China setzt beim Gold auf Rekordkurs und baut seine Reserven aus

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China kauft große Mengen Gold auf dem Weltmarkt. In den ersten acht Monaten des Jahres 2026 überstiegen die Goldimporte bereits das Volumen des gesamten Vorjahres. Gleichzeitig baut die chinesische Zentralbank ihre Bestände weiter aus. Die Entwicklung unterstreicht die wachsende Bedeutung des Edelmetalls für den chinesischen Finanzmarkt und den internationalen Goldhandel.

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Chinas Goldimporte erreichen neuen Höchststand

Chinas Goldimporte haben zwischen Januar und August 2026 mehr als 1.100 Tonnen erreicht. Nach den Daten der chinesischen Zollbehörde wurde damit bereits die Importmenge des gesamten Jahres 2025 übertroffen. Im Vergleich der verfügbaren Daten seit 2017 ist das der höchste Stand für diesen Zeitraum. Besonders im August erreichten die monatlichen Einfuhren ein außergewöhnlich hohes Niveau.

Auch finanziell ist der Umfang beträchtlich. Nach einer Auswertung der Financial Times gab China in den ersten acht Monaten rund 158,8 Milliarden US-Dollar für Goldimporte aus. Im gesamten Vorjahr waren es demnach etwa 96,5 Milliarden Dollar gewesen.

Die Entwicklung spiegelt vor allem eine hohe Nachfrage nach Anlagegold wider. Während Immobilien und Aktien in China weiterhin mit wirtschaftlichen Unsicherheiten konfrontiert sind, greifen Anleger verstärkt zu Goldbarren, Münzen und entsprechenden Finanzprodukten.

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Goldlieferungen über Hongkong steigen ebenfalls

Auch die Handelsdaten aus Hongkong zeigen eine anhaltende Nachfrage. Im August 2026 erreichten die Netto-Goldlieferungen nach Festlandchina 58,491 Tonnen. Im Juli waren es 56,193 Tonnen gewesen. Das entspricht einem Anstieg von gut vier Prozent.

Die gesamten Goldlieferungen von Hongkong nach Festlandchina stiegen gleichzeitig auf 77,137 Tonnen. Allerdings bilden diese Daten nur einen Teil der chinesischen Goldimporte ab. Weitere Lieferungen erreichen das Land über andere Handelswege, beispielsweise direkt über Shanghai oder Peking.

Das World Gold Council hatte für das erste Halbjahr 2026 Netto-Goldimporte von 764 Tonnen ermittelt, ein Plus von 138 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Anders als bei den gesamten Einfuhren werden bei Nettoimporten die entsprechenden Ausfuhren abgezogen.

Chinas Zentralbank kauft seit 23 Monaten Gold

Neben privaten Investoren erweitert auch die chinesische Zentralbank ihre Goldreserven. Die People’s Bank of China erhöhte ihre Bestände im September 2026 um rund 740.000 Feinunzen. Das entspricht etwa 23 Tonnen.

Damit stiegen die offiziellen Goldreserven auf 77,47 Millionen Feinunzen beziehungsweise rund 2.410 Tonnen. Nach Angaben der chinesischen Devisenaufsicht SAFE war es bereits der 23. Monat in Folge, in dem die Zentralbank zusätzliche Goldbestände meldete.

Gold dient Zentralbanken zur Diversifizierung ihrer internationalen Reserven. Anders als Fremdwährungsanleihen stellt physisches Gold keine Forderung gegenüber einem anderen Staat oder Emittenten dar. Die Goldkäufe der chinesischen Zentralbank sind allerdings nicht unmittelbar mit den gesamten Goldimporten des Landes gleichzusetzen.

Experten sehen mehrere Gründe für die hohe Nachfrage

Als wichtige Ursachen gelten die Unsicherheit über die Entwicklung der chinesischen Wirtschaft, vergleichsweise niedrige heimische Anleiherenditen und die Suche nach alternativen Anlageformen.

Zijie Wu vom chinesischen Finanzdienstleister Jinrui Futures verweist außerdem auf den zeitweise starken Yuan und Preisunterschiede zwischen dem chinesischen und dem internationalen Goldmarkt. Wenn Gold in China teurer gehandelt wird als im Ausland, werden zusätzliche Importe für Händler attraktiver.

Die Nachfrage entwickelt sich jedoch nicht in allen Marktsegmenten gleich. Nach Angaben des World Gold Council gingen die Goldentnahmen an der Shanghai Gold Exchange im August auf 62 Tonnen zurück. Das waren 27 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Insbesondere das Geschäft mit Goldschmuck blieb schwach. Gleichzeitig stiegen die Bestände chinesischer Gold-ETFs im August um elf Tonnen.

Goldpreis bleibt trotz chinesischer Nachfrage unter Druck

Goldkurs am 14. Oktober 2026: 4.159,45 US-Dollar je Feinunze Gold am Spotmarkt (Quelle: Reuters, 14.10.2026, 04:51 Uhr MESZ).

Trotz der umfangreichen chinesischen Käufe steht der Goldpreis weiterhin unter dem Einfluss anderer Marktkräfte. Besonders der US-Dollar, die Renditen amerikanischer Staatsanleihen und die Zinserwartungen bestimmen kurzfristig die Entwicklung.

Am frühen Mittwochmorgen zeigte sich der Goldpreis nahezu unverändert. Anleger richteten ihre Aufmerksamkeit auf die anstehenden US-Inflationsdaten, die Hinweise auf die weitere Geldpolitik der amerikanischen Notenbank liefern könnten.

Die hohe Nachfrage aus China kann den internationalen Goldmarkt stützen. Sie garantiert jedoch keine steigenden Preise. Höhere Zinsen, ein stärkerer Dollar oder veränderte Erwartungen an die Geldpolitik können gegenläufig wirken. Chinas anhaltende Goldkäufe bleiben damit ein wichtiger, aber nicht der einzige Einflussfaktor für die weltweite Preisentwicklung.

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu