BSW startet unter neuem Namen und streicht Wagenknecht

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Symbolbild mit KI erstellt

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Das BSW heißt jetzt anders. Seit diesem Donnerstag, 1. Oktober 2026, steht die Abkürzung nicht mehr für „Bündnis Sahra Wagenknecht“, sondern für „Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft“. Der Name der Parteigründerin verschwindet damit offiziell aus der Bezeichnung der Partei. Das bekannte Kürzel BSW bleibt dagegen erhalten.

Die Umbenennung kommt nicht überraschend. Beschlossen hatte sie der Bundesparteitag bereits am 6. Dezember 2025 in Magdeburg. Die Delegierten stimmten damals mit der erforderlichen Mehrheit für die neue Langfassung des Kürzels. Wirksam werden sollte die Änderung allerdings ausdrücklich erst zum 1. Oktober 2026. Bis dahin trat die Partei weiter mit dem Namen ihrer Gründerin auf.

Kürzel BSW bleibt trotz neuer Bedeutung erhalten

Mit der neuen Bezeichnung versucht die Partei, ihr eingeführtes Kürzel beizubehalten und ihm zugleich eine dauerhafte inhaltliche Bedeutung zu geben. Aus den Anfangsbuchstaben von Sahra Wagenknechts Vor- und Nachnamen werden nun die Begriffe „Soziale Gerechtigkeit“ und „Wirtschaftliche Vernunft“.

Generalsekretär Oliver Ruhnert erklärte zum Namenswechsel, dass die Verwendung von Wagenknechts Namen von Beginn an nur für eine Übergangszeit vorgesehen gewesen sei. Die Partei habe die Bekanntheit ihrer Gründerin in der Aufbauphase genutzt. Inzwischen sei die Abkürzung BSW nach Auffassung der Parteiführung als eigenständige politische Marke etabliert.

Schon bei der Parteigründung war die vollständige Bezeichnung länger als das meist verwendete „Bündnis Sahra Wagenknecht“. In der Bundessatzung lautete der Name „Bündnis Sahra Wagenknecht – Vernunft und Gerechtigkeit“, die Kurzbezeichnung war BSW. Die Partei wurde Anfang 2024 gegründet.

Namenswechsel wurde wegen Landtagswahlen verschoben

Dass zwischen dem Parteitagsbeschluss und der tatsächlichen Umbenennung fast zehn Monate lagen, war Teil der Entscheidung. Der Bundesparteitag legte ausdrücklich den 1. Oktober 2026 als Stichtag fest. Hintergrund waren mehrere Landtagswahlkämpfe im Jahr 2026. Die Partei wollte während dieser Wahlkämpfe noch unter dem bekannten Namen „Bündnis Sahra Wagenknecht“ antreten.

Auch Landesverbände bereiteten sich in den vergangenen Monaten auf den Wechsel vor. Der nordrhein-westfälische Landesparteitag beschloss beispielsweise im Juli Änderungen seiner Satzung, durch die der neue Bundesname zum 1. Oktober übernommen wird. Die Kurzbezeichnung „BSW NRW“ bleibt auch dort bestehen.

Der neue Name war innerhalb der Partei nicht von Beginn an alternativlos. Vor dem Bundesparteitag waren unterschiedliche Varianten diskutiert worden. Nach Angaben aus der Partei gingen zahlreiche Vorschläge ein. Bei der Abstimmung in Magdeburg setzte sich schließlich „Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft“ durch.

Wagenknecht bleibt trotz Namenswechsel Teil der Partei

Die Streichung ihres Namens aus der Parteibezeichnung bedeutet nicht, dass Sahra Wagenknecht die Partei verlassen hat. Bereits auf dem Bundesparteitag im Dezember 2025 gab sie allerdings den Parteivorsitz ab. An die Spitze rückten Amira Mohamed Ali und der Europaabgeordnete Fabio De Masi. Wagenknecht übernahm anschließend eine Funktion in der neu geschaffenen Grundwertekommission der Partei.

Damit fallen Namenswechsel und personelle Neuordnung zeitlich in dieselbe Entwicklungsphase des 2024 gegründeten BSW, auch wenn beide Schritte getrennt beschlossen wurden. Die Partei trägt seit heute erstmals einen Namen, der nicht mehr unmittelbar auf ihre Gründerin verweist.

Eine politische Distanzierung von Wagenknecht lässt sich allein daraus nicht ableiten. Die Parteiführung begründet die Änderung vielmehr mit der von Anfang an geplanten Übergangslösung und dem Ziel, das bereits bekannte Kürzel BSW dauerhaft weiterzuverwenden.

Neuer Parteiname gilt seit dem 1. Oktober

Mit dem heutigen Stichtag ist die im vergangenen Dezember beschlossene Übergangsphase beendet. Offiziell heißt die Partei nun „Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft“. Für Wahlplakate, Parteigliederungen, Satzungen und die öffentliche Kommunikation beginnt damit die Umstellung auf die neue Langform.

Für Wählerinnen und Wähler bleibt zugleich das auffälligste Erkennungsmerkmal unverändert: Die Partei tritt weiterhin unter der Abkürzung BSW auf. Geändert hat sich seit dem 1. Oktober ausschließlich deren ausgeschriebene Bedeutung. Sahra Wagenknechts Name ist nach knapp drei Jahren seit der Parteigründung nicht mehr Bestandteil des offiziellen Parteinamens.

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