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Die Börsenweisheit „Nicht ins fallende Messer greifen“: Bedeutung und Anwendung

Börsenweißheit. Nicht ins fallende Messer greifen. Was heißt das eigentlich?
Quelle: Ksenia Makagonova auf Unplah

Eines der bekanntesten Sprichwörter der Börsenwelt lautet „Greife nie in ein fallendes Messer“. Diese Weisheit ist mehr als nur ein Sprichwort – es ist eine grundlegende Investitionsregel, die Anlegern dabei hilft, finanzielle Verluste zu vermeiden. Der folgende Artikel beleuchtet die Bedeutung und Anwendung dieser Börsenweisheit.

Bedeutung der Börsenweisheit

Das Sprichwort „Nicht ins fallende Messer greifen“ ist eine bildhafte Formulierung, die sich auf das Risiko bezieht, Aktien oder andere Wertpapiere zu kaufen, deren Kurse gerade stark fallen. Die Botschaft dahinter ist einfach: Wenn ein Wertpapier einen starken Abwärtstrend aufweist, sollte man vorsichtig sein und nicht voreilig kaufen in der Hoffnung, ein Schnäppchen zu machen.

Das „fallende Messer“ symbolisiert den abwärts gerichteten Preis einer Aktie. So wie es gefährlich ist, ein tatsächlich fallendes Messer zu greifen, ist es auch riskant, in ein stark abwärts gerichtetes Wertpapier zu investieren. Die Gefahr besteht darin, dass der Preis weiter fallen könnte, was zu erheblichen Verlusten führen kann.

Anwendung der Börsenweisheit

Die Regel „Nicht ins fallende Messer greifen“ empfiehlt, abzuwarten, bis sich der Kurs eines Wertpapiers stabilisiert hat und Anzeichen für eine Trendwende erkennbar sind, bevor man eine Kaufentscheidung trifft. Es kann verlockend sein, Aktien zu kaufen, wenn sie stark gefallen sind, in der Hoffnung auf eine schnelle Erholung. Doch es ist schwer vorherzusagen, wann der Boden erreicht ist und der Kurs wieder steigen wird. Oft kann eine Aktie, die bereits stark gefallen ist, noch weiter fallen.

Es ist wichtig zu verstehen, dass diese Regel nicht bedeutet, dass man nie in fallende Aktien investieren sollte. Vielmehr geht es darum, den richtigen Zeitpunkt abzuwarten und nicht voreilig zu handeln. Eine gründliche fundamentale und technische Analyse kann dabei helfen, den richtigen Zeitpunkt zu bestimmen.

Wirecard: Ein Beispiel für das fallende Messer

Das Debakel um das deutsche Fintech-Unternehmen Wirecard bietet ein anschauliches Beispiel für die Börsenweisheit „Nicht ins fallende Messer greifen“. Nachdem im Juni 2020 bekannt wurde, dass rund 1,9 Milliarden Euro in der Bilanz des Unternehmens fehlten, stürzte der Aktienkurs von Wirecard ab. Viele Anleger sahen darin eine Kaufgelegenheit und hofften auf eine schnelle Erholung des Aktienkurses.

Diese Hoffnung beruhte auf der Annahme, dass der starke Preissturz eine Überreaktion des Marktes war und dass die Aktie unterbewertet sei. Doch anstatt sich zu erholen, fiel der Aktienkurs von Wirecard weiter, und das Unternehmen meldete schließlich Insolvenz an.

Die Anleger, die versucht hatten, das „fallende Messer“ zu greifen, mussten erhebliche Verluste hinnehmen. Das Beispiel Wirecard zeigt, wie riskant es sein kann, in eine Aktie zu investieren, deren Kurs stark fällt. Es unterstreicht die Bedeutung der Börsenweisheit „Nicht ins fallende Messer greifen“ und die Notwendigkeit, Kaufentscheidungen auf sorgfältigen Analysen zu basieren und nicht auf der Hoffnung auf schnelle Gewinne.

General Motors: Eine weitere Lektion in Sachen fallendes Messer

Ein weiteres Beispiel für das Risiko des „Greifens ins fallende Messer“ bietet der Fall des Automobilriesen General Motors (GM). Vor der Finanzkrise 2008 litt GM unter einer Reihe von Problemen, darunter hohe Betriebskosten, sinkende Marktanteile und eine enorme Schuldenlast. Im Jahr 2008 fielen die Aktien von GM aufgrund der wirtschaftlichen Abschwächung und der globalen Finanzkrise stark.

Einige Investoren sahen in dem niedrigen Aktienkurs eine Kaufgelegenheit und hofften auf eine Wiederbelebung des Unternehmens und eine Rückkehr zu früheren Hochs. Doch anstatt sich zu erholen, sank der Aktienkurs von GM weiter, und das Unternehmen meldete schließlich 2009 Insolvenz an.

Obwohl GM später restrukturiert wurde und an die Börse zurückkehrte, erlitten die Investoren, die während des Absturzes gekauft hatten, erhebliche Verluste. Die GM-Erfahrung zeigt erneut die Wichtigkeit der Börsenweisheit „Nicht ins fallende Messer greifen“. Es ist wichtig, dass Anleger eine gründliche Analyse durchführen und das Risiko einer weiteren Abwärtsbewegung gegen das Potenzial einer Erholung abwägen, bevor sie eine Kaufentscheidung treffen.

Fazit

Die Börsenweisheit „Nicht ins fallende Messer greifen“ ist eine wertvolle Regel, die Anlegern helfen kann, kostspielige Fehler zu vermeiden. Es ist wichtig, stets vorsichtig und geduldig zu sein und fundierte Entscheidungen auf der Grundlage gründlicher Analysen zu treffen. An der Börse gibt es keine Garantien, aber mit Weisheit und Vorsicht kann das Risiko von Verlusten minimiert werden.

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