ARD-Krimi heute: Mordfall am Ende des Jakobswegs

Lecker aufs Land heute im SWR: Folge 104 aus dem Landkreis Rottweil
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Die Tote vom Jakobsweg in der ARD bringt an diesem Samstagabend einen Kriminalfall vor einer der markantesten Landschaften Spaniens ins Erste. Der 2025 produzierte Fernsehfilm beginnt am Cabo Fisterra an der galicischen Atlantikküste, einem Ort, den viele Pilger nach Santiago de Compostela als letzten Punkt ihrer Reise ansteuern. Zwei Wallfahrerinnen stoßen dort auf die Leiche einer jungen Frau. Von diesem Fund aus entwickelt sich ein Kriminalfall, der einen neu zusammengesetzten Ermittlerstab ebenso fordert wie dessen frisch versetzten Chef.

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Eine Tote am Ende des Jakobswegs

Bei der gefundenen Frau handelt es sich um Sofía Serrano, gespielt von Sylvana Seddig. Sie arbeitete im Pilgerbüro von Santiago de Compostela. Die Ermittlungen übernimmt Hauptkommissar David Acosta, dargestellt von Michael Epp. Acosta ist erst kurz zuvor aus Valencia nach Galicien versetzt worden und muss sich in seiner neuen Dienststelle orientieren.

Sein Wechsel hat zugleich einen privaten Hintergrund. Acosta möchte näher bei seiner früheren Frau Paola und seiner 15 Jahre alten Tochter Carmen sein. Paola wird von Henriette Richter-Röhl gespielt, Carmen von Padmé Hamdemir. Damit verbindet der Film den eigentlichen Kriminalfall von Beginn an mit dem Versuch des Kommissars, sein Familienleben neu zu ordnen.

An der Dienststelle trifft Acosta auf zwei Kollegen, deren Verhältnis zum neuen Vorgesetzten nicht reibungslos beginnt. Dirk Borchardt spielt den erfahrenen Kommissar Adrián Martinez. Er ist mit den Verhältnissen vor Ort vertraut und tut sich schwer damit, sich dem Neuankömmling unterzuordnen. Mercedes Müller übernimmt die Rolle der Kommissarin Mercédes Navarro, die als selbstbewusste und ehrgeizige Ermittlerin Teil des Trios ist.

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Eine Spur führt zu einem geheimnisvollen Pilger

Die Ermittlungen führen die Polizei unter anderem zu Carmelo, gespielt von Max Befort. Er fällt den Ermittlern zunächst als geheimnisvoller Pilger auf. Im Verlauf der Nachforschungen wird deutlich, dass er kriminell tätig ist und Frauen für seine Zwecke umgarnt. Als er sich dem Zugriff der Polizei entzieht, verschärfen sich die Spannungen innerhalb des Teams.

Der Fall ist jedoch breiter angelegt als die Suche nach einem einzelnen Verdächtigen. Nach und nach geraten Beziehungen und Konflikte aus dem Umfeld der getöteten Sofía in den Mittelpunkt. Der Krimi verknüpft Liebe, Eifersucht und Erpressung miteinander und verteilt die Aufmerksamkeit auf mehrere Figuren.

Zum weiteren Ensemble gehören Adrian Grünewald als Manuèl Expósito, Artemis Chalkidou als Inés Expósito und Beat Marti als Raúl Expósito. Linda Belinda Podszus spielt Yolanda Ramos, Helen Woigk ist als Gemma Serrano zu sehen. Hinzu kommen Justine del Corte als Doctora Moreno, Giovanni Funiati als Padre Antonio und Thomas Bartholomäus als Simon Müller.

Michael Epp führt das Ermittlertrio an

Im Zentrum steht Michael Epp als David Acosta. Die Figur muss nicht nur einen komplizierten ersten Fall in ihrer neuen Dienststelle lösen. Acosta muss zugleich seinen Platz zwischen zwei Kollegen finden, die bereits vor seiner Ankunft zusammengearbeitet haben.

Diese Konstellation ist ein wesentlicher Bestandteil des Films. Der Schauplatz dient damit nicht ausschließlich als Kulisse für einen klassischen Kriminalfall. Die Geschichte erzählt auch vom Neubeginn eines Ermittlers, von beruflichen Hierarchien und von familiären Beziehungen, die durch eine Versetzung nicht automatisch einfacher werden.

Mit Dirk Borchardt und Mercedes Müller stehen Epp zwei erfahrene Darsteller zur Seite. Henriette Richter-Röhl übernimmt als Paola Acosta eine wichtige Rolle in der persönlichen Geschichte des Kommissars. Sylvana Seddig spielt mit Sofía Serrano die Frau, deren Tod die Ermittlungen überhaupt erst auslöst.

Regie führte Adolfo J. Kolmerer

Inszeniert wurde Die Tote vom Jakobsweg von Adolfo J. Kolmerer. Er gehörte zuvor unter anderem zum Regieteam der Mystery-Serie Oderbruch. Für die Bildgestaltung war Kameramann Christian Huck verantwortlich.

Das Drehbuch stammt von Xaõ Seffcheque und Lina Victoria Schmeink. Produziert wurde der Film von Turbine Studios im Auftrag der ARD Degeto Film. An der Produktion war zudem Bravado Media beteiligt.

Die Dreharbeiten fanden vom 9. September bis zum 7. Oktober 2024 in der spanischen Region Galicien statt. Als Drehort ist insbesondere Santiago de Compostela ausgewiesen. Darüber hinaus prägen die Atlantikküste und das Umfeld des Cabo Fisterra die Handlung und die visuelle Gestaltung des Films.

Galicien und der Jakobsweg werden zum Schauplatz

Der Jakobsweg ist dabei weit mehr als nur ein austauschbarer Hintergrund. Santiago de Compostela zählt zu den bekanntesten Pilgerzielen Europas. Viele Reisende beenden ihre Wanderung offiziell an der Kathedrale der Stadt. Andere ziehen anschließend weiter Richtung Westen bis zum Atlantik.

Cabo Fisterra liegt an der galicischen Küste und ist seit Langem ein symbolischer Endpunkt für viele Pilger. Genau dort setzt die Handlung mit dem Fund der Leiche ein. Die schroffen Küsten, der Atlantik und die historischen Straßen von Santiago geben dem Film ein deutlich anderes Erscheinungsbild als klassischen deutschen Großstadtkrimis.

Gedreht wurde tatsächlich in Galicien. Damit basiert die Atmosphäre des Films nicht lediglich auf Studiokulissen oder nachgestellten spanischen Orten. Die Landschaft Nordwestspaniens gehört sichtbar zum Konzept der Produktion.

Heute läuft keine Erstausstrahlung

Wer Die Tote vom Jakobsweg am Samstag, 22. August 2026, einschaltet, sieht eine Wiederholung. Die deutsche Erstausstrahlung erfolgte bereits am Donnerstag, 22. Mai 2025, um 20.15 Uhr im Ersten.

Heute beginnt der Film erneut um 20.15 Uhr und endet laut ARD-Programm um 21.45 Uhr. Im Nachtprogramm ist eine weitere Ausstrahlung ab 3.05 Uhr vorgesehen. Die reine Filmlänge liegt bei rund 89 Minuten, während der Programmplatz mit 90 Minuten ausgewiesen ist.

Die Tote vom Jakobsweg gehört zum Umfeld der internationalen Krimis der ARD Degeto und wurde ursprünglich unter dem Arbeitstitel Der Galicien-Krimi entwickelt. Verschiedene Programmdatenbanken führen die Produktion entsprechend als ersten Galicien-Krimi. Die ARD selbst präsentiert den Film aktuell jedoch unter dem eigenständigen Titel Die Tote vom Jakobsweg. Eine bereits etablierte Reihe mit mehreren ausgestrahlten Galicien-Fällen ist daraus bislang nicht geworden.

Der Film ist auch in der Mediathek verfügbar

Parallel zur Fernsehausstrahlung steht der komplette Film in der ARD Mediathek bereit. Dort wird eine Laufzeit von 89 Minuten angegeben. Neben der regulären Fassung gibt es auch eine Version mit Audiodeskription. Untertitel sind ebenfalls verfügbar.

Nach den aktuellen Angaben der ARD soll das Video bis zum 23. August 2027 um 3.04 Uhr abrufbar sein. Zuschauer sind damit nicht auf die lineare Ausstrahlung am Samstagabend angewiesen.

Für das Erste ist Die Tote vom Jakobsweg an diesem Abend der Auftakt des Krimiprogramms zur besten Sendezeit. Direkt im Anschluss an die Tagesthemen folgt ab 22.05 Uhr mit Der Barcelona-Krimi: Brennendes Land ein weiterer Kriminalfilm mit spanischem Schauplatz.

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