
Kreis Warendorf/Ennigerloh. Mehr als 40 Kinder aus dem Kreis Warendorf sind am Wochenende mit Magen-Darm-Beschwerden behandelt worden. Nach WDR-Informationen gibt es einen auffälligen Zusammenhang mit dem Naturfreibad Ennigerloh.
Die Ursache ist bislang offen. Deshalb prüft das Gesundheitsamt Warendorf die Häufung der Fälle. Die Stadt Ennigerloh soll als Betreiberin des Bades reagiert haben.
Nach Angaben des WDR wurden am Wochenende 40 bis 50 Kinder in der Kinderklinik des St. Franziskushospitals in Ahlen vorgestellt. Sie litten demnach unter Übelkeit, Durchfall und Erbrechen. Die meisten Kinder konnten nach der Behandlung wieder nach Hause gehen. Sechs Kinder mussten jedoch stationär aufgenommen werden.
Zunächst sei auch eine Infektion mit dem Norovirus befürchtet worden. Dieser Verdacht habe sich laut WDR aber nicht bestätigt. Auffällig blieb dennoch eine Gemeinsamkeit: Alle betroffenen Kinder sollen zuvor im Naturfreibad Ennigerloh gewesen sein.
Bewiesen ist damit allerdings nicht, dass das Wasser oder das Bad selbst die Beschwerden ausgelöst hat. Auch andere Ursachen kommen infrage. Laut WDR werden unter anderem Kolibakterien oder verdorbene Lebensmittel als mögliche Auslöser geprüft.
Das Gesundheitsamt Warendorf ist nach WDR-Angaben eingeschaltet. Auch mehrere Kinderärzte hätten sich gemeldet, weil ihnen am Wochenende eine Häufung von Magen-Darm-Erkrankungen aufgefallen sei. Auch diese Fälle sollen mit einem vorherigen Besuch im Naturfreibad Ennigerloh verbunden gewesen sein.
Nach WDR-Informationen blieb das Naturfreibad am Montag zunächst geschlossen. Zudem sollten Wasserproben entnommen werden. Eine aktuelle öffentliche Mitteilung der Stadt Ennigerloh zur Schließung war auf der städtischen Naturbad-Seite zunächst nicht auffindbar. Der WDR berichtet jedoch, dass die Stadt als Betreiberin reagiert und das Bad am Montag zunächst geschlossen habe.
Bis belastbare Ergebnisse vorliegen, bleibt die Ursache unklar. Eltern sollten bei anhaltendem Durchfall, starkem Erbrechen oder Anzeichen von Austrocknung ärztlichen Rat einholen.
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