
Münster. Eine 79-jährige Frau aus Münster ist Opfer eines Betrugs geworden. Nach Angaben der Polizei meldete sich am Freitag, 24. April 2026, zunächst eine unbekannte Anruferin bei der Seniorin und gab sich als Mitarbeiterin einer Bank aus. Die Frau behauptete, es habe auffällige Abbuchungen vom Konto der Münsteranerin gegeben.
Anschließend wurde das Gespräch an einen Mann weitergeleitet, der sich als Polizist ausgab. Er erklärte der 79-Jährigen, ihre Bankkarte und die dazugehörige Geheimzahl würden für angebliche Ermittlungen benötigt. Kurz darauf erschien ein Mann am Wohnhaus der Seniorin an der Straße Zur Mariengrotte und nahm die Karte entgegen.
Nach der Übergabe ließ die Münsteranerin ihre Bankkarte sperren. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde kein Geld vom Konto abgebucht. Dennoch zeigt der Fall, wie gezielt Betrüger ältere Menschen unter Druck setzen und mit erfundenen Notlagen oder angeblichen Ermittlungen Vertrauen erschleichen.
Die Polizei weist in solchen Fällen immer wieder darauf hin, dass echte Polizeibeamte niemals Bankkarten, Bargeld, Schmuck oder Geheimzahlen anfordern. Auch Banken fragen telefonisch keine PIN ab und schicken keine unbekannten Personen zur Abholung von Karten oder Wertsachen vorbei.
Die 79-Jährige konnte den Mann beschreiben, der die Bankkarte an ihrem Haus entgegennahm. Er soll etwa 25 Jahre alt und zwischen 1,60 und 1,70 Meter groß gewesen sein. Nach Angaben der Seniorin war er blond, pummelig, trug keinen Bart und hatte ein rundliches Gesicht.
Bekleidet war der Unbekannte mit einer dunklen Hose und einer hellblauen Steppjacke. Die Polizei Münster bittet Zeugen, die Hinweise zu dem Mann oder zu den Betrügern geben können, sich unter der Telefonnummer 0251 275-0 zu melden.
Die Polizei rät, bei Anrufen von unbekannten Nummern grundsätzlich misstrauisch zu sein. Wer unter Druck gesetzt wird, angeblich sofort handeln soll oder Geld, Bankkarten oder Wertsachen übergeben soll, sollte das Gespräch beenden und selbst die Polizei verständigen.
Im Zweifel gilt: Nicht zurückrufen, keine persönlichen Daten nennen und keine Gegenstände an Fremde übergeben. Wer unsicher ist, sollte den Notruf 110 wählen oder sich direkt an die Polizei wenden.
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