Niederländischer Reisebus verunglückt im Unterengadin

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Bei einem schweren Reisebus-Unfall in Graubünden sind mehrere Menschen ums Leben gekommen und weitere verletzt worden. Der mit einer niederländischen Reisegruppe besetzte Bus verunglückte am Donnerstagnachmittag, 10. September 2026, auf der Engadinerstrasse zwischen Zernez und Susch im Unterengadin. Die Kantonspolizei Graubünden bestätigte mehrere Todesfälle und Verletzte. Eine genaue Zahl veröffentlichte sie zunächst nicht.

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Nach den bislang bekannten Angaben ereignete sich der Unfall gegen 16.45 Uhr. Der Reisebus war von Zernez in Richtung Susch unterwegs. Nach Angaben eines Sprechers der Kantonspolizei kollidierte das Fahrzeug mit einer Leitplanke, kam anschließend von der Straße ab und blieb seitlich liegen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AP war nach ersten Erkenntnissen kein weiteres Fahrzeug an dem Unfall beteiligt.

48 niederländische Reisende im Bus

In dem Reisebus befanden sich nach Angaben des niederländischen Reisebranchenverbands ANVR 48 Passagiere. Sie waren demnach niederländische Staatsangehörige und Kunden des Reiseveranstalters Oad. Die Gruppe hatte ihre Reise am Montag in den Niederlanden begonnen und hielt sich in Österreich auf. Am Donnerstag unternahm sie von dort einen Tagesausflug in die Schweiz.

Der Bus gehörte nach Angaben des ANVR zum Reiseveranstalter Oad. Die genaue Zahl der Getöteten und Verletzten war am frühen Freitagmorgen weiterhin nicht offiziell bekannt. Die Kantonspolizei hatte am Donnerstagabend mitgeteilt, dass Angehörige verständigt würden. Weitere Einzelheiten sollten im Laufe des Freitagvormittags veröffentlicht werden.

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Offiziell bestätigt war zunächst nur, dass mehrere Menschen starben und mehrere weitere verletzt wurden.

Fünf Helikopter und zahlreiche Rettungskräfte im Einsatz

Das Unglück löste einen umfangreichen Rettungseinsatz im Unterengadin aus. Neben mehreren Rettungswagen waren auch Feuerwehr, Polizei und Rettungshelikopter an der Unfallstelle. Nach übereinstimmenden Angaben wurden fünf Helikopter eingesetzt. Auf Aufnahmen vom Unfallort waren zahlreiche Einsatzfahrzeuge sowie der auf der Seite liegende Reisebus unterhalb der Fahrbahn zu sehen.

Der Einsatz konzentrierte sich zunächst auf die medizinische Versorgung und den Transport der Verletzten sowie die Bergung aus dem Fahrzeug. Gegen 20.30 Uhr waren nach Angaben des rätoromanischen Senders RTR die Rettungswagen und die Rega nicht mehr am Unfallort. Feuerwehr und Polizei blieben dagegen noch länger im Einsatz. Auch die Bergung des Reisebusses und Arbeiten an der beschädigten Straßeninfrastruktur dauerten an.

Die Unfallstelle lag auf der Engadinerstrasse nahe Susch. Die Straße ist Teil der wichtigen Verkehrsachse durch das Engadin. Die kantonale Hauptstraße H27 verbindet das Oberengadin mit dem Unterengadin und führt weiter in Richtung österreichische Grenze. Zwischen Zernez und Susch verlaufen dort mehrere Hauptstraßen auf einem gemeinsamen Abschnitt.

Engadinerstrasse nach dem Unfall gesperrt

Nach dem Unfall wurde die Engadinerstrasse zwischen Zernez und Susch für den Verkehr gesperrt. Die Polizei erklärte am Donnerstagabend, dass die Verbindung über Julierpass, Ofenpass und Münstertal in Richtung Südtirol von der Sperrung nicht betroffen sei. Wann der unmittelbar betroffene Straßenabschnitt vollständig wieder freigegeben werden könne, war zunächst offen.

RTR berichtete am Abend über eine lokale Umleitung auf der anderen Seite des Inns. Die Einschränkungen dienten sowohl den Rettungs- und Bergungsarbeiten als auch der Unfallaufnahme und der Reparatur beschädigter Straßeneinrichtungen.

Unfallursache weiterhin ungeklärt

Warum der Reisebus mit der Leitplanke kollidierte und anschließend von der Fahrbahn abkam, war am Freitagmorgen noch nicht geklärt. Zu technischen Problemen, dem Zustand des Fahrers, den Straßenverhältnissen oder anderen möglichen Ursachen gab es zunächst keine gesicherten Angaben.

Auch Hinweise darauf, dass Bauarbeiten auf dem Straßenabschnitt eine Rolle gespielt haben könnten, sind bislang nicht behördlich bestätigt. Einzelne Augenzeugenberichte verwiesen zwar auf Arbeiten an der Strecke. Ein Zusammenhang mit dem Unfall war jedoch nicht belegt. Die Ursache ist Gegenstand der weiteren Untersuchungen.

Fest steht nach den bisher vorliegenden Angaben lediglich, dass der Bus gegen 16.45 Uhr auf der Fahrt von Zernez nach Susch zunächst eine Leitplanke berührte beziehungsweise mit ihr kollidierte, anschließend die Straße verließ und auf der Seite zum Stillstand kam. Nach ersten Angaben war kein anderes Fahrzeug unmittelbar in den Unfall verwickelt.

Polizei kündigt weitere Angaben für Freitag an

Die Kantonspolizei Graubünden hatte unmittelbar nach dem Unglück zunächst bewusst auf detaillierte Angaben zu den Getöteten und Verletzten verzichtet. Am Donnerstagabend liefen noch die Verständigungen der Angehörigen. Für Freitagvormittag wurden ausführlichere Informationen zum Ausmaß des Unfalls angekündigt.

Damit blieben am frühen Freitagmorgen insbesondere die genaue Zahl der Todesfälle, die Zahl und Schwere der Verletzungen sowie weitere Einzelheiten zur Identität der Betroffenen offen. Bestätigt ist dagegen, dass es sich um eine niederländische Reisegruppe mit 48 Passagieren handelte und der Unfall einen Großeinsatz der Rettungsorganisationen auslöste.

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