und die Fernsehausstrahlung erst 2021 folgte. Für Zuschauer entscheidend ist damit: Der Film gehört nicht zu den neuen Zürich-Krimis des Jahres 2026.
Wer die Ausstrahlung am Freitagabend verpasst, kann den Film auch über die ARD-Mediathek ansehen. Dort ist Borchert und der Mord im Taxi für den 21. August 2026 eingestellt.
Nach den aktuellen Angaben soll das Video bis zum 21. August 2027 um 20.14 Uhr verfügbar bleiben. Der Film wird mit Untertiteln und Audiodeskription angeboten und ist ab zwölf Jahren gekennzeichnet.
Damit besteht deutlich länger Zugriff als nur rund um die aktuelle Fernsehausstrahlung. Für Zuschauer, die den Krimi nicht um 20.15 Uhr sehen können, ist deshalb keine kurzfristige Nachholfrist erforderlich.
Der Zürich-Krimi startete 2016 mit Christian Kohlund als Thomas Borchert. Die Figur kehrt nach Problemen in ihrem früheren Berufsleben nach Zürich zurück und arbeitet fortan eng mit Dominique Kuster zusammen. Borcherts Markenzeichen ist seine Rolle als Anwalt ohne Lizenz. Er darf nicht wie ein regulär zugelassener Rechtsanwalt auftreten, greift aber dennoch immer wieder aktiv in Ermittlungen ein.
Die Filme verbinden diese Hauptfigur mit Zürich als wiederkehrendem Schauplatz. Dabei spielen häufig Fälle eine Rolle, in denen eine zunächst plausible Verdachtslage von Borchert infrage gestellt wird. Auch Borchert und der Mord im Taxi folgt diesem Muster: Ein Mann scheint durch zahlreiche Indizien belastet, doch Borchert hält die schnelle Erklärung für unzureichend.
Der heutige Film verbindet diesen klassischen Reihenaufbau mit einem internationalen Hintergrund. Die Recherchen des getöteten Journalisten führen von Zürich bis zu den Bedingungen des Kobaltabbaus im Kongo und damit zu wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fragen, die weit über den eigentlichen Tatort hinausreichen.
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