
Münster. Rund um den Dreikönigstag sind im gesamten Bistum Münster wieder hunderte Sternsingerinnen und Sternsinger unterwegs. Kinder und Jugendliche ziehen von Haus zu Haus, segnen Wohnungen und sammeln Spenden für benachteiligte Kinder weltweit. Die Aktion verbindet religiöse Tradition mit sozialem Engagement und erreicht jedes Jahr tausende Haushalte im Münsterland.
Stellvertretend für die vielen engagierten Gruppen empfing Diözesanadministrator Antonius Hamers am Dreikönigsmorgen vier Mädchen im Bischofshaus. Die Sternsingerinnen sangen „Stern über Bethlehem“ und überbrachten den traditionellen Segen „20*C+M+B+26“, der für „Christus segne dieses Haus“ steht. Anschließend führte ihr Weg in den St.-Paulus-Dom, wo sie die Krippe besuchten und den Segensspruch am Portal anbrachten.
Die vier Mädchen aus der Kirchengemeinde St. Clemens Hiltrup-Amelsbüren stehen exemplarisch für hunderte Kinder und Jugendliche, die sich im Bistum Münster an der Aktion beteiligen. Trotz winterlicher Temperaturen machen sie sich auf den Weg, um den Segen zu überbringen und Spenden zu sammeln. Der Dank des Bistums richtet sich dabei an alle Ehrenamtlichen, die ihren Jahresbeginn in den Dienst einer guten Sache stellen.
Der Geistliche Leiter des Bund der Deutschen Katholischen Jugend im Bistum Münster betont die gesellschaftliche Bedeutung der Aktion. Die Sternsingerinnen und Sternsinger trügen eine Botschaft von Frieden, Freude und Mitmenschlichkeit in die Gemeinden. Gleichzeitig erfahren Kinder und Erwachsene, wie wichtig solidarisches Handeln über Ländergrenzen hinweg ist.
Die 68. Aktion Dreikönigssingen steht unter dem Leitgedanken „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“. Im Fokus stehen Projekte, die Kindern Bildung ermöglichen und sie vor ausbeuterischer Arbeit schützen. Die gesammelten Spenden kommen insbesondere Kindern in Bangladesch und weiteren Regionen weltweit zugute, in denen Kinderrechte häufig verletzt werden.
Im vergangenen Aktionsjahr sammelten die Sternsingerinnen und Sternsinger im Bistum Münster rund 3,69 Millionen Euro – ein Rekordergebnis. Beteiligt waren mehr als 270 Gemeinden und Gruppen. Bundesweit kamen zuletzt über 48 Millionen Euro zusammen. Seit dem Start der Aktion im Jahr 1959 wurden insgesamt mehr als 1,4 Milliarden Euro für Hilfsprojekte gesammelt. Träger der bundesweiten Aktion sind das Kindermissionswerk Die Sternsinger und der BDKJ.
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