Fiege aus Greven erweitert E-Lkw-Flotte deutlich

Elektrisch in Bewegung: Fiege hat fünf neue E-Lkw vom Typ eActros 600 in Betrieb genommen, mit denen die Gesamtzahl batterieelektrischer Fahrzeuge auf 25 wächst. (Foto: Fiege)
Elektrisch in Bewegung: Fiege hat fünf neue E-Lkw vom Typ eActros 600 in Betrieb genommen, mit denen die Gesamtzahl batterieelektrischer Fahrzeuge auf 25 wächst. (Foto: Fiege)

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Der Logistikdienstleister Fiege aus Greven nimmt fünf weitere elektrische Lastwagen in Betrieb. Damit wächst die internationale Flotte schwerer E-Lkw auf insgesamt 25 Fahrzeuge. Die neuen Sattelzugmaschinen sollen vor allem im Fernverkehr eingesetzt werden.

Wie das Unternehmen am Dienstag, 4. August, mitteilt, handelt es sich um Fahrzeuge des Typs Mercedes-Benz eActros 600. Fiege übernahm die Lastwagen in der vergangenen Woche im Mercedes-Benz-Werk in Wörth. Stationiert werden sie künftig an den Niederlassungen in Rangsdorf und Bremen.

Neue E-Lkw erreichen bis zu 500 Kilometer Reichweite

Die fünf neu angeschafften Fahrzeuge verfügen jeweils über drei Batteriepakete. Ihre gesamte Speicherkapazität liegt laut Fiege bei rund 621 Kilowattstunden. Damit sollen die elektrischen Sattelzugmaschinen ohne Zwischenladung eine Strecke von bis zu 500 Kilometern bewältigen können.

Fiege will sein Angebot für Transporte ohne direkte Abgasemissionen dadurch weiter ausbauen. Besonders im Fernverkehr galt die begrenzte Reichweite lange als Hindernis für den Einsatz batterieelektrischer Lastwagen. Neuere Modelle können inzwischen jedoch auch längere Strecken übernehmen.

In Deutschland setzt der Logistikdienstleister mittlerweile 17 schwere E-Lkw verschiedener Hersteller ein. Neben Fahrzeugen von Mercedes-Benz gehören dazu Lastwagen von Volvo und Designwerk. Im August soll außerdem ein elektrischer Lkw des Herstellers MAN hinzukommen. Dieser wird am Fiege-Standort in Unna stationiert.

Das Unternehmen begründet den Ausbau mit seinen eigenen Klimazielen. Laut Fiege gehört die Verringerung der Emissionen im Transportbereich zu den zentralen Bestandteilen der Nachhaltigkeitsstrategie. Die neuen Fahrzeuge sollen deshalb gemeinsam mit Kunden auf geeigneten Strecken eingesetzt werden.

Allerdings hängt der wirtschaftliche Betrieb elektrischer Lastwagen nicht nur von ihrer Reichweite ab. Auch verfügbare Ladepunkte, Ladezeiten und die Planung der Fahrtrouten spielen eine wichtige Rolle. Deshalb investiert Fiege parallel zur Anschaffung neuer Fahrzeuge in die technische Infrastruktur seiner Standorte.

Fiege baut Schnellladenetz an seinen Niederlassungen aus

In Deutschland betreibt Fiege derzeit 20 Schnellladepunkte für elektrische Nutzfahrzeuge. Bis Ende 2026 soll ihre Zahl auf 30 steigen. Dadurch sollen die Lastwagen flexibler zwischen verschiedenen Standorten und auf unterschiedlichen Transportstrecken eingesetzt werden können.

Die Ladeinfrastruktur gewinnt vor allem für den Fernverkehr an Bedeutung. Während Lieferfahrzeuge im Stadtverkehr häufig über Nacht auf dem Betriebsgelände geladen werden können, benötigen schwere Lastwagen teilweise zusätzliche Ladezeiten während ihrer Touren. Eigene Schnellladepunkte können deshalb die Einsatzplanung erleichtern.

Auch außerhalb Deutschlands setzt das Familienunternehmen auf batterieelektrische Fahrzeuge. In der Schweiz gehören aktuell acht schwere E-Lkw zur Flotte. Am Standort Oftringen im Kanton Aargau wurde dafür kürzlich ein eigener Ladepark eröffnet.

Fiege beschäftigt sich damit zunehmend mit der Frage, wie sich schwere Transporte elektrifizieren lassen. Der Logistiksektor steht dabei unter besonderem Druck, weil Lastwagen weiterhin einen erheblichen Anteil der Emissionen im Verkehrsbereich verursachen. Zugleich sind elektrische Sattelzugmaschinen deutlich teurer als vergleichbare Dieselfahrzeuge.

Für den Grevener Logistikdienstleister ist die Anschaffung daher mit weiteren Investitionen verbunden. Neben den Fahrzeugen müssen Ladeanlagen aufgebaut und Betriebsabläufe angepasst werden. Mit insgesamt 25 schweren E-Lkw verfügt Fiege inzwischen jedoch über eine Flotte, die über einzelne Testfahrzeuge hinausgeht.

Das Unternehmen mit Hauptsitz im Münsterland besteht seit mehr als 150 Jahren. Mit der Erweiterung des elektrischen Fuhrparks will Fiege seine Transporte schrittweise auf klimafreundlichere Antriebe umstellen.

Quelle: Fiege Logistik, Pressemitteilung vom 4. August 2026

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