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Cannabis-Unternehmen am Wendepunkt: Was die Gesetzesänderungen bedeuten

Canabis Legalisierung und Tilray
Bild von 2H Media aus Unsplash

Die Cannabis-Industrie steht vor einer möglichen Revolution. Seit Jahren hoffen Unternehmen in diesem Sektor auf eine Lockerung der strengen Gesetze, die den Anbau und Verkauf von Cannabis in vielen Ländern verbieten. Nun könnten diese Hoffnungen Wirklichkeit werden, und Unternehmen wie Tilray könnten zu den Hauptnutznießern gehören.

Warum Cannabis-Aktien wieder im Rampenlicht stehen

Es gibt ein Sprichwort, das besagt, dass das Unerwartete oft am längsten lebt. In den letzten Monaten schienen Investoren das Interesse an Unternehmen verloren zu haben, die sich auf Cannabis-Produkte spezialisiert haben. Doch seit dem Höhepunkt der Coronapandemie im Februar 2021 haben viele dieser Aktien erhebliche Verluste erlitten. Einige Unternehmen verloren sogar mehr als 90% ihres Wertes. Doch das Blatt könnte sich wenden.

Die US-Regierung und ihre neue Haltung zu Cannabis

Ende August gab es eine bedeutende Entwicklung, als das US-Gesundheitsministerium der DEA vorschlug, Cannabis von der Kategorie Schedule I (eine Kategorie für Drogen mit hohem Missbrauchspotenzial und ohne medizinischen Nutzen) in die Kategorie Schedule III zu verschieben. Dies würde Cannabis mit anderen Substanzen wie Ketamin und anabolen Steroiden gleichsetzen, die ein geringeres Abhängigkeitsrisiko aufweisen.

Was bedeutet das für Cannabis-Unternehmen?

Ein solcher Schritt würde den Zugang von Cannabis-Unternehmen zum legalen US-Finanzsektor erheblich erleichtern. Bisher hatten viele dieser Unternehmen Schwierigkeiten, Bankkonten zu eröffnen oder Kredite zu erhalten, da viele Banken Beziehungen zu Unternehmen mit einem „Schmuddel-Image“ ablehnten. Der SAFE Banking Act könnte diese Barrieren beseitigen und den Unternehmen den Zugang zu mehr Finanzinstrumenten ermöglichen.

Die aktuelle Lage der Cannabis-Aktien

Trotz der jüngsten positiven Entwicklungen erlebten Cannabis-Aktien kürzlich einen Rückschlag, als kritische Stimmen gegen die Legalisierung laut wurden. Dennoch gibt es Gründe für Optimismus. Einige Aktien, wie die von Aurora Cannabis und Canopy Growth, verzeichneten kürzlich enorme Kursgewinne. Mit der möglichen Legalisierung von Cannabis könnten diese Unternehmen und andere in der Branche weiterhin florieren.

Tilray: Ein Blick auf den aufstrebenden Giganten

Tilray, ein Unternehmen mit Sitz in New York und Ontario, hat sich als Marktführer im Cannabis-Geschäft etabliert. Sie sind nicht nur in der Produktion und im Vertrieb von Cannabis tätig, sondern haben auch eine wachsende Präsenz im Alkoholsektor. Trotz ihrer beeindruckenden Geschäftsentwicklung hat Tilray noch nicht den Break-Even erreicht. Dennoch sind die Aussichten für das Unternehmen und die gesamte Branche vielversprechend.

Fazit

Die Cannabis-Industrie steht an einem entscheidenden Wendepunkt. Mit möglichen Gesetzesänderungen in den USA und anderen Ländern könnten Unternehmen, die sich auf Cannabis-Produkte spezialisiert haben, in den kommenden Jahren erhebliche Gewinne erzielen. Investoren sollten diese Entwicklungen genau beobachten und überlegen, wie sie von den Chancen in diesem aufstrebenden Sektor profitieren können.