Uni Baskets Münster verlieren den Anschluss und unterliegen Nürnberg deutlich

Uni Baskets Münster bezwingen Bochum im Derby und feiern ersten Heimsieg
Foto: Uni Baskets / Teamfoto Saison 2025/2026

Teilen:

Münster. Die Uni Baskets Münster haben den Abschluss der Hinrunde in der 2. Basketball-Bundesliga ProA mit einer ernüchternden Heimniederlage beendet. Beim 75:86 gegen die Nürnberg Falcons zeigte sich vor 2725 Zuschauerinnen und Zuschauern in der Halle Berg Fidel ein Muster, das sich in dieser Saison bereits mehrfach angedeutet hat. Ein ordentlicher Beginn reichte nicht aus, um über 40 Minuten konkurrenzfähig zu bleiben.

Münster startete ordentlich in die Partie. Das erste Viertel verlief ausgeglichen, die Uni Baskets fanden über Distanzwürfe ihren Rhythmus und hielten das Tempo der Gäste mit. Auch im zweiten Abschnitt blieb das Spiel zunächst offen. Einzelaktionen sorgten dafür, dass Münster bis zur Mitte des Viertels auf Augenhöhe blieb. Doch bereits vor der Pause zeigten sich erste strukturelle Probleme, insbesondere im Spielaufbau und in der defensiven Zuordnung.

Mit dem 36:41-Halbzeitrückstand war für Münster noch alles möglich. Was folgte, war jedoch ein spielentscheidender Einbruch. Nach dem Seitenwechsel verlor das Team zunehmend die Kontrolle über Tempo, Ball und Raum. Nürnberg nutzte diese Phase konsequent aus und setzte sich innerhalb weniger Minuten zweistellig ab.

Das dritte Viertel entscheidet – Nürnberg dominiert, Münster verliert Struktur

Das dritte Viertel wurde zum klaren Wendepunkt der Partie. Während Nürnberg den Ball schnell laufen ließ und physisch präsent blieb, verfielen die Uni Baskets Münster in Einzelaktionen. Die Offensive wirkte zerfahren, defensiv fehlte der Zugriff. In dieser Phase sammelten die Gäste einfache Punkte, während Münster kaum zu geordneten Abschlüssen kam.

Statistisch spiegelt sich diese Phase deutlich wider. Münster leistete sich über das gesamte Spiel hinweg 19 Ballverluste, Nürnberg nutzte viele davon direkt zu Punkten. Die Falcons kamen auf 13 Steals und setzten Münster immer wieder unter Druck. Auch im Rebound-Duell hatte Nürnberg Vorteile, insbesondere in der Defensive, wodurch zweite Chancen für die Uni Baskets selten blieben.

Unterstütze ms-aktuell.de

Gemeinsam halten wir unabhängige Nachrichten frei zugänglich. Was es dir wert ist, entscheidest du.

Mit PayPal unterstützen

Die Wurfquoten verschärften das Problem. Während Nürnberg effizient aus dem Feld agierte und von der Freiwurflinie sicher blieb, ließ Münster zu viele Möglichkeiten liegen. Vor allem aus der Distanz fehlte die Konstanz, um einen Lauf der Gäste zu stoppen oder selbst einen zu starten. Der Vorsprung Nürnbergs wuchs im dritten Viertel kontinuierlich an und war zu Beginn des Schlussabschnitts bereits spielentscheidend.

Das lesen andere gerade

Schadensbegrenzung im Schlussviertel – Ausblick auf die Rückrunde

Im letzten Abschnitt blieb Münster zwar engagiert, kam dem zweistelligen Rückstand aber nicht mehr entscheidend näher. Einzelne erfolgreiche Aktionen verkürzten den Rückstand phasenweise, änderten aber nichts mehr am Spielausgang. Nürnberg spielte die Partie kontrolliert zu Ende, ließ keine Zweifel mehr aufkommen und nahm einen verdienten Auswärtssieg aus Münster mit.

Die Niederlage zeigt klar, wo die Probleme der Uni Baskets Münster liegen. Zu viele Ballverluste, fehlende defensive Stabilität und ein Angriff, der über längere Phasen ohne klare Struktur agiert. Diese Faktoren lassen sich nicht mit einzelnen guten Minuten kompensieren, sondern entscheiden Spiele auf ProA-Niveau.

Teilen:

Münster Map
Zum Aktivieren tippen
Route anzeigen

Mehr Beiträge: