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Vertagung der Schmerzensgeldklage gegen Erzbistum Köln

Die Verhandlung über eine Schmerzensgeldklage gegen das Erzbistum Köln wurde auf den 4. Juni verschoben.
Foto: NoName_13

Schmerzensgeldforderung von 830.000 Euro gegen die Kirche

In einem bedeutenden Rechtsstreit um Schmerzensgeld hat das Kölner Landgericht die Verhandlung einer Missbrauchsbetroffenen gegen das Erzbistum Köln auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Ursprünglich für den 9. April angesetzt, wurde der neue Verhandlungstermin auf den 4. Juni festgelegt. Im Zentrum des Falls steht die Forderung der Klägerin nach 830.000 Euro Schmerzensgeld für das Leid, das ihr durch die Taten eines Priesters, bei dem sie als Pflegetochter lebte, zugefügt wurde.

Hintergründe des Missbrauchsfalls

Die Klägerin, die in den 70er und 80er Jahren schwer sexuell missbraucht wurde, richtet ihre Forderungen gegen das Erzbistum Köln. Ihr Peiniger, ein Priester, wurde bereits im Februar 2022 vom Kölner Landgericht zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Über einen Zeitraum von 25 Jahren, von 1993 bis 2018, missbrauchte er neun Mädchen in verschiedenen Städten Nordrhein-Westfalens schwer. Die Verschiebung der Verhandlung erfolgte nach einem Hinweis der Kammer an die Klägerseite, in dem Zweifel an der bisherigen Darlegung der Ansprüche geäußert wurden.

Rechtliche Einwände und zukünftige Schritte

Das Gericht erklärte, die Verschiebung sei auf Bedenken zurückzuführen, ob die Taten des Priesters als privates Handeln zu werten seien. Diese rechtliche Feinheit könnte entscheidend für den Ausgang des Verfahrens sein. Das Gericht hat damit deutlich gemacht, dass es weiteren Klärungsbedarf gibt, bevor eine Entscheidung getroffen werden kann.

Ausblick auf den neuen Verhandlungstermin

Mit der Ansetzung des neuen Termins am 4. Juni gibt das Gericht den beteiligten Parteien Zeit, ihre Positionen zu überdenken und gegebenenfalls ihre Argumentation zu schärfen. Die Aufmerksamkeit, die diesem Fall zuteilwird, unterstreicht die Bedeutung von Transparenz und Gerechtigkeit in Missbrauchsfällen innerhalb der Kirche.