Großbrand in Herdecke sorgt für nächtlichen Großeinsatz

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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Ein Großbrand in Herdecke hat in der Nacht zum Montag einen umfangreichen Feuerwehreinsatz ausgelöst. In einem abfallverwertenden Betrieb im Gewerbegebiet Loerfeld war ein Feuer ausgebrochen. Wegen der starken Rauchentwicklung warnte die Leitstelle die Bevölkerung und rief dazu auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Löscharbeiten dauerten am frühen Montagmorgen weiter an.

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Feuerwehr seit kurz nach Mitternacht im Einsatz

Die Feuerwehr Herdecke wurde nach eigenen Angaben um 00.28 Uhr zunächst wegen einer Geruchsbelästigung in das Gewerbegebiet Loerfeld gerufen. Bei der Erkundung stellte sich heraus, dass es in einem abfallverwertenden Betrieb brannte. Daraufhin wurde Stadtalarm für die Feuerwehr Herdecke ausgelöst. Die Alarmstufe bedeutete, dass umfangreiche Kräfte der örtlichen Feuerwehr für den Einsatz zusammengezogen wurden.

Die Brandbekämpfung erfolgte sowohl innerhalb als auch außerhalb einer Halle. Die Feuerwehr setzte mehrere Strahlrohre und Wasserwerfer ein. Zusätzlich wurde über eine Drehleiter Löschwasser abgegeben. Die eingesetzten Trupps arbeiteten wegen der Rauchentwicklung unter schwerem Atemschutz. Nach Angaben der Feuerwehr war die Wasserversorgung für den umfangreichen Löscheinsatz sichergestellt.

Wie groß die unmittelbar vom Feuer betroffene Fläche war und welche Materialien genau brannten, war am frühen Montagmorgen noch nicht abschließend bekannt. Auch eine belastbare Gesamtzahl der eingesetzten Feuerwehrleute wurde zunächst nicht veröffentlicht.

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Warnung vor Rauch und Geruchsbelästigung

Die Leitstelle des Ennepe Ruhr Kreises gab gegen 02.00 Uhr über das Modulare Warnsystem eine Warnmeldung heraus. Darin hieß es, dass es aufgrund eines Großbrandes im Herdecker Stadtgebiet zu Rauchentwicklung und Geruchsbelästigung komme. Die Warnung wurde zunächst mit einer niedrigen Gefahrenstufe verbreitet.

Betroffenen wurde empfohlen, den Bereich des Brandes zu meiden. Fenster und Türen sollten geschlossen und Lüftungsanlagen sowie Klimaanlagen abgeschaltet werden. Die Warnmeldung wurde über die an das Modulare Warnsystem angeschlossenen Warnkanäle verbreitet. Für eine gesonderte Bestätigung, dass neben NINA auch KATWARN unmittelbar ausgelöst wurde, lagen am frühen Montagmorgen zunächst keine unabhängig überprüfbaren behördlichen Angaben vor.

Die Feuerwehr Herdecke weist bei größeren Schadenslagen grundsätzlich darauf hin, dass eine starke Rauchentwicklung eine Belastung für die Umgebung darstellen kann. Zu den üblichen Schutzmaßnahmen gehören deshalb das Aufsuchen geschlossener Räume sowie das Schließen von Fenstern und Türen.

Schadstoffbelastung zunächst nicht beziffert

Ob bei dem Brand gesundheitsgefährdende Stoffe in erhöhter Konzentration freigesetzt wurden, war zunächst nicht bestätigt. Die amtliche Warnmeldung verwies auf Rauch und Geruchsbelästigung. Konkrete Messergebnisse oder Angaben zu einzelnen Schadstoffen wurden bis zum frühen Montagmorgen nicht veröffentlicht.

Aus der Warnung allein lässt sich deshalb keine konkrete Schadstoffbelastung ableiten. Brandrauch enthält grundsätzlich eine Vielzahl von Verbrennungsprodukten. Welche Stoffe entstehen und in welcher Konzentration sie auftreten, hängt jedoch wesentlich davon ab, welches Material brennt und unter welchen Bedingungen die Verbrennung stattfindet.

Der betroffene Betrieb wurde von der Feuerwehr zunächst lediglich als abfallverwertendes Unternehmen bezeichnet. In dem Gewerbegebiet befinden sich Betriebe aus dem Entsorgungsbereich. Eine amtliche Zuordnung des Brandes zu einem bestimmten Unternehmen lag zunächst nicht vor. Die Stadt Herdecke weist für das Gebiet unter anderem eine Abfallannahmestelle in der Nierfeldstraße aus.

Straßen rund um den Brandort gesperrt

Der Großeinsatz hatte auch Auswirkungen auf den Verkehr. Die Nierfeldstraße wurde nach Angaben der Feuerwehr zwischen der Dortmunder Landstraße und der Straße In der Erdbrügge vollständig für Fahrzeuge sowie Fußgänger gesperrt. Auch die Loerfeldstraße war teilweise nicht passierbar.

Während die Kräfte aus Herdecke am Brandort gebunden waren, übernahm die Feuerwehr Sprockhövel den sogenannten Grundschutz für das Stadtgebiet. Damit sollte sichergestellt werden, dass bei weiteren Bränden oder Hilfeleistungseinsätzen weiterhin ausreichend Kräfte zur Verfügung stehen.

Wie lange die Sperrungen bestehen bleiben würden, hing zunächst vom weiteren Verlauf der Löscharbeiten ab.

Keine bestätigten Angaben zu Verletzten und Brandursache

Zu möglichen Verletzten lagen am frühen Montagmorgen zunächst keine bestätigten Angaben vor. Die erste offizielle Einsatzmeldung der Feuerwehr machte weder Angaben zu verletzten Beschäftigten noch zu verletzten Einsatzkräften. Daraus lässt sich allerdings nicht ableiten, dass definitiv niemand verletzt wurde. Offiziell bestätigt war zunächst lediglich, dass die Feuerwehr mit umfangreichen Löschmaßnahmen beschäftigt war.

Auch die Ursache des Feuers blieb zunächst offen. Angaben dazu, wie der Brand in dem Betrieb entstanden sein könnte, lagen von Feuerwehr oder Polizei zunächst nicht vor. Ermittlungen zur Ursache können bei derartigen Bränden in der Regel erst beginnen, wenn der betroffene Bereich sicher betreten werden kann und die Löscharbeiten ausreichend weit fortgeschritten sind.

Der Einsatz dürfte die Feuerwehr noch über längere Zeit beschäftigen. Besonders bei Bränden von Abfällen können tief liegende Glutnester die Löscharbeiten erschweren. Ob dies auch in Herdecke der Fall ist, war zunächst nicht bestätigt.

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