
Bei einem Reisebus-Unfall auf der A96 bei Buchloe sind am Sonntagmorgen zwei Menschen ums Leben gekommen. Acht weitere Insassen wurden nach Angaben der Polizei schwer verletzt, darunter befindet sich eine Person in kritischem Zustand. Zudem gab es zahlreiche Leichtverletzte. Der Bus kam zwischen Buchloe-Ost und Landsberg am Lech-West in Fahrtrichtung München von der Autobahn ab und kippte um.
Der Unfall ereignete sich am Sonntag, 27. September 2026, gegen 6 Uhr auf der A96. Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei fuhr der Reisebus in Richtung München, als er nach rechts von der Fahrbahn abkam. Ein anderes Fahrzeug war demnach nicht beteiligt. Der Bus kippte an der Böschung auf die rechte Seite und blieb neben einer Mulde liegen. Warum das Fahrzeug die Fahrbahn verließ, war am Vormittag noch ungeklärt.
Die Allgäuer Zeitung verortet die Unfallstelle auf Höhe Stoffersberg zwischen den Anschlussstellen Buchloe-Ost und Landsberg am Lech-West. Auch das Polizeipräsidium Oberbayern Nord bestätigte dem Regionalmedium, dass der Bus nach ersten Erkenntnissen alleinbeteiligt nach rechts abgekommen war.
Die Staatsanwaltschaft hat nach Angaben von BR24 einen Gutachter mit der Untersuchung des Unfallhergangs beauftragt. Daraus lassen sich derzeit noch keine Rückschlüsse auf die Ursache ziehen. Angaben zu einem technischen Defekt, einem möglichen Fahrfehler oder anderen Ursachen lagen zunächst nicht vor.
Im Verlauf des Vormittags konkretisierte die Polizei die Zahl der Verletzten. Zwei Insassen des Reisebusses kamen ums Leben. Acht weitere Menschen wurden schwer verletzt. Eine dieser Personen befand sich nach Angaben einer Polizeisprecherin in kritischem Zustand. Hinzu kamen zahlreiche Leichtverletzte. Zunächst war von etwa 25 leicht verletzten Menschen die Rede gewesen.
Die Allgäuer Zeitung berichtete unter Berufung auf das Polizeipräsidium Oberbayern Nord ebenfalls von mindestens 25 Verletzten und acht Schwerverletzten. Die Zahlen können sich bei größeren Rettungseinsätzen im Verlauf noch verändern, etwa wenn Verletzungen später neu eingestuft werden.
Bei den beiden Gestorbenen handelte es sich nach Angaben der Polizei um Passagiere. Der Fahrer gehörte nicht zu den Todesopfern. Weitere Angaben zu den Verstorbenen veröffentlichte die Polizei zunächst nicht.
Nach Angaben der Polizei befanden sich rund 50 philippinische Staatsangehörige in dem Reisebus. Das Fahrzeug gehörte laut BR24 und dpa zu einem italienischen Reiseunternehmen.
Zu der Reiseroute gibt es inzwischen konkretere Angaben. Polizei und dpa zufolge war der Bus nach ersten Erkenntnissen von Zürich nach Mailand unterwegs. Auffällig ist, dass sich der Unfall auf der A96 in Fahrtrichtung München ereignete und damit deutlich abseits einer direkten Verbindung zwischen Zürich und Mailand. Weshalb der Bus diese Route nahm, war zunächst nicht geklärt.
BILD hatte berichtet, die Reisegruppe habe zum Oktoberfest nach München fahren wollen. Eine amtliche Bestätigung dafür lag am späten Sonntagvormittag nicht vor. BR24 und dpa hielten ausdrücklich offen, ob ein Zwischenstopp beim Münchner Oktoberfest geplant gewesen sein könnte.
Nach dem Unfall rückten zahlreiche Kräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst aus. Auch Rettungshubschrauber wurden eingesetzt. BR24 bestätigte mindestens einen angeforderten Rettungshubschrauber. Die Allgäuer Zeitung berichtete von mehreren Hubschraubern im Bereich der Unfallstelle. Leicht verletzte und unverletzte Reisende wurden nach Angaben des Regionalmediums unter anderem im Feuerwehrhaus Landsberg betreut.
Neben Kräften aus dem Raum Landsberg waren auch Einsatzkräfte aus Buchloe beteiligt. Die Allgäuer Zeitung nennt unter anderem die Feuerwehr Buchloe und den Rettungsdienst des Bayerischen Roten Kreuzes aus dem Ostallgäu. Auch psychosoziale Unterstützung für Einsatzkräfte war vor Ort.
Für Rettungsarbeiten, Unfallaufnahme und Bergung wurde die A96 zwischen Buchloe-Ost und Landsberg am Lech-West in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. ZDFheute meldete die Vollsperrung noch um 11.11 Uhr. Auch BR24 berichtete am Vormittag weiterhin von einer kompletten Sperrung.
Eine zunächst verbreitete Verkehrsprognose hatte mit Einschränkungen bis mindestens 11 Uhr gerechnet. Dieser Zeitpunkt war allerdings keine bestätigte Freigabezeit. Wie lange die Bergung und die polizeiliche Unfallaufnahme tatsächlich dauern würden, war zunächst offen.
Die A96 ist eine wichtige Verkehrsverbindung zwischen München und dem westlichen Bayern sowie weiter in Richtung Memmingen, Bodensee und Schweiz. Durch die Sperrung mussten Reisende im westlichen Oberbayern und im östlichen Allgäu am Sonntagvormittag mit erheblichen Behinderungen rechnen.
Gesichert war am Sonntagvormittag lediglich, dass der Reisebus nach dem bisherigen Ermittlungsstand ohne Beteiligung eines anderen Fahrzeugs von der Fahrbahn abkam. Weshalb das geschah, war nicht bekannt. Die Ermittlungen und die technische sowie unfallanalytische Untersuchung dauerten an.
Damit blieb auch offen, ob menschliche, technische oder äußere Faktoren eine Rolle spielten. Eine entsprechende Festlegung wäre zum derzeitigen Stand nicht möglich. Die Polizei hatte zunächst keine Ursache genannt.






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