Transporter kracht in Linienbus: Zwei Menschen in Leipzig schwer verletzt

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Bei einem Zusammenstoß zwischen einem Transporter und einem Linienbus in Leipzig-Grünau sind am Donnerstagmorgen (22. Oktober 2026) fünf Menschen verletzt worden. Zwei Insassen des Transporters erlitten schwere Verletzungen und mussten stationär im Krankenhaus behandelt werden. Der Unfall ereignete sich gegen 9.35 Uhr an der Kreuzung Lützner Straße und Kiewer Straße im Westen der sächsischen Großstadt. Nach ersten Ermittlungen soll der Transporter bei Rot in die Kreuzung eingefahren sein. Der Zusammenstoß verursachte einen Sachschaden von fast 100.000 Euro und führte zu erheblichen Einschränkungen im Straßenverkehr und bei den Leipziger Verkehrsbetrieben.

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Fünf Verletzte nach Unfall in Leipzig-Grünau

Der Unfall in Leipzig-Grünau ereignete sich am Donnerstagvormittag, als ein 24-jähriger Fahrer mit einem Citroën Jumper auf der Kiewer Straße in südlicher Richtung unterwegs war. Nach Angaben der Polizeidirektion Leipzig fuhr der Mann nach bisherigen Erkenntnissen trotz roter Ampel in den Kreuzungsbereich mit der Lützner Straße ein.

Zur gleichen Zeit befuhr ein 28-jähriger Fahrer mit einem Iveco-Linienbus die Lützner Straße in östlicher Richtung. Für den Bus zeigte die Ampel nach den bisherigen polizeilichen Erkenntnissen Grün. Im Kreuzungsbereich stießen die beiden Fahrzeuge zusammen und kamen schließlich auf den dort verlaufenden Straßenbahngleisen zum Stillstand.

Insgesamt wurden fünf Menschen verletzt. Besonders schwer traf es zwei Männer im Alter von 21 und 25 Jahren, die sich im Transporter befanden. Beide wurden mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser gebracht und dort stationär aufgenommen.

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Auch der 24-jährige Transporterfahrer und der 28-jährige Busfahrer erlitten Verletzungen. Hinzu kam eine 62 Jahre alte Frau, die als Fahrgast im Linienbus saß. Die drei Verletzten wurden ambulant medizinisch behandelt. Alle fünf Beteiligten kamen zunächst zur Versorgung in Krankenhäuser.

Ampelanlage beschädigt und Kreuzung gesperrt

Die Kollision hatte nicht nur für die Insassen der beiden Fahrzeuge erhebliche Folgen. Auch Teile der Verkehrsinfrastruktur an der Kreuzung wurden beschädigt. Nach Polizeiangaben waren darunter ein Geländer sowie ein Ampelmast mit den dazugehörigen Signalen.

Durch die Beschädigungen fiel die Ampelanlage aus. Zusätzlich verteilte sich Split, den der Transporter geladen hatte, über den Kreuzungsbereich. Die Straßenreinigung wurde damit beauftragt, das Material von der Fahrbahn zu entfernen.

Beide Unfallfahrzeuge waren so stark beschädigt, dass sie abgeschleppt werden mussten. Die Polizei bezifferte den gesamten Sachschaden auf knapp 100.000 Euro. Allein auf den Transporter und den Linienbus entfielen demnach etwa 90.000 Euro.

Für die weiteren Schäden an der Verkehrstechnik ist das Leipziger Tiefbauamt zuständig. Es soll die beschädigten Anlagen reparieren.

Die Kreuzung Lützner Straße und Kiewer Straße musste wegen des Unfalls, der Bergungsarbeiten und der erforderlichen Reinigung bis in die Nachmittagsstunden gesperrt werden. Auch der Ausfall der Ampel machte zusätzliche Maßnahmen erforderlich.

Straßenbahnlinie 15 und Buslinie 65 betroffen

Der Unfall wirkte sich auch auf den öffentlichen Nahverkehr im Leipziger Westen aus. Die Leipziger Verkehrsbetriebe meldeten am Vormittag eine Störung im Bereich Lützner Straße und Kiewer Straße. Betroffen waren insbesondere die Straßenbahnlinie 15 und die Buslinie 65.

Die Straßenbahnlinie 15 konnte ihren regulären Weg nach Miltitz zunächst nicht vollständig befahren. Aus Richtung Meusdorf kommende Bahnen endeten vorzeitig in Grünau-Nord. Damit war die Straßenbahnverbindung in den westlichen Teil des Stadtgebiets unterbrochen.

Auch für die Buslinie 65 richteten die Verkehrsbetriebe eine geänderte Streckenführung ein. Busse aus Markranstädt wurden zeitweise über den Verlauf der Straßenbahnlinie 15 geführt. Im weiteren Verlauf erfolgte eine Umleitung über die Kiewer Straße, die Lyoner Straße und die Schönauer Straße zum Schönauer Ring.

Die Haltestelle Am Kirschberg konnte während der Störung nicht bedient werden. Fahrgäste mussten deshalb auf andere Haltestellen und Verbindungen ausweichen.

In der am Donnerstagabend um 18.56 Uhr aktualisierten Störungsübersicht der Leipziger Verkehrsbetriebe war die unfallbedingte Einschränkung nicht mehr aufgeführt. Wann der reguläre Betrieb auf den betroffenen Abschnitten vollständig wieder aufgenommen wurde, ging daraus nicht hervor.

Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung

Nach dem Zusammenstoß hat die Polizei Ermittlungen gegen den 24-jährigen Fahrer des Transporters aufgenommen. Gegenstand ist der Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung im Zusammenhang mit dem Verkehrsunfall.

Nach dem bisherigen Ermittlungsstand hatte der Transporterfahrer das Rotlicht der Ampel missachtet. Der Linienbus fuhr den Angaben zufolge bei Grünlicht in den Kreuzungsbereich. Diese Feststellungen bilden die Grundlage der laufenden Ermittlungen. Eine abschließende rechtliche Bewertung des Unfallgeschehens liegt damit noch nicht vor.

Die Polizei muss insbesondere den genauen Ablauf des Zusammenstoßes und die Umstände des mutmaßlichen Rotlichtverstoßes abschließend klären. Weitere Einzelheiten zum Stand der Ermittlungen wurden zunächst nicht mitgeteilt.

Neben den strafrechtlichen Ermittlungen hat der Unfall auch Arbeiten an der beschädigten Verkehrsinfrastruktur zur Folge. Während beide Fahrzeuge abgeschleppt und die Fahrbahn gereinigt werden konnten, ist für die beschädigten Ampeln und weiteren Anlagen eine Reparatur durch die zuständigen städtischen Stellen erforderlich. Ein konkreter Zeitpunkt für den Abschluss dieser Arbeiten wurde zunächst nicht genannt.

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