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Neuer Sicherheitsdienst auf dem Send in Münster: Kritik an Kontrolle und Transparenz

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Foto: David Olef

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Wechsel beim Sicherheitsdienst sorgt für Diskussionen

Seit dem Frühjahr 2025 ist beim Send in Münster ein neuer Sicherheitsdienst im Einsatz. Die Firma PMC hat den Auftrag übernommen und ersetzt damit das bisher zuständige Unternehmen HRC. Die Vergabe erfolgte regulär durch die Stadt Münster. Während der Wechsel unter Schaustellern auf Zustimmung stößt, werfen andere Stimmen Fragen zur Kontrolle und Qualität der Sicherheitsmaßnahmen auf.

Kritik am früheren Sicherheitsdienst HRC

In den vergangenen Jahren hatte es wiederholt Beschwerden über die Arbeit des früheren Sicherheitsdienstes HRC gegeben. Bemängelt wurden insbesondere:

  • zu strenge Regeln für Besucher und Schausteller,

  • problematische Einlasskontrollen,

  • fehlende Flexibilität beim Wiedereinlass – etwa nach Pausen oder bei vergessenen Ausweisen,

  • Verbote von Alltagsgegenständen wie Parfüm oder Deodorant auf dem Veranstaltungsgelände.

Diese strikten Maßnahmen sorgten für Unmut bei vielen Beteiligten und trübten aus ihrer Sicht die Atmosphäre des beliebten Volksfestes.

PMC startet mit Vorschusslorbeeren – doch bleibt Kritik an System

Mit dem neuen Sicherheitsdienst PMC scheint sich der Ton auf dem Gelände verändert zu haben. Aus dem Schaustellerumfeld kommt vermehrt Lob für die professionellere und umgängliche Art des neuen Personals. Auch wird positiv hervorgehoben, dass PMC über erfahrenes Personal mit handwerklichem Hintergrund verfügt – ein möglicher Vorteil bei der Betreuung von Aufbau- und Betriebsabläufen.

Trotz der positiven Rückmeldungen bleibt bei vielen ein grundsätzliches Unbehagen. Denn ein Wechsel des Dienstleisters allein garantiert noch keine langfristige Verbesserung der Gesamtsituation. Es stellt sich die Frage: Wie wird die Arbeit des Sicherheitsdienstes eigentlich kontrolliert? Welche Standards gelten – und wie wird deren Einhaltung sichergestellt?

Stadt Münster weiterhin in der Verantwortung

Auch wenn die Stadt Münster den Auftrag im Rahmen eines regulären Verfahrens neu vergeben hat, endet ihre Verantwortung nicht mit dem Vertragsabschluss. Transparenz, Kontrolle und eine klare Kommunikation zwischen Veranstaltern, Schaustellern und Sicherheitsdienst sind entscheidend für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit – und für das Sicherheitsempfinden der Besucher.