Johannes Wessels wechselt von Münster an die Spitze der Universität Göttingen

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Foto: Erich Westendarp

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Münster. Der Münsteraner Uni-Rektor Johannes Wessels wird neuer Präsident der Universität Göttingen. Der 64-jährige Physiker wurde am Mittwoch einstimmig gewählt. Seine sechsjährige Amtszeit soll voraussichtlich gegen Ende des Jahres beginnen. Für Wessels endet damit nach zehn Jahren an der Spitze der Universität Münster ein prägendes Kapitel. In Göttingen übernimmt er eine Hochschule, die nach einer schwierigen Führungsphase auf Stabilität und Erfahrung setzt.

Göttingen setzt nach Führungskrise auf Wessels

Die Universität Göttingen hatte zuletzt unruhige Jahre erlebt. Der frühere Präsident Metin Tolan wurde 2024 vom Senat abgewählt, seit März 2025 führt Axel Schölmerich die Hochschule übergangsweise. Auch wissenschaftspolitisch steht Göttingen unter Druck: 2025 verlor die Universität die Förderung ihres Exzellenzclusters „Multiscale Bioimaging“. Vor diesem Hintergrund bekommt die Wahl von Wessels besonderes Gewicht. Er soll die traditionsreiche Universität strategisch weiterentwickeln und die Leitung dauerhaft neu ordnen.

Münster hat die Nachfolge bereits geregelt

Wessels leitet die Universität Münster seit Oktober 2016. Zuvor war er unter anderem Direktor des Instituts für Kernphysik und Dekan des Fachbereichs Physik. Zudem ist er Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz Nordrhein-Westfalen. In Münster ist seine Nachfolge bereits entschieden: Susanne Menzel-Riedl soll am 1. Oktober 2026 neue Rektorin werden. Damit laufen an beiden Hochschulen Führungswechsel parallel. Wessels wechselt von Münster nach Göttingen, während die Universität Münster ihr Rektorat neu aufstellt.

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