Neues Wohnprojekt in Münster: Drubbel Wohnen baut in Rumphorst

Drubbel Wohnen plant in Münster-Rumphorst ein Mehrgenerationenhaus mit 21 Wohnungen und erhält dafür ein Darlehen der Stadt.
Stefan Henze (v.l.) und Annalena Brix vom Vorstand der Genossenschaft „Drubbel Wohnen“ unterzeichneten am Dienstag, 30. Juni, zusammen mit Oberbürgermeister Tilman Fuchs und Stadtdirektorin und Kämmerin Christine Zeller den Vertrag über ein zinsvergünstigtes Darlehen. ©Stadt Münster / Michael Lyra

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Münster. Die Genossenschaft Drubbel Wohnen eG plant am Rainer-Plein-Weg in Münster-Rumphorst ein neues Mehrgenerationenhaus für rund 40 Menschen. Das Projekt erhält als erstes Neubauvorhaben ein zinsvergünstigtes Darlehen aus dem neuen Fördertopf der Stadt Münster für gemeinschaftliche Wohnprojekte. Der Vertrag über die Förderung wurde am Dienstag, 30. Juni, von Vertreterinnen und Vertretern der Genossenschaft sowie der Stadt unterzeichnet. Geplant sind 21 Wohnungen, Gemeinschaftsräume und ein Bereich, der auch von der Nachbarschaft mitgenutzt werden kann.

Drubbel Wohnen plant 21 Wohnungen für rund 40 Menschen

Auf einem rund 1.800 Quadratmeter großen Grundstück am Rainer-Plein-Weg will Drubbel Wohnen ein dreistöckiges Mehrgenerationenhaus errichten. Nach Angaben der Stadt sollen dort 21 Wohnungen entstehen. Das Gebäude ist für rund 40 Bewohnerinnen und Bewohner ausgelegt.

Zum Konzept gehören auch zwei Gemeinschaftsräume für die Menschen im Haus. Zusätzlich ist ein Bereich vorgesehen, der von der Nachbarschaft mitgenutzt werden kann. Damit setzt die Genossenschaft auf ein Wohnmodell, das privaten Wohnraum mit gemeinschaftlichen Angeboten verbindet.

Erstes Neubauprojekt aus neuem Fördertopf

Das Vorhaben von Drubbel Wohnen ist das erste Neubauprojekt, das von der neuen städtischen Förderung für genossenschaftliche Wohnprojekte und Projekte des Mietshäusersyndikats profitiert. Die Stadt Münster hat dafür einen Fördertopf in Höhe von fünf Millionen Euro eingerichtet.

Mit dem Programm will Münster gemeinschaftliche Wohnformen unterstützen, die langfristig bezahlbaren Mietwohnraum schaffen sollen. Der Rat hatte die neue Förderung am 25. März beschlossen.

Rund 280.000 Euro Darlehen für Drubbel Wohnen

Drubbel Wohnen erhält von der Stadt ein zinsvergünstigtes Darlehen in Höhe von rund 280.000 Euro. Der Zinssatz liegt nach Angaben der Stadt zwei Prozentpunkte unter den aktuellen Konditionen für Kommunaldarlehen.

Die Gesamtkosten für das Mehrgenerationenhaus werden auf rund sieben Millionen Euro beziffert. Zusammen mit der Wohnraumförderung des Landes sollen rund fünf Millionen Euro aus öffentlichen Fördermitteln kommen.

Gemeinschaftliches Wohnen statt Eigentumsbildung

Die städtische Förderung richtet sich an Projekte, bei denen die Mitglieder die Immobilie gemeinsam planen, finanzieren und später auch bewohnen. Außerdem muss bei der Vergabe von Wohnraum berücksichtigt werden, dass soziale Kriterien eine Rolle spielen.

Nicht gefördert werden Projekte, die auf Investorenmittel zurückgreifen können oder der privaten Eigentumsbildung dienen. Die Höhe des städtischen Darlehens richtet sich nach der Größe des geschaffenen Wohnraums und kann bis zu 350 Euro pro Quadratmeter betragen.

Wohnprojektetag informiert über weitere Möglichkeiten

Weitere Informationen zu gemeinschaftlichen Wohnformen gibt es beim Wohnprojektetag am Samstag, 4. Juli, in der Volkshochschule am Aegidiimarkt. Dort sollen bestehende und entstehende Wohnprojekte vorgestellt werden.

Drubbel Wohnen plant in Münster-Rumphorst ein Mehrgenerationenhaus mit 21 Wohnungen und erhält dafür ein Darlehen der Stadt.
Am Rainer-Plein-Weg will die Genossenschaft „Drubbel Wohnen“ mit Unterstützung der Stadt Münster ein dreistöckiges Mehrgenerationenhaus bauen. ©Stefan Henze, bau.raum architekten

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