L667 bei Hamm-Uentrop wird gesperrt: Vorarbeiten für neue Lippebrücken beginnen

Münster sperrt Kanalpromenade an der Warendorfer Straße
Symbolfoto

Teilen:

Die Landesstraße 667 zwischen Hamm-Uentrop und Lippetal wird ab Freitag, 30. Oktober 2026, um 15 Uhr vollständig gesperrt. Betroffen ist der Bereich der Lippebrücken zwischen der Zollstraße und der Dolberger Straße. Grund sind Gehölzarbeiten zur Vorbereitung des geplanten Brückenneubaus. Die Sperrung soll bis Sonntagmorgen, 1. November, dauern. Für Autofahrer wird eine Umleitung über die Bundesstraße 475 und Lippborg eingerichtet.

Anzeige

L667 von Freitag bis Sonntagmorgen vollständig gesperrt

Die Sperrung der L667 beginnt am Freitag, 30. Oktober 2026, um 15 Uhr. Nach Angaben des Landesbetriebs Straßenbau Nordrhein-Westfalen vom 16. Oktober muss die Straße im Bereich der künftigen Brückenbaustelle vollständig für den Verkehr gesperrt werden.

Die Maßnahme betrifft die Verbindung zwischen der Zollstraße auf Hammer Stadtgebiet und der Dolberger Straße im benachbarten Lippetal. Beide Straßen bilden im Bereich der Lippequerung einen Teil der Landesstraße 667.

Als Ende der Sperrung wurde Sonntagmorgen, der 1. November 2026, angekündigt. Eine konkrete Uhrzeit für die Wiederfreigabe wurde zunächst nicht genannt. Auch eine genaue Abgrenzung anhand von Hausnummern oder Straßenkreuzungen war nicht veröffentlicht.

Anzeige

Die Arbeiten finden damit über das Allerheiligen-Wochenende statt. Der 1. November ist in Nordrhein-Westfalen ein gesetzlicher Feiertag.

Baumfällungen bereiten Ersatzneubau der Lippebrücken vor

Hintergrund der Vollsperrung sind Arbeiten zur Vorbereitung eines größeren Infrastrukturprojekts. Die bestehenden Brückenbauwerke über die Lippe und ihre Nebengewässer sollen in den kommenden Jahren ersetzt werden.

Zunächst konzentrieren sich die Gehölzarbeiten auf den Bereich der Zollstraße in Hamm. Anschließend sind weitere Arbeiten auf der Dolberger Straße im Gebiet der Gemeinde Lippetal vorgesehen. Konkrete Termine für diese nachfolgenden Maßnahmen wurden zunächst nicht genannt.

Zu den betroffenen Bäumen gehören zwei große Platanen westlich der Zollstraße. Beide sind als Naturdenkmale ausgewiesen. Für ihre Entfernung werden neben einem Pilzbefall insbesondere bautechnische Gründe angeführt.

Die neuen Brücken und die dazugehörige Straßenführung benötigen zusätzlichen Platz. Insbesondere die geplante Böschung sowie der Fuß- und Radweg lassen sich nicht ohne Eingriffe in den bisherigen Baumbestand herstellen. Auch die Arbeiten an den Brückenfundamenten und der Einsatz schwerer Baukräne spielen dabei eine Rolle.

Straßen.NRW begründet die Vollsperrung mit der sicheren Durchführung der Gehölzarbeiten.

Umleitung führt über die B475 und Lippborg

Während der Sperrung müssen Autofahrer die Lippequerung zwischen Uentrop und Lippetal umfahren. Die angekündigte Umleitung führt über die Bundesstraße 475, den Ort Lippborg und angrenzende Landesstraßen.

Die Umleitungsstrecke soll ausgeschildert werden. Eine detaillierte Aufstellung sämtlicher Straßen und Abzweigungen wurde zunächst nicht veröffentlicht.

Die L667 stellt insbesondere für das Gewerbegebiet Hamm-Uentrop eine wichtige Verkehrsverbindung dar. Über die Zollstraße und Dolberger Straße erreichen Fahrzeuge die bestehende Autobahnanschlussstelle Hamm-Uentrop an der A2.

Die vorübergehende Unterbrechung betrifft somit nicht nur den örtlichen Verkehr zwischen den beiden Gemeinden, sondern auch die Anbindung des Industrie- und Gewerbestandortes an die Autobahn.

Bei einer früheren Sperrung der Verbindung im Zusammenhang mit einer Fahrbahnsanierung war es bereits zu erheblichen Verkehrsbehinderungen gekommen. Die damaligen Einschränkungen fanden allerdings unter anderen zeitlichen Bedingungen statt.

Keine konkreten Angaben zu Buslinien und Radverkehr

Für den öffentlichen Nahverkehr waren zunächst keine konkreten Änderungen einzelner Buslinien im Zusammenhang mit der Wochenendsperrung bestätigt.

Im regulären Linienangebot ist unter anderem die Taxi-Bus-Linie T33 der Regionalverkehr Ruhr-Lippe auf der Verbindung zwischen Hamm, Uentrop und Lippborg aufgeführt. Ob für diese Verbindung wegen der aktuellen Sperrung Änderungen erforderlich sind, blieb zunächst offen.

Auch für Fußgänger und Radfahrer lagen zunächst keine gesonderten Angaben zur Passierbarkeit der Brückenbaustelle oder zu speziellen Ausweichstrecken vor.

Damit war zunächst nicht konkret mitgeteilt, ob und unter welchen Bedingungen Fußgänger und Radfahrer den gesperrten Straßenabschnitt während der Arbeiten passieren können.

Drei alte Brücken sollen durch zwei neue Bauwerke ersetzt werden

Der Ersatzneubau ist notwendig, weil die bestehenden Brücken an der L667 ihren technischen Lebenszyklus weitgehend erreicht haben. Die drei Bauwerke führen über die Lippe, den Mühlengraben und den Lippeseitengraben.

Die bisherigen Brücken stammen aus den 1950er-Jahren. Seit Dezember 2024 ist die Brücke über den Mühlengraben aus statischen Gründen nur noch einspurig befahrbar. Der Verkehr wird dort durch eine Ampel geregelt.

Straßen.NRW lässt die bestehenden Bauwerke engmaschig überwachen. Damit sollen weitere Verkehrseinschränkungen möglichst vermieden werden, bis der Ersatzneubau beginnen kann.

Nach der aktuellen Planung sollen die drei bisherigen Brücken durch zwei neue Bauwerke ersetzt werden. Die Ausführungsplanung für diese Neubauten wird derzeit erstellt.

Der eigentliche Abriss der alten Brücken ist mit der jetzigen Wochenendsperrung noch nicht verbunden. Zunächst werden die erforderlichen Voraussetzungen für die späteren Bauarbeiten geschaffen.

Temporärer A2-Anschluss soll während des Brückenneubaus helfen

Eine zentrale Voraussetzung für den Ersatzneubau ist eine zusätzliche, zeitlich befristete Anschlussstelle an der Autobahn 2 im Bereich der Siegenbeckstraße in Hamm-Uentrop.

Die Bauarbeiten dafür haben am 12. Oktober 2026 begonnen. Die Stadt Hamm bestätigte den Baustart am 14. Oktober. Die neue Anschlussstelle soll nach derzeitigem Zeitplan innerhalb von ungefähr einem Jahr fertiggestellt werden.

Erst danach soll die L667 für den umfangreichen Abriss und Neubau der Brücken längerfristig gesperrt werden. Für diese Arbeiten wird mit einer Bauzeit von ungefähr zwei Jahren gerechnet.

Die zusätzliche Autobahnanschlussstelle soll insbesondere den Wirtschaftsverkehr während der Bauzeit aufnehmen. Nach Angaben von Radio Lippewelle Hamm vom 6. Oktober könnten dadurch Umwege von bis zu 23 Kilometern durch das Hammer Stadtgebiet vermieden werden.

An dem Konzept arbeiten Straßen.NRW, die Stadt Hamm, die Autobahn GmbH und weitere beteiligte Stellen zusammen.

Die aktuelle Sperrung vom 30. Oktober bis zum 1. November betrifft dagegen zunächst die vorbereitenden Gehölzarbeiten. Die vorübergehende Umleitung über die B475 und Lippborg ist deshalb von der später geplanten Verkehrsführung über die zusätzliche A2-Anschlussstelle zu unterscheiden.

Mit MS-Aktuell immer ohne Paywall lesen
Bei Google bevorzugen

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu