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Familien in der Krise: Auswirkungen der Covid-19-Pandemie und Preissteigerungen

Münster mit Kindern: Münster hat für Kinder viel zu bieten. Ein Ausflug nach Münster mit Kindern lohnt sich!
Quelle: Pixabay, MabelAmber

Familien in der Krise: Die Covid-19-Pandemie und allgemeine Preissteigerungen haben Familien besonders hart getroffen. Trotz dieser Herausforderungen blicken viele Eltern optimistisch in die Zukunft.

Zukunftsoptimismus bei Eltern

Eine Umfrage zeigt, dass 46 Prozent der Eltern mit minderjährigen Kindern trotz der Belastungen zuversichtlich in die Zukunft blicken. Im Vergleich dazu sind nur 42 Prozent der Gesamtbevölkerung ähnlich optimistisch. Diese positive Einstellung der Eltern könnte auf die Unterstützung zurückzuführen sein, die sie innerhalb ihrer Familien erfahren.

Familiärer Halt in schwierigen Zeiten

Für 82 Prozent der Bevölkerung ist die Familie in schwierigen Zeiten eine wichtige Stütze. Dieser familiäre Rückhalt ist besonders in Krisenzeiten von großer Bedeutung und trägt zur Zufriedenheit der Menschen bei.

Personen mit Kindern im Haushalt sind insgesamt zufriedener als Personen ohne eigene Kinder. Diese höhere Zufriedenheit könnte auf den familiären Zusammenhalt und die gemeinsame Bewältigung von Herausforderungen zurückzuführen sein.

Forderung nach staatlicher Unterstützung

Zwei Drittel der Eltern mit minderjährigen Kindern wünschen sich mehr staatliche Unterstützung. Maßnahmen wie die Erhöhung des Kindergelds, die Kindergrundsicherung und die Familienstartzeit finden hohe Zustimmungswerte und könnten zur Entlastung der Familien beitragen.

Die Struktur der Familien hat sich in den letzten Jahren verändert. 69 Prozent der Eltern sind verheiratet, während die Zahl der Lebensgemeinschaften von 9 Prozent im Jahr 2012 auf 12 Prozent im Jahr 2022 gestiegen ist. Der Anteil der Alleinerziehenden bleibt konstant bei etwa einem Fünftel.

Kinderzahl und regionale Unterschiede

Die Mehrheit der Familien hat ein (49 Prozent) oder zwei Kinder (38 Prozent). In Ostdeutschland gibt es mehr Alleinerziehende und Lebensgemeinschaften. Einwanderung spielt ebenfalls eine Rolle: In über 40 Prozent aller Familien hat mindestens ein Elternteil einen Migrationshintergrund.

Die Geburtenziffer lag 2022 bei 1,46 Kindern pro Frau, ein Rückgang gegenüber 2021. Trotz dieses Rückgangs bleibt der Kinderwunsch in der Bevölkerung hoch.

Im Jahr 2023 waren 36 Prozent der unter Dreijährigen und 91 Prozent der Drei- bis Fünfjährigen in Betreuung. Es gibt jedoch weiterhin Betreuungslücken, besonders für benachteiligte Familien.

Sorgen von Kindern und Jugendlichen

Der Klimawandel, der russische Angriffskrieg und die Inflation sind die größten Sorgen von Kindern und Jugendlichen. Trotzdem bleibt die Familie ein wichtiger Stabilitätsanker.

Den meisten Familien geht es wirtschaftlich gut, und die Einkommensunterschiede zwischen Familien und Kinderlosen sind gering. Materielle Entbehrungen betreffen jedoch 7 Prozent der Familien, und die Armutsrisikoquote für Kinder unter 18 Jahren lag 2022 bei 14,8 Prozent.

Erwerbstätigkeit und Familienfreundlichkeit

Die Erwerbstätigkeit von Müttern und die Beteiligung der Väter am Elterngeld steigen. Eine partnerschaftliche Aufgabenteilung bleibt ein Ziel. 86 Prozent der Unternehmen finden familienfreundliche Maßnahmen wichtig und werden vom Netzwerk „Erfolgsfaktor Familie“ unterstützt.

Die digitale Transformation betrifft alle Lebensbereiche. Ziel ist eine gerechte, soziale und nachhaltige Digitalisierung zum Wohle der Familien. Digitale Kompetenzen und Angebote wie Chatbots und der Kindergrundsicherungs-Check werden entwickelt, um Familien zu unterstützen.