Quarks nimmt KI auseinander: Was die Technik kann und wo sie scheitert

Lecker aufs Land heute im SWR: Folge 104 aus dem Landkreis Rottweil
Tech Daily

Teilen:

Künstliche Intelligenz schreibt Texte, erzeugt Bilder, übersetzt Sprachen und wertet große Datenmengen aus. Doch mit der wachsenden Verbreitung steigen auch die Erwartungen und die Sorge vor Fehlern, Manipulation und Kontrollverlust. Genau an diesem Punkt setzt Quarks Revolution mit Risiko am Donnerstagabend an. Der WDR zeigt die neue Ausgabe am 1. Oktober 2026 von 20:15 bis 21:00 Uhr. Moderator Thomas Ranft führt durch die 45-minütige Sendung. Es handelt sich um die deutsche TV-Premiere und um Folge 742 der Wissenschaftsreihe.

Statt sich auf Chatbots und Textgeneratoren zu beschränken, richtet „Quarks“ den Blick auf unterschiedliche Einsatzbereiche künstlicher Intelligenz. Dazu gehören Medizin, Lebensmittelanalyse, Tierkommunikation und Cybersicherheit. Gleichzeitig beschäftigt sich die Ausgabe damit, warum KI-Systeme überzeugend wirken können, obwohl ihre Ergebnisse falsch oder verzerrt sein können.

Von der künstlichen Nase bis zur Medizin

Zu den ungewöhnlicheren Beispielen der Sendung gehört eine sogenannte künstliche Nase. Dabei geht es um KI-Systeme, die anhand von Sensordaten Stoffe oder Gerüche unterscheiden können. Solche Verfahren könnten beispielsweise bei Lebensmitteln eingesetzt werden. Ein weiterer Schwerpunkt führt in die Medizin und beschäftigt sich mit der Thymusdrüse sowie mit der Frage, wie künstliche Intelligenz bei der Auswertung medizinischer Informationen unterstützen kann.

Damit greift die Sendung einen Bereich auf, in dem die Technologie große Möglichkeiten bietet, gleichzeitig aber besonders hohe Anforderungen an Zuverlässigkeit und Verantwortung stellt. KI kann Muster in umfangreichen Daten erkennen, die für Menschen nur schwer oder mit erheblichem Aufwand auszuwerten wären. Fehlerhafte Ergebnisse können in sensiblen Bereichen jedoch erhebliche Folgen haben.

Auch deshalb richtet „Quarks“ den Blick nicht allein auf das technisch Machbare. Die Sendung thematisiert ebenso die Grenzen automatisierter Systeme und die Frage, an welchen Stellen menschliche Kontrolle notwendig bleibt.

Wenn künstliche Intelligenz Nacktmulle verstehen soll

Ein weiteres Beispiel klingt zunächst ungewöhnlich: KI soll dabei helfen, die Kommunikation von Nacktmullen zu untersuchen. Der Ansatz verdeutlicht, wie breit die Methoden des maschinellen Lernens inzwischen eingesetzt werden. Systeme können große Mengen an Lauten oder anderen Signalen analysieren und nach wiederkehrenden Mustern suchen.

Die Ausgabe spannt damit einen Bogen von menschlicher Sprache über Gerüche und medizinische Daten bis zum Verhalten von Tieren. Gemeinsam ist diesen Anwendungen, dass KI Zusammenhänge in großen Datenmengen erkennen soll. Ob ein System dabei tatsächlich etwas „versteht“, ist allerdings eine andere Frage.

Genau diese Unterscheidung gehört zu den zentralen Punkten der Sendung. Moderne KI kann Ergebnisse liefern, die menschlichen Antworten ähneln oder sogar sehr überzeugend wirken. Daraus folgt aber nicht automatisch, dass ein System Zusammenhänge auf dieselbe Weise erfasst wie ein Mensch.

KI-Fehler und die gefährliche Vertrauensfalle

„Quarks“ widmet sich deshalb auch ausdrücklich den Fehlern künstlicher Intelligenz. Die Sendung zeigt Beispiele für sogenannte KI-Fails und untersucht die Gefahr, dass Menschen automatisierten Ergebnissen mehr Vertrauen entgegenbringen, als deren tatsächliche Zuverlässigkeit rechtfertigt.

Generative Systeme können beispielsweise sachlich falsche Angaben erzeugen, ohne dass dies an der Formulierung unmittelbar erkennbar wäre. Darüber hinaus können vorhandene Verzerrungen in Trainingsdaten in den Ergebnissen fortgeführt werden. Der WDR greift außerdem das Risiko täuschend echter manipulierter Inhalte auf.

Diese Fragen haben inzwischen auch eine regulatorische Dimension. In der Europäischen Union sind seit dem 2. August 2026 weitere zentrale Vorgaben des AI Act durchsetzbar. Dazu gehören Transparenzregeln für bestimmte KI-Systeme. Nutzer sollen beispielsweise erkennen können, wenn sie mit einem KI-System statt mit einem Menschen interagieren. Auch für künstlich erzeugte oder veränderte Inhalte gelten Kennzeichnungsanforderungen.

KI kann auch zum Werkzeug für Hacker werden

Ein weiterer Schwerpunkt der neuen „Quarks“-Folge ist Cybersicherheit. Die Sendung beschäftigt sich mit der Frage, was passiert, wenn KI zum Werkzeug für Hacker wird. Auch hier besitzt die Technologie zwei Seiten. Automatisierte Systeme können bei der Erkennung von Angriffen und ungewöhnlichen Aktivitäten helfen. Dieselben technischen Möglichkeiten können zugleich missbraucht werden.

Der europäische AI Act berücksichtigt solche systemischen Risiken ebenfalls. Für besonders leistungsfähige Modelle mit allgemeinem Verwendungszweck gelten Vorschriften zu Transparenz sowie zu Sicherheitsrisiken. Die europäischen Regeln werden schrittweise angewendet und durchgesetzt.

Damit trifft die WDR-Sendung auf eine Phase, in der künstliche Intelligenz nicht mehr nur als technologische Zukunftsfrage behandelt wird. Unternehmen, Behörden und Verbraucher nutzen entsprechende Systeme bereits im Alltag, während zugleich Regeln für ihren Einsatz konkretisiert werden.

Superintelligenz zwischen Zukunftsszenario und realen Problemen

Auch eine der größten Zukunftsfragen fehlt nicht. „Quarks“ beschäftigt sich mit der Vorstellung einer Superintelligenz, also eines Systems, das menschliche Fähigkeiten in vielen Bereichen deutlich übertreffen könnte. Die Sendung stellt dieses Szenario allerdings neben Risiken, die bereits heute greifbar sind.

Dazu gehören falsche Antworten, manipulierte Inhalte, Vorurteile in automatisierten Entscheidungen und die Gefahr, technische Ergebnisse zu unkritisch zu übernehmen. Hinzu kommen Veränderungen in der Arbeitswelt. KI kann einzelne Tätigkeiten automatisieren oder beschleunigen, während die Verantwortung für Entscheidungen weiterhin bei Menschen und Organisationen liegt.

Damit setzt die Ausgabe weniger auf eine einfache Antwort auf die Frage, ob KI gut oder gefährlich ist. Stattdessen geht es um konkrete Fähigkeiten, erkennbare Grenzen und den verantwortungsvollen Umgang mit einer Technologie, die bereits in zahlreiche Lebensbereiche vorgedrungen ist.

Nach Quarks folgt im WDR direkt die nächste KI-Sendung

Der WDR setzt das Thema am Donnerstagabend unmittelbar fort. Nach „Quarks“ läuft ab 21:00 Uhr die Dokumentation „Better Than Human? – Leben mit KI“. Sie beschäftigt sich unter anderem damit, welche Rolle künstliche Intelligenz im persönlichen und emotionalen Alltag von Menschen einnehmen kann. Um 21:45 Uhr folgen die Nachrichten von „WDR aktuell“.

„Quarks: Revolution mit Risiko – was bringt uns künstliche Intelligenz wirklich?“ läuft am Donnerstag, 1. Oktober 2026, um 20:15 Uhr im WDR. Die Sendung dauert im Fernsehen bis 21:00 Uhr, die veröffentlichte Videofassung hat eine Länge von 44 Minuten und 55 Sekunden. Eine Wiederholung ist für Freitagmorgen um 7:40 Uhr vorgesehen.

Die Folge steht außerdem in der ARD Mediathek zur Verfügung. Dort ist sie nach aktuellem Stand bis zum 1. Oktober 2031 abrufbar.

Teilen:

Münster Map
Zum Aktivieren tippen
Route anzeigen

Mehr Beiträge:

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu