
Ein Großbrand hat am Sonntagnachmittag, 18. Oktober 2026, im Gewerbegebiet Obere Wank West in Nesselwang einen umfangreichen Feuerwehreinsatz ausgelöst. In einer Schreinerei brach ein Feuer aus, das nach örtlichen Informationen auch die darüberliegenden Wohnräume erfasste. Mehr als 100 Feuerwehrkräfte kämpften gegen die Flammen. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West wurde niemand verletzt. Der Sachschaden liegt nach einer ersten Einschätzung im hohen sechsstelligen Bereich. Wegen der starken Rauchentwicklung wurden Anwohner zeitweise über das Bevölkerungsschutzsystem gewarnt. Die Ursache des Feuers ist weiterhin ungeklärt.
Der Brand ereignete sich am Sonntag gegen 16 Uhr in dem Gewerbegebiet des Marktes Nesselwang im Landkreis Ostallgäu. Nach Informationen der Allgäuer Zeitung bestätigte die Polizei eine Alarmierung der Einsatzkräfte kurz vor 16 Uhr. Zunächst war von einem Feuer in einer Lagerhalle die Rede. Später konkretisierten die Ermittler die Angaben und bezeichneten das betroffene Gebäude als Schreinerei.
Nach der Darstellung des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West war zunächst eine erhebliche Rauchentwicklung aufgefallen. Eine Person bemerkte bei näherer Betrachtung bereits Flammen im Inneren des Gebäudes. Die alarmierten Feuerwehren begannen daraufhin mit der Brandbekämpfung.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war die Rauchentwicklung bereits deutlich sichtbar. Innerhalb kurzer Zeit hatte sich das Feuer auf größere Gebäudebereiche ausgedehnt. Die Rauchwolke war nach örtlichen Berichten auch von der nahe gelegenen Autobahn A7 zu erkennen. Das Ausmaß des Feuers machte den Einsatz zahlreicher Feuerwehrkräfte aus mehreren Gemeinden erforderlich.
Neben den gewerblich genutzten Räumen waren nach Informationen der Allgäuer Zeitung auch Wohnräume im oberen Bereich des Gebäudes betroffen. Die Zeitung schildert, dass sich die Flammen innerhalb weniger Minuten über die Schreinerei und die darüberliegenden Wohnungen ausbreiteten.
Damit beschränkte sich der Großbrand in Nesselwang nicht auf die Betriebsräume. Auch der zum Gebäudekomplex gehörende Wohnbereich wurde vom Feuer erfasst. Einzelne regionale Veröffentlichungen sprechen von einem Wohnhaus, das gemeinsam mit der Schreinerei vollständig zerstört worden sei.
Die ursprüngliche schriftliche Polizeimeldung enthält allerdings keine genaue Aufstellung der beschädigten Gebäudeteile. Auch eine abschließende amtliche Schadensbilanz für den Wohnbereich lag zunächst nicht vor. Unklar blieb damit, welche Teile des Gebäudekomplexes noch erhalten sind und in welchem Umfang eine spätere Nutzung möglich ist.
Nach bisherigen Polizeiangaben gab es trotz der erheblichen Brandausbreitung keine Verletzten.
Für die Brandbekämpfung rückten nach Angaben der Polizei mehr als 100 Einsatzkräfte aus. Beteiligt waren die Feuerwehren aus Nesselwang, Oy, Weißbach, Röfleuten und Berg. Die beiden letztgenannten Feuerwehren gehören zu Pfronten.
Der Einsatz erforderte damit eine gemeindeübergreifende Zusammenarbeit der Feuerwehren im südlichen Ostallgäu. Zusätzlich waren Polizeikräfte und Rettungsdienst am Brandort.
Nach Angaben von rosenheim24 versuchte die Feuerwehr außerdem, eine benachbarte Halle eines Metallbetriebs vor einem Übergreifen der Flammen zu schützen. Ob das Gebäude unbeschädigt blieb, war zunächst nicht abschließend bestätigt.
Die Gesamtzahl der eingesetzten Feuerwehrkräfte ist durch die Polizei bestätigt. Eine detaillierte Aufstellung der eingesetzten Fahrzeuge, der einzelnen Löschabschnitte oder des Zeitpunkts, zu dem die letzten Einsatzkräfte abrückten, lag zunächst nicht vor.
Die starke Rauchentwicklung hatte auch Auswirkungen auf die Bevölkerung. Um 16.39 Uhr veröffentlichte der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Allgäu über das Modulare Warnsystem des Bundes eine Gefahreninformation für Nesselwang.
Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen zu schließen sowie Lüftungsanlagen und Klimaanlagen abzuschalten. Außerdem sollten sie das betroffene Gebiet meiden, unnötige Aufenthalte im Freien vermeiden und die Zufahrten zur Brandstelle freihalten. Die Warnung wurde unter anderem über die Warn-App NINA verbreitet.
Um 19.40 Uhr folgte die offizielle Entwarnung. Die Warnung bestand damit rund drei Stunden. Eine weitere aktive Warnung für diesen Brand lag am Montagvormittag nicht vor. Die Entwarnung bedeutet allerdings nicht automatisch, dass zu diesem Zeitpunkt sämtliche Löscharbeiten beendet waren.
Das deutschlandweit eingesetzte Modulare Warnsystem ermöglicht es den zuständigen Leitstellen, die Bevölkerung bei größeren Gefahrenlagen über mehrere Warnkanäle zu informieren. Solche Meldungen können auch bei Bränden mit erheblicher Rauchentwicklung ausgelöst werden.
Der Brand verursachte nach der ersten Einschätzung der Polizei einen Sachschaden im hohen sechsstelligen Bereich. Ein genauer Eurobetrag wurde in der verbreiteten Polizeimeldung nicht genannt.
Die Schätzung verdeutlicht die erheblichen materiellen Folgen des Feuers. Neben dem Schreinereibetrieb waren auch die Wohnräume betroffen. Eine detaillierte Aufstellung der beschädigten Betriebseinrichtung, Maschinen oder Gebäudeteile wurde zunächst nicht veröffentlicht.
Einzelne regionale Veröffentlichungen sprechen bereits von einem Schaden von mehr als einer Million Euro und berufen sich dabei auf polizeiliche Auskünfte. Die schriftliche Mitteilung des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West nennt dagegen weiterhin einen hohen sechsstelligen Betrag. Eine abschließende, einheitliche Schadenssumme lag zunächst nicht vor.
Die Ermittlungen zur Entstehung des Feuers wurden bereits am Sonntag eingeleitet. Zunächst waren Kräfte der Polizeiinspektion Füssen sowie des Kriminaldauerdienstes der Kriminalpolizeiinspektion Memmingen am Einsatzort tätig.
Die weiteren Ermittlungen hat nach Angaben des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West die Kriminalpolizei in Kempten übernommen. Sie soll klären, wodurch der Brand ausgelöst wurde.
Eine Ursache konnte die Polizei bis Montagvormittag noch nicht benennen. Auch Hinweise auf einen bestimmten Auslöser oder konkrete Feststellungen zum Ausgangspunkt des Feuers wurden nicht veröffentlicht. Die genauen Hintergründe blieben zunächst offen.
Während der Löscharbeiten mussten die Einsatzkräfte den Zugang zum Brandort sicherstellen. Die Bevölkerung wurde deshalb über das Warnsystem ausdrücklich aufgefordert, Zufahrten für die Feuerwehr freizuhalten und den betroffenen Bereich zu meiden.
Welche Straßen im Gewerbegebiet Obere Wank West während des Einsatzes konkret gesperrt waren, ging aus den verfügbaren behördlichen Informationen nicht hervor. Auch zu möglichen längerfristigen Einschränkungen am Montag lagen zunächst keine gesicherten Angaben vor.
Die öffentliche Rauchwarnung wurde bereits am Sonntagabend aufgehoben. Offen blieben zunächst die abschließende Schadenshöhe, der Zustand sämtlicher betroffener Gebäudeteile und das Ergebnis der Brandursachenermittlung.
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