
Die Waldbrandgefahr in NRW steigt. In mehreren Regionen sind bereits Waldbrände gemeldet worden. Betroffen waren unter anderem Flächen bei Hagen, Altena, Straelen und in der Nähe von Overath. Die Brände breiteten sich aufgrund der Trockenheit schnell aus.
Die genauen Ursachen sind bislang unklar. Laut Umweltbundesamt (UBA) geht etwa die Hälfte aller Waldbrände auf ungeklärte Auslöser zurück. In rund 40 Prozent der Fälle liegt menschliches Fehlverhalten zugrunde – etwa durch fahrlässiges Verhalten von Waldbesuchern oder forstwirtschaftliche Arbeiten.
Ein Blick auf die Wetterdaten zeigt: Der Februar und März 2025 fielen in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens deutlich zu trocken aus. Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung warnt vor sehr trockenen oberen Bodenschichten.
Der Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes liegt aktuell landesweit bei Stufe 3 von 5. Das bedeutet eine mittlere Gefahrenlage – doch die Entwicklung bleibt dynamisch. Bereits in den vergangenen Wochen kam es zu kleineren Bränden, etwa bei Lindlar, wo rund 35.000 Quadratmeter Wald betroffen waren.
Die Feuerwehren in NRW haben auf die steigende Waldbrandgefahr in NRW reagiert. In mehreren Städten wurden geländegängige Fahrzeuge angeschafft, die Einsätze in schwer zugänglichen Gebieten ermöglichen sollen. Zusätzlich kommen sogenannte Wasserrucksäcke zum Einsatz, die eine Brandbekämpfung zu Fuß erleichtern.
Ein innovatives Beispiel ist das Frühwarnsystem im Kreis Wesel: Dort erfassen Kameras in Verbindung mit spezieller Software mögliche Rauchentwicklungen automatisch und melden sie frühzeitig.
Im Brandfall ist schnelle Hilfe entscheidend. Die Feuerwehr sollte sofort über den Notruf verständigt werden. Viele Wandergebiete verfügen über Rettungspunkte, die eine genaue Ortung ermöglichen. In Städten wie Bielefeld sind diese Punkte mit gelben Tafeln und roter Umrandung gekennzeichnet.
Alternativ kann auch die App „Hilfe im Wald“ zur Standortübermittlung genutzt werden. Waldbesucher sollten offenes Feuer, Rauchen und Glasflaschen im Wald konsequent vermeiden.