
Nach einer schweren Explosion in Athen suchen Rettungskräfte weiter nach fünf vermissten Menschen. In der Nacht zum Samstag wurde eine Frau tot aus den Trümmern eines eingestürzten Wohngebäudes geborgen. Die Explosion hatte sich bereits am Freitagmorgen, 25. September 2026, im historischen Stadtviertel Plaka im Zentrum der griechischen Hauptstadt ereignet. Das zweistöckige Gebäude wurde durch die Detonation weitgehend zerstört. Drei weitere Menschen wurden verletzt.
Der Einsatz konzentrierte sich am Samstag auf die Trümmer des Gebäudes an der Lysikratous-Straße. Spezialkräfte der Feuerwehr suchten dort nach Menschen, die sich zum Zeitpunkt der Explosion möglicherweise im Haus befunden hatten. Unterstützt wurden sie unter anderem von Suchhunden und technischen Geräten. Wegen instabiler Gebäudeteile mussten die Einsatzkräfte bei der Bergung besonders vorsichtig vorgehen.
Die Leiche der Frau wurde in den frühen Morgenstunden des Samstags entdeckt und aus den Trümmern geborgen. Zuvor hatten die Behörden nach insgesamt sechs Menschen gesucht, zu denen nach der Explosion zunächst kein Kontakt bestand. Nach dem Fund der Frau galten noch fünf Personen als vermisst.
Zu den Vermissten gehören nach Angaben aus Griechenland ein älteres Paar, das in dem Gebäude lebte, sowie drei weitere Menschen, die eine Unterkunft in dem Haus genutzt haben sollen. Zu deren Nationalität gab es zunächst unterschiedliche Angaben. Eine abschließende behördliche Bestätigung lag dafür zunächst nicht vor. Auch war zunächst nicht in allen Fällen gesichert, ob sich die Vermissten zum Zeitpunkt der Explosion tatsächlich im Gebäude aufhielten.
Die Sucharbeiten liefen am Samstag weiter. Teile des Gebäudes waren vollständig eingestürzt. Einsatzkräfte mussten Schutt und größere Bauteile schrittweise entfernen, bevor einzelne Bereiche durchsucht werden konnten. Auch schweres Gerät wurde eingesetzt, um den Zugang zu den Trümmern zu erleichtern.
Bei der Explosion wurden außerdem drei Menschen verletzt. Zwei Frauen wurden aus einem benachbarten Gebäude in Sicherheit gebracht und zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht. Eine weitere Person erlitt Verletzungen durch herumfliegende Trümmerteile. Gesicherte Angaben zu schweren oder lebensbedrohlichen Verletzungen lagen zunächst nicht vor.
Die Wucht der Detonation beschädigte nicht nur das Gebäude selbst. Auch Häuser, Geschäfte und Fahrzeuge in der Umgebung wurden in Mitleidenschaft gezogen. Nach Angaben der Stadt Athen waren Schäden noch in mehreren angrenzenden Häuserblocks festzustellen. Dazu gehörten unter anderem zerbrochene Fenster und beschädigte Gebäudeteile.
Mehrere unmittelbar angrenzende Gebäude konnten nach ersten Untersuchungen zunächst nicht wieder bewohnt werden. Fachleute der Stadt kontrollierten ihre Stabilität. Weitere Untersuchungen sollen folgen, sobald der Rettungseinsatz an der Einsturzstelle abgeschlossen ist.
Die Explosion ereignete sich am Freitag kurz nach 7.30 Uhr in Plaka. Das Viertel liegt im historischen Zentrum Athens in unmittelbarer Nähe mehrerer bedeutender Sehenswürdigkeiten. Die Akropolis und der Tempel des Olympischen Zeus befinden sich nur wenige hundert Meter entfernt. Plaka gehört zugleich zu den am stärksten von Besuchern frequentierten Vierteln der griechischen Hauptstadt. Neben Wohnhäusern gibt es dort zahlreiche Hotels, Restaurants, Geschäfte und kurzfristig vermietete Ferienunterkünfte.
Wegen der Schäden und der Gefahr weiterer Einstürze wurde der Bereich rund um das zerstörte Gebäude abgesperrt. Polizei, Feuerwehr und städtische Einsatzkräfte waren vor Ort. Die Arbeiten wurden zusätzlich dadurch erschwert, dass große Teile des Hauses nicht mehr stabil waren und auch die Sicherheit benachbarter Gebäude überprüft werden musste.
Was die Explosion ausgelöst hat, war am Samstagvormittag weiterhin Gegenstand der Untersuchungen. Athens Bürgermeister Haris Doukas hatte bereits am Freitag einen Zusammenhang mit einer Gasinstallation als mögliche Erklärung genannt. Eine abschließende Feststellung zur Ursache gab es jedoch zunächst nicht.
Am Samstag wurden zudem Informationen bekannt, wonach sich in Teilen des Gebäudes möglicherweise eigenständige Gasinstallationen beziehungsweise Heizsysteme befunden haben könnten. Ein Vertreter der Stadt Athen betonte jedoch, dass diese Angaben zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig bestätigt seien. Die zuständigen Stellen untersuchten deshalb sowohl das zerstörte Gebäude als auch die vorhandene technische Infrastruktur.
Auch Hinweise auf Gasgeruch vor der Explosion wurden bekannt. Ob tatsächlich Gas austrat und ob ein solcher Austritt die Detonation verursachte, war zunächst nicht geklärt. Eine unabhängige Bestätigung für eine konkrete Explosionsursache lag zunächst nicht vor.
Der Schwerpunkt des Einsatzes lag deshalb weiterhin auf der Suche nach den fünf Vermissten. Die Feuerwehr arbeitete sich Abschnitt für Abschnitt durch das zerstörte Gebäude. Neben Suchhunden kamen technische Hilfsmittel zum Einsatz, mit denen Hohlräume und schwer zugängliche Bereiche kontrolliert werden können.
Die Behörden hielten den unmittelbaren Bereich währenddessen abgesperrt. Erst nach Abschluss der Rettungsarbeiten und der Sicherung des Gebäudes können die Untersuchungen zur Ursache der Explosion umfassend fortgesetzt werden. Zugleich müssen die Schäden an den umliegenden Häusern genauer erfasst werden.
Damit waren am Samstag zwei zentrale Fragen noch offen: wo sich die fünf Vermissten befinden und wodurch die Explosion ausgelöst wurde. Offiziell bestätigt war zunächst, dass eine Frau aus den Trümmern tot geborgen wurde, fünf Menschen weiterhin vermisst wurden und drei weitere Menschen bei der Explosion verletzt worden waren.






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