
C&A befindet sich mitten im Wandel. Seit Juli 2024 führt Edward Brenninkmeijer, Mitglied der Eigentümerfamilie, das Europageschäft des Modekonzerns wieder selbst. Nach übereinstimmenden Medienberichten steht damit eine strategische Neuausrichtung an. Ziel ist eine klarere Organisation, schlankere Strukturen und eine stärkere Fokussierung auf rentable Standorte. Der Führungswechsel markierte zugleich das Ende der Ära von Giny Boer, die zuvor als CEO tätig war.
Die Familie will das Unternehmen wieder stärker aus eigener Hand steuern und setzt dabei auf klassische Einzelhandelsprinzipien: weniger Managementebenen, überprüfte Standorte und ein auf Kernsortimente konzentriertes Angebot. Die Veränderungen betreffen den Konzern europaweit, sollen jedoch insbesondere in Deutschland spürbar werden.
Auch die Filiale C&A Münster an der Ludgeristraße 36 ist Teil dieses bundesweiten Filialnetzes. Nach offiziellen Angaben bleibt der Standort derzeit geöffnet und führt sein reguläres Sortiment fort. Laut dem aktuellen Online-Filialverzeichnis von C&A gelten unverändert die gewohnten Öffnungszeiten von Montag bis Samstag zwischen 10 und 20 Uhr.
Konkrete Schließungspläne für Münster sind bislang nicht bekannt. Dennoch passt der Standort zur übergeordneten Strategie der Eigentümerfamilie, die auch auf eine aktivere Nutzung und Entwicklung ihrer Immobilien setzt. Das Gebäude, in dem sich die Filiale befindet, wurde 2014 von Redevco, einem zur COFRA-Gruppe und damit zur Eigentümerfamilie Brenninkmeijer gehörenden Immobilienunternehmen, umfassend modernisiert. Damals verfügte das Modehaus über eine Verkaufsfläche von rund 6.200 Quadratmetern.
Laut einem Bericht der WirtschaftsWoche wird derzeit geprüft, ob Teile der Immobilie künftig auch anders genutzt werden könnten. Dabei geht es um den rückwärtigen Gebäudeteil, der sich für eine mögliche Wohnnutzung eignen soll. Eine Entscheidung darüber ist bislang nicht gefallen.
Die Veränderungen bei C&A Münster spiegeln den neuen Kurs des Unternehmens wider: Ziel ist, Ladenflächen effizienter zu nutzen und wirtschaftlich tragfähige Konzepte umzusetzen. Bereits jetzt teilt sich das Gebäude an der Ludgeristraße mit anderen Mietern – unter anderem befindet sich dort auch eine Filiale der Drogeriemarktkette dm.
Dieser Ansatz steht stellvertretend für die Strategie der Eigentümerfamilie Brenninkmeijer, die auf Mischnutzung, moderne Flächenkonzepte und eine klare Sortimentsfokussierung setzt. Während die Schließung der Inlandsproduktion – wie bei der Jeansfabrik in Mönchengladbach im Februar 2025 – eine Rückbesinnung auf das Kerngeschäft markiert, soll der stationäre Handel in Toplagen wie Münster bestehen bleiben, sofern sich die Flächen wirtschaftlich tragen.
Damit steht fest: Auch wenn der Umbau bei C&A europaweit spürbar ist, bleibt Münster vorerst einer der stabilen Standorte des Traditionsunternehmens – mit möglicher Neuausrichtung im Hintergrund, aber ohne akute Schließungsabsichten.
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