
Der Oktober beginnt mit einem deutlichen Wetterwechsel. Regen in Frankfurt und Stuttgart wird am Donnerstag, 1. Oktober 2026, zum bestimmenden Thema, örtlich sind auch Gewitter und Starkregen möglich. Die Niederschläge erreichen Frankfurt voraussichtlich bereits in den Morgenstunden und verstärken sich im Tagesverlauf. In Stuttgart bleibt es zunächst länger trocken, bevor sich Regen und einzelne Gewitter später ausbreiten. Auch Wiesbaden, Mainz, Saarbrücken, Karlsruhe, Mannheim und Freiburg liegen im Bereich der von Westen heranziehenden Wetterfront.
Verantwortlich für den Wetterwechsel ist eine Kaltfront, die in der Nacht zum Donnerstag ostwärts vorankommt. Sie verdrängt die ungewöhnlich warme Luft, die den letzten Septembertagen noch Temperaturen deutlich über dem für diese Jahreszeit üblichen Niveau gebracht hat.
In Frankfurt verdichtet sich die Bewölkung bereits in der Nacht. Gegen Morgen setzt Regen ein. Im weiteren Tagesverlauf bleibt es häufig wolkig bis bedeckt, am Nachmittag und Abend wird weiterer Regen erwartet. Vereinzelt können sich Gewitter entwickeln.
Auch Wiesbaden wird von den Niederschlägen erfasst. Weiter westlich setzt der Wetterwechsel zuvor unter anderem in Saarbrücken und Mainz ein. Für Rheinland-Pfalz werden verbreiteter Regen, örtlicher Starkregen und einzelne Gewitter erwartet.
In Baden-Württemberg kommt die Front später an. Von Freiburg, Karlsruhe und Mannheim breitet sich der Regen im Tagesverlauf weiter in Richtung Stuttgart aus. Während es im Raum Stuttgart am Vormittag noch längere trockene Phasen geben kann, steigt später die Wahrscheinlichkeit für Schauer und Gewitter deutlich an.
Bis Mittwoch, 30. September, 17.30 Uhr, lag für Frankfurt keine amtliche Warnung des Deutschen Wetterdienstes vor. Auch für Wiesbaden und die übrigen hessischen Kreise waren zu diesem Zeitpunkt weder eine Wetterwarnung noch eine markante Wetterwarnung, Unwetterwarnung oder extreme Unwetterwarnung veröffentlicht.
Das bedeutet jedoch nicht, dass warnwürdige Entwicklungen am Donnerstag ausgeschlossen sind. Der DWD erwartet in Hessen örtliche Gewitter mit Starkregen. Dabei sind regional zwischen 15 und 25 Liter Regen pro Quadratmeter in kurzer Zeit möglich. Abseits von Gewittern können sich Niederschläge über mehrere Stunden summieren. Regional hält der Wetterdienst Mengen zwischen 20 und 40 Litern pro Quadratmeter in wenigen Stunden für möglich.
Auch für Stuttgart lag am Mittwochabend zunächst keine konkrete amtliche Landkreiswarnung für den Donnerstag vor. Die Warnlage für Baden-Württemberg weist jedoch auf einzelne kräftige Gewitter hin. Dabei können Starkregen und stürmische Böen auftreten. Der DWD nennt für Gewitter eine Größenordnung von rund 20 Litern Regen pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde sowie Böen um 70 Kilometer pro Stunde. Vereinzelt ist auch heftiger Starkregen mit größeren Mengen in kurzer Zeit nicht ausgeschlossen.
Ob solche stärkeren Entwicklungen tatsächlich Frankfurt oder Stuttgart direkt treffen, lässt sich am Vorabend noch nicht genau festlegen. Gewitter und besonders intensive Niederschläge können räumlich eng begrenzt auftreten.
Mit der Kaltfront gehen die Temperaturen deutlich zurück. Für Frankfurt werden am Donnerstag etwa 23 Grad erwartet. In der Nacht zuvor liegen die Werte bei rund 14 Grad. Nach einem wolkigen Vormittag bestimmen am Nachmittag und Abend Regenwolken das Wetter.
In Stuttgart kann es zunächst noch etwas wärmer werden. Für die Regionen am Rhein und Neckar liegen die Höchstwerte nach der DWD-Prognose ungefähr zwischen 22 und 25 Grad. Im Großraum Stuttgart sind damit noch Werte im Bereich um 24 Grad möglich. Mit dem Durchzug der Regenfront wird es anschließend kühler.
Der Kontrast zum Mittwoch ist deutlich. Am letzten Septembertag lagen die Höchstwerte in beiden Regionen noch im sommerlichen Bereich. Binnen eines Tages folgen damit auf Sonne und ungewöhnliche Wärme deutlich mehr Wolken, Regen und örtliche Gewitter.
Für Frankfurt beginnt die nasse Phase voraussichtlich schon am Morgen. Damit fällt der einsetzende Regen zeitlich teilweise mit dem Berufsverkehr zusammen. Am Nachmittag und Abend muss ebenfalls mit nassen Phasen gerechnet werden. In Stuttgart verschiebt sich der Schwerpunkt voraussichtlich stärker in die zweite Tageshälfte.
Konkrete wetterbedingte Einschränkungen im Bahnverkehr oder am Flughafen Frankfurt waren am Mittwochabend noch nicht angekündigt. Auch für den öffentlichen Nahverkehr in Stuttgart gab es zunächst keine wetterbedingte Sonderregelung.
In Stuttgart fällt der Wetterwechsel zugleich in einen Tag mit zusätzlichem Veranstaltungsverkehr. Für das Landwirtschaftliche Hauptfest am NeckarPark ist am Donnerstag ein verstärkter Stadtbahnverkehr vorgesehen. Die Linie U11 soll tagsüber in kürzeren Abständen zwischen Hauptbahnhof und NeckarPark fahren. Ob das Wetter Auswirkungen auf Veranstaltungen im Freien haben wird, war am Mittwochabend noch offen.
Für die Landwirtschaft bringt die Front nach einem außergewöhnlich trockenen September dringend benötigten Niederschlag. Gerade in Baden-Württemberg fiel im September nach vorläufiger Bilanz im Flächenmittel nur etwa ein Drittel der sonst üblichen Niederschlagsmenge.
Der Wetterumschwung beendet eine ungewöhnlich warme Schlussphase des Septembers. In Baden-Württemberg lag die Durchschnittstemperatur des Monats nach vorläufigen Daten deutlich über dem langjährigen Mittel. Gleichzeitig gehörte der September dort zu den trockensten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.
Am Freitag zieht der stärkere Regen zunehmend ab. In Frankfurt werden rund 22 Grad erwartet, dazu viele Wolken. In Baden-Württemberg sind zunächst noch einzelne Schauer möglich, anschließend setzt sich häufiger trockenes Wetter durch. Die Höchstwerte liegen meist zwischen 17 und 23 Grad.
Am Wochenende beruhigt sich die Wetterlage voraussichtlich weiter. Für Samstag werden wieder häufiger Auflockerungen erwartet. Örtlich können Nebelfelder auftreten. Die Temperaturen bleiben gegenüber den außergewöhnlich warmen letzten Septembertagen niedriger, für Anfang Oktober aber weiterhin vergleichsweise mild.






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