Eine Stunde zurück: So läuft die Zeitumstellung im Oktober 2026

Das Bild zeigt eine Lupe, die etwas sucht und symbolisiert eine Internetsuche
Symbolbild mit KI erstellt

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Die nächste Zeitumstellung im Oktober 2026 steht fest: In Deutschland und den anderen EU-Staaten endet die Sommerzeit in der Nacht auf Sonntag, den 25. Oktober. Um 3 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit werden die Uhren auf 2 Uhr mitteleuropäische Zeit zurückgestellt. Die Nacht ist damit eine Stunde länger. An der seit Jahren diskutierten Abschaffung der halbjährlichen Zeitumstellung ändert sich zunächst nichts. Zwar verfolgt die Europäische Union das Thema weiter, einen Beschluss über das Ende des Systems gibt es aber weiterhin nicht.

Am 25. Oktober werden die Uhren von 3 auf 2 Uhr gestellt

Die gesetzliche Regelung ist eindeutig. Die mitteleuropäische Sommerzeit endet in Deutschland jeweils am letzten Sonntag im Oktober um 3 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt springt die Uhr auf 2 Uhr zurück. Die Stunde zwischen 2 und 3 Uhr gibt es damit zweimal. Für 2026 fällt der letzte Sonntag des Monats auf den 25. Oktober. Auch der EU-Kalender nennt dieses Datum ausdrücklich als Ende der Sommerzeit 2026.

Nach der Umstellung gilt wieder die Mitteleuropäische Zeit, kurz MEZ. Sie wird umgangssprachlich meist als Winterzeit bezeichnet. Genau genommen ist die MEZ jedoch die Normalzeit. Sie liegt eine Stunde vor der koordinierten Weltzeit UTC. Während der Sommerzeit gilt MESZ, also UTC plus zwei Stunden.

Für den Alltag bedeutet die Umstellung, dass es nach der Uhr morgens früher hell und am Abend früher dunkel wird. Smartphones, Computer und viele Funkuhren wechseln automatisch auf die neue Zeit. Bei mechanischen Uhren oder Geräten ohne automatische Zeitsynchronisation muss die Uhrzeit gegebenenfalls von Hand geändert werden.

Abschaffung der Zeitumstellung bleibt vorerst aus

Seit Jahren wird auf EU-Ebene über ein Ende der zweimaligen Zeitumstellung diskutiert. Die Europäische Kommission legte bereits im September 2018 einen Richtlinienvorschlag vor, nach dem die saisonalen Wechsel beendet werden sollten. Vorausgegangen war eine öffentliche Online-Konsultation mit rund 4,6 Millionen Antworten. Rund 84 Prozent der Teilnehmenden sprachen sich damals für ein Ende der halbjährlichen Umstellung aus. Die Befragung war allerdings eine offene Konsultation und keine repräsentative Bevölkerungsumfrage.

Das Europäische Parlament unterstützte die Abschaffung im März 2019. 410 Abgeordnete stimmten für die entsprechende Position, 192 dagegen, 51 enthielten sich. Nach dem damaligen Plan hätte die letzte Zeitumstellung bereits 2021 stattfinden können. Voraussetzung dafür wäre jedoch eine Einigung mit den Mitgliedstaaten im Rat gewesen. Dazu kam es nicht.

Der Rat der Europäischen Union hält auch im aktuellen Stand fest, dass bislang keine endgültige Entscheidung getroffen wurde und kein Zeitplan für einen Beschluss feststeht. Deshalb gelten die bisherigen Regeln weiter.

EU lässt Folgen einer Abschaffung 2026 erneut untersuchen

Ganz vom Tisch ist das Vorhaben dennoch nicht. Im Jahr 2025 brachte die polnische EU-Ratspräsidentschaft einen neuen Ansatz in die Beratungen ein. Dabei ging es um einen zweijährigen EU-weiten Versuch mit dauerhafter Sommerzeit. Die Vertreter der Mitgliedstaaten verlangten jedoch zusätzliche Analysen, bevor weitere Entscheidungen getroffen werden.

Als Reaktion darauf startete die Europäische Kommission im Februar 2026 eine neue Studie. Untersucht werden sollen die Folgen eines gemeinsamen Endes der saisonalen Zeitumstellung. Mit der Untersuchung wurden unter anderem Ecorys, Capgemini, Stratec und CE Delft beauftragt. Nach Angaben des Rates sollen die Ergebnisse bis Ende 2026 vorliegen und eine Grundlage für weitere Beratungen schaffen.

Auch die deutsche Vertretung der Europäischen Kommission beschreibt den Aufbau eines Konsenses zwischen den Mitgliedstaaten als weiterhin entscheidend. Die Studie soll zusätzliche Grundlagen für eine politische Entscheidung liefern. Damit ist für Oktober 2026 klar: Die laufende Untersuchung verändert die geltende Zeitregelung noch nicht.

Streitpunkt bleibt die dauerhafte Zeitzone

Ein zentrales Problem ist nicht allein die Frage, ob die Uhren künftig nicht mehr umgestellt werden sollen. Die Staaten müssten auch klären, welche Zeit dauerhaft gelten soll. Nach dem ursprünglichen Vorschlag der Kommission könnten die einzelnen Mitgliedstaaten grundsätzlich über ihre Standardzeit entscheiden. Gleichzeitig soll verhindert werden, dass ein unkoordiniertes Nebeneinander verschiedener Zeitzonen den europäischen Binnenmarkt, den grenzüberschreitenden Verkehr oder andere gemeinsame Abläufe erschwert.

Auch Deutschland hat sich bislang nicht endgültig auf dauerhafte Sommerzeit oder dauerhafte Normalzeit festgelegt. Das Bundeswirtschaftsministerium verweist insbesondere auf die Bedeutung einer möglichst einheitlichen Lösung mit den europäischen Nachbarstaaten.

Dass das heutige System zunächst fortbesteht, zeigt auch eine Veröffentlichung der EU-Kommission vom März 2026. Darin sind bereits die regulären Termine für Beginn und Ende der Sommerzeit von 2027 bis einschließlich 2031 festgelegt. Für 2027 sind beispielsweise der 28. März und der 31. Oktober vorgesehen. Diese Termine gelten auf Grundlage der bestehenden Rechtslage und könnten nur durch eine spätere Änderung der EU-Regeln überholt werden.

Für den Herbst 2026 besteht daher kein Zweifel: In der Nacht zum 25. Oktober 2026 werden die Uhren in Deutschland von 3 Uhr auf 2 Uhr zurückgestellt. Eine Abschaffung der Zeitumstellung ist weiterhin Gegenstand der EU-Debatte, beschlossen ist sie bislang nicht.

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