
Münster. Zum Start der Freiluftsaison verschärft Münster den Blick auf Partymüll und illegale Abfallablagerungen. Die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster starten ab dem 1. Mai eine neue Kampagne für mehr Stadtsauberkeit. Hintergrund sind unter anderem die stark genutzten Treffpunkte am Aasee, in Parks und am Kanal. Allein auf den Aaseewiesen sammelten die awm im vergangenen Jahr nach dem 1. Mai rund 3,2 Tonnen Abfall ein.
Ein Teil der Kampagne läuft unter dem Titel „Party hard, clean smart“. Damit sprechen die awm vor allem jüngere Menschen an, die in den warmen Monaten draußen feiern. Entwickelt wurde dieser Bereich gemeinsam mit Studierenden der Münster School of Design der FH Münster. Entstanden sind Plakatmotive und Social-Media-Ideen, die nicht belehren, sondern direkt an die Lebenswelt der Zielgruppe anknüpfen sollen.
Die Kampagne arbeitet mit zugespitzten Slogans wie „Flasche leer – der Aasee verdient mehr“ oder „Deine Schnapsidee liegt noch am Ufer“. Die Motive basieren auf Eindrücken vermüllter Aaseewiesen nach einer Partynacht.
Neben Partymüll nimmt die Kampagne auch illegale Abfallablagerungen im gesamten Stadtgebiet in den Blick. In den vergangenen zwei Jahren wurden den awm rund 6.500 Fälle gemeldet. Dazu zählen falsch herausgestelltes Sperrgut, Mülltüten, Farbeimer, Autoreifen oder Elektrogeräte, die unerlaubt im öffentlichen Raum abgestellt werden.
Für die awm bedeutet das zusätzlichen Aufwand und Kosten. Unter dem Motto „Ernsthaft?“ soll deshalb die gesamte Stadtgesellschaft angesprochen werden. Die Botschaft wird über Plakate, Social Media, Fahrzeugbeschriftungen und Radiospots verbreitet.
Oberbürgermeister Tilman Fuchs ordnet die Kampagne als gemeinsame Aufgabe für Münster ein. „Wir verdeutlichen damit einmal mehr, dass Stadtsauberkeit Gemeinschaftsaufgabe ist und nur im Zusammenspiel aller gelingen kann“, sagt Fuchs. Auch Nachhaltigkeitsdezernent Arno Minas verweist darauf, dass die Kampagne bestehende Maßnahmen ergänze, „von der Abfallentsorgung über Aufklärung bis hin zu bürgerschaftlichem Engagement für mehr Sauberkeit im Alltag“.
Auch awm-Sprecherin Manuela Feldkamp-Bode betont den praktischen Ansatz der Kampagne: „Wir informieren und zeigen gleichzeitig konkrete Handlungsmöglichkeiten für mehr Sauberkeit im Alltag auf.“
In Kürze sollen weitere Maßnahmen des Nachtbürgermeister-Teams und der Gastronomie starten. Sie richten sich vor allem gegen Partyabfälle in stark frequentierten Bereichen der Altstadt. Damit setzt Münster nicht nur auf Appelle, sondern auch auf gezielte Ansprache an den Orten, an denen Abfall besonders häufig entsteht.
Wer illegale Ablagerungen entdeckt, kann sie über den Mängelmelder der Stadt melden. Die neue Kampagne soll zugleich zeigen, wie Abfälle richtig entsorgt werden können und welche einfachen Möglichkeiten es gibt, öffentliche Orte sauberer zu halten.
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