Radiobranche feiert ihre Besten im Hamburger Hafen

Lecker aufs Land heute im SWR: Folge 104 aus dem Landkreis Rottweil
Tech Daily

Teilen:

Der Deutsche Radiopreis 2026 wird am Donnerstagabend, 10. September, im Musical Theater an der Elbe in Hamburg verliehen. Bei der 17. Ausgabe der Branchenauszeichnung stehen Radiomacherinnen und Radiomacher aus öffentlich-rechtlichen und privaten Programmen im Mittelpunkt. Rund 1.000 Gäste verfolgen die Gala, bei der Preise in zehn Kategorien vergeben werden. Zu den Musikgästen gehören Peter Maffay, Johannes Oerding und Rea Garvey.

Anzeige

Eine der ersten bestätigten Auszeichnungen des Abends geht an NDR 2. Der Sender gewinnt in der Kategorie Bestes Entertainment mit der Sendereihe Barmbek Bump, Prange vs. Rohde von Andreas Altenburg. An dem Format wirken die Schauspieler Olli Dittrich und Bjarne Mädel mit. Die Jury würdigte insbesondere die unterhaltsame Verarbeitung von Alltagsthemen, die prägnanten Figuren und den hohen Wiedererkennungswert der Produktion.

Mehr als 400 Beiträge im Wettbewerb

Für den Deutschen Radiopreis 2026 hatten 139 Radioprogramme insgesamt 430 Beiträge und Leistungen eingereicht. In neun der zehn Kategorien bestimmte eine Nominierungskommission jeweils drei Finalisten. Für die Nachwuchskategorie wurden 15 junge Radiotalente ausgewählt. Über die Preisträger entscheidet eine unabhängige Jury, deren Mitglieder vom Grimme-Institut berufen werden.

Die Kategorien decken unterschiedliche Bereiche des Radioprogramms ab. Ausgezeichnet werden unter anderem Morgensendungen, Moderation, Interviews, Reportagen, Informationsformate, Programmaktionen, Musikformate und einzelne Sendungen. Hinzu kommen die Kategorien Bestes Entertainment sowie Beste Newcomerin oder Bester Newcomer.

Anzeige

Damit richtet sich der Preis nicht allein an klassische lineare Radiosendungen. In mehreren Kategorien können auch Podcasts berücksichtigt werden, sofern sie die Teilnahmebedingungen erfüllen. Der Wettbewerb bildet damit die zunehmende Verbindung von klassischem Hörfunk und digital verbreiteten Audioformaten ab.

NDR 2 setzt sich im Entertainment-Finale durch

In der Kategorie Bestes Entertainment konkurrierte NDR 2 mit Bremen Zwei und Radio Hamburg. Bremen Zwei war mit Koljas Rants nominiert. Radio Hamburg trat mit der Challenge Pilot oder tot, Die John Ment landet ein Flugzeug Challenge an.

Durchgesetzt hat sich Barmbek Bump, Prange vs. Rohde. Hinter der Sendereihe steht NDR-Autor Andreas Altenburg, der bereits mit verschiedenen Comedyformaten im Radio gearbeitet hat. Für die ausgezeichnete Produktion treffen seine Figuren und Texte auf die schauspielerische Arbeit von Olli Dittrich und Bjarne Mädel.

Weitere Gewinner des Abends wurden während der laufenden Gala nach und nach bekannt gegeben. Eine vollständige Siegerliste aller zehn Kategorien lag zunächst noch nicht vor.

Maffay, Oerding und Garvey auf der Bühne

Neben den Auszeichnungen setzt die Gala traditionell auf prominente Musikgäste. Peter Maffay und Johannes Oerding treten gemeinsam auf. Die beiden Musiker präsentieren Songs aus ihrem gemeinsamen Album Nashville, das Anfang Oktober erscheinen soll.

Auch Rea Garvey gehört zum Musikprogramm des Abends. Darüber hinaus stehen das Elektropop-Duo Fast Boy, Tiffany Aris und Zah1de auf der Bühne. Benét Monteiro, der im Musical MJ, Das Michael Jackson Musical den erwachsenen Michael Jackson spielt, ist ebenfalls Teil der Show.

Durch den Abend führt Katrin Bauerfeind. Thorsten Schorn begleitet die Veranstaltung für die Radioübertragung. Zu den Laudatorinnen und Laudatoren gehören unter anderem Susanne Daubner, Pinar Atalay, Guido Maria Kretschmer, Lutz van der Horst, Friederike Kempter und Schauspieler Sabin Tambrea.

Neue deutschlandweite Radioshow zur Verleihung

Eine Besonderheit der Ausgabe 2026 ist die Übertragung. Mehr als 50 Radiosender begleiten den Deutschen Radiopreis. Erstmals produzieren öffentlich-rechtliche und private Programme gemeinsam eine deutschlandweite Radioshow rund um die Gala.

Auf mehr als 30 Sendern werden ausgewählte Momente der Preisverleihung sowie Interviews und Eindrücke vom Abend ausgestrahlt. Weitere Programme übertragen die Gala vollständig. Zusätzlich ist die Veranstaltung als Livestream zu sehen und wird zeitversetzt in mehreren dritten Fernsehprogrammen der ARD gezeigt.

Mit der gemeinsamen Radioshow unterstreicht die Branche zugleich den übergreifenden Charakter des Preises. Hinter dem Deutschen Radiopreis stehen sowohl die Hörfunkprogramme der ARD und Deutschlandradio als auch private Radiosender. Gesellschafter sind die Radiozentrale und NDR Media, die Federführung liegt beim NDR.

Wichtigste gemeinsame Auszeichnung der Radiobranche

Der Deutsche Radiopreis wird seit 2010 vergeben. Er ist nicht mit einem Preisgeld verbunden. Im Mittelpunkt stehen journalistische, kreative und programmliche Leistungen, die beispielhaft für die Möglichkeiten des Mediums stehen sollen.

Die Zusammensetzung des Wettbewerbs zeigt zugleich, wie breit sich Radio inzwischen versteht. Neben klassischen Moderationsleistungen und Morgensendungen werden investigative Produktionen, Podcasts, Musikvermittlung und lokale Programmaktionen bewertet. Unter den Finalisten 2026 finden sich große ARD-Wellen, Deutschlandradio-Angebote und bundesweite wie regionale Privatsender.

Auch der neue Veranstaltungsort steht für eine Veränderung. Die 17. Ausgabe findet erstmals im Musical Theater an der Elbe im Hamburger Hafen statt. In den vergangenen Jahren war die Preisverleihung unter anderem in der Neuen Flora ausgerichtet worden.

Mit mehreren hundert Einreichungen und einer bundesweiten Übertragung bleibt der Preis ein zentraler Treffpunkt der deutschen Audiobranche. Der Abend verbindet dabei klassische Radioarbeit mit neuen digitalen Formaten und macht sichtbar, wie stark sich das Medium zwischen Liveprogramm, Podcast und plattformübergreifender Verbreitung weiterentwickelt hat.

Teilen:

Münster Map
Zum Aktivieren tippen
Route anzeigen

Mehr Beiträge:

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu