Zwei Pferde auf Gleisen: ICE-Unfall legt Bahnstrecke lahm

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Zwei ausgebrochene Pferde haben am Sonntag für eine mehrstündige Sperrung einer wichtigen Bahnstrecke in Niedersachsen gesorgt. Ein ICE erfasste die Tiere am späten Vormittag bei Wichmannsburg in der Gemeinde Bienenbüttel im Landkreis Uelzen. Beide Pferde kamen bei der Kollision ums Leben. Menschen wurden nach Angaben der Bundespolizei nicht verletzt. Der Zug wurde jedoch so stark beschädigt, dass er seine Fahrt nicht fortsetzen konnte.

Der Unfall ereignete sich gegen 11.20 Uhr auf der Bahnstrecke zwischen Lüneburg und Uelzen. Der betroffene ICE war von Hamburg aus in südlicher Richtung nach Hannover unterwegs. Die Tiere liefen nach Angaben der Bundespolizei auf die Gleise und wurden dort von dem Fernzug erfasst. Wie die beiden Pferde auf das Bahngelände gelangten, war zunächst nicht geklärt.

Strecke zwischen Lüneburg und Bad Bevensen gesperrt

Nach dem Zusammenstoß wurde die Strecke zwischen Lüneburg und Bad Bevensen in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Die Sperrung begann etwa gegen 11.15 Uhr und dauerte mehrere Stunden. Noch am frühen Nachmittag war der Abschnitt nicht für den Zugverkehr freigegeben. Ein genauer Zeitpunkt für die vollständige Wiederaufnahme des Verkehrs wurde zunächst nicht veröffentlicht.

Die Sperrung betraf einen Abschnitt der stark ausgelasteten Verbindung zwischen Hamburg, Lüneburg, Uelzen und Hannover. Neben Regionalzügen nutzen auch zahlreiche Fernverkehrszüge die Strecke. Durch die Unterbrechung kam es deshalb nicht nur unmittelbar rund um Bienenbüttel zu Beeinträchtigungen.

Im Regionalverkehr waren vor allem die Metronom-Linien RE3 und RB31 betroffen. Züge konnten auf dem gesperrten Abschnitt nicht verkehren. Zeitweise fuhren Verbindungen aus Richtung Hamburg nur bis Lüneburg. Südlich der Sperrstelle liefen Züge wieder ab Bad Bevensen in Richtung Uelzen beziehungsweise Hannover.

Busse ersetzen Regionalzüge auf dem gesperrten Abschnitt

Für die Fahrgäste richtete Metronom einen Ersatzverkehr mit Bussen ein. Die Busse pendelten zwischen Lüneburg und Bad Bevensen und hielten auch in Bienenbüttel. Im weiteren Verlauf wurde der Busverkehr bis Uelzen verlängert, um dort bessere Anschlüsse an weiterführende Bahnverbindungen zu ermöglichen.

Einen festen Fahrplan konnten die Ersatzbusse nicht einhalten. Reisende mussten deshalb mit längeren Wartezeiten rechnen. Auch die Fahrradmitnahme war in den eingesetzten Bussen nicht möglich. Neben vollständigen Zugausfällen kam es auf der Strecke zu erheblichen Verspätungen und zu Teilausfällen.

Feuerwehr beseitigt tote Pferde von den Gleisen

Nach der Kollision rückten Polizei und weitere Einsatzkräfte zur Unfallstelle bei Wichmannsburg aus. Die Feuerwehr Bienenbüttel übernahm unter anderem die Bergung der beiden getöteten Tiere und unterstützte bei den anschließenden Aufräumarbeiten im Gleisbereich.

Verletzte Fahrgäste oder Bahnmitarbeiter wurden nicht gemeldet. Auch die Bundespolizei bestätigte später, dass bei dem Unfall kein Mensch verletzt wurde. Der ICE selbst war nach dem Zusammenstoß allerdings nicht mehr fahrbereit. Zur genauen Höhe der Schäden am Zug lagen zunächst keine gesicherten Angaben vor.

Unklar blieb zunächst auch, wo die beiden Pferde zuvor untergebracht waren und auf welchem Weg sie auf die Bahnstrecke gelangten. Behördliche Angaben zu möglichen Verantwortlichkeiten oder zu den näheren Umständen des Ausbruchs lagen zunächst nicht vor.

Fernverkehr zwischen Hamburg und Hannover ebenfalls betroffen

Die Folgen beschränkten sich nicht auf den Nahverkehr. Der Unfall ereignete sich auf der direkten Bahnverbindung zwischen Hamburg und Hannover, einer zentralen Nord-Süd-Achse des deutschen Schienennetzes. Züge der Deutschen Bahn konnten die gesperrte Strecke nicht regulär passieren. Für Fernzüge wurden Umleitungen notwendig.

Der unmittelbar beteiligte ICE war selbst auf dem Weg von Hamburg nach Hannover. Nach der Kollision endete seine Fahrt an der Unfallstelle. Für die Reisenden auf weiteren Fernverkehrsverbindungen führte die Streckensperrung zu zusätzlichen Fahrzeitverlängerungen und Abweichungen vom regulären Fahrplan. Eine belastbare Gesamtzahl ausgefallener oder umgeleiteter Fernzüge wurde zunächst nicht veröffentlicht.

Die Bahnstrecke Hamburg-Hannover gehört zu den wichtigen Verbindungen für den Personen- und Güterverkehr. Über Lüneburg und Uelzen verkehren sowohl ICE- und IC-Züge als auch Regionalverbindungen. Eine vollständige Sperrung eines Teilabschnitts wirkt sich deshalb rasch auf mehrere Verkehrsangebote aus.

Zwei Pferde sterben bei der Kollision

Am Sonntagabend stand fest, dass beide Pferde den Zusammenstoß nicht überlebt hatten. Frühere Meldungen hatten zunächst lediglich bestätigt, dass zwei Tiere auf den Gleisen standen und mit dem ICE kollidierten. Die Bundespolizei bestätigte später ihren Tod.

Für die Einsatzkräfte bestand die Aufgabe anschließend darin, die Tiere zu bergen, die Unfallstelle zu räumen und die Voraussetzungen für eine Wiederfreigabe der Strecke zu schaffen. Wegen des beschädigten ICE und der notwendigen Arbeiten blieb der Abschnitt über mehrere Stunden blockiert.

Wann der Bahnverkehr vollständig wieder nach regulärem Fahrplan lief, war zunächst nicht exakt angegeben. Sicher war jedoch, dass die Kollision am Sonntag zu erheblichen Einschränkungen zwischen Lüneburg, Bienenbüttel, Bad Bevensen und Uelzen sowie zu Folgen für den Fernverkehr zwischen Hamburg und Hannover führte.

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