Gefährliche Pflanze an Aa, Werse und Angel: Stadt bittet um Hinweise

Riesen-Bärenklau Münster: Die Stadt bittet um Hinweise auf Fundorte. Hautkontakt kann schwere Reaktionen auslösen.
Beeindruckend, aber gefährlich: der Riesen-Bärenklau. Damit sich die Pflanze nicht weiter verbreitet, sollten Blütenstande vor der Samenreife entfernt und im Restmüll entsorgt werden. ©Stadt Münster

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Münster. Die Stadt Münster bittet Bürgerinnen und Bürger um Unterstützung bei der Bekämpfung des Riesen-Bärenklaus. Wer die Pflanze entdeckt, sollte den Fundort möglichst genau melden, idealerweise mit Foto. Hinweise nimmt das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit per E-Mail an Artenschutz@stadt-muenster.de entgegen.

Der Riesen-Bärenklau, auch Herkulesstaude genannt, kann bis zu vier Meter hoch werden. Er ist an großen weißen Blütendolden und einem behaarten Stängel zu erkennen, der häufig rötlich-lila Flecken aufweist.

Hautkontakt kann schwere Reaktionen auslösen

Die Pflanze sieht beeindruckend aus, ist aber gefährlich. Der Saft des Riesen-Bärenklaus kann in Verbindung mit Sonnenlicht schwere Hautreaktionen verursachen. Möglich sind Verbrennungen, Schwellungen und Blasen.

Auch für die heimische Pflanzenwelt ist die Herkulesstaude problematisch. Sie breitet sich stark aus und kann andere Arten verdrängen. Deshalb versucht die Stadt Münster, bekannte Standorte gezielt zu erfassen und die Ausbreitung einzudämmen.

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Häufig an Ufern und Wegesrändern

Besonders oft kommt der Riesen-Bärenklau an Ufern von Angel, Werse und Aa sowie an Straßen- und Wegesrändern vor. Die Stadt bittet deshalb besonders Anliegerinnen und Anlieger sowie Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümer um Aufmerksamkeit.

Viele Uferbereiche sind schwer zugänglich. Hinweise aus der Bevölkerung helfen der Stadt dabei, neue Vorkommen schneller zu erkennen und in die laufend aktualisierte Standortkarte aufzunehmen.

Entfernen nur mit Schutzkleidung

Wer Riesen-Bärenklau im eigenen Garten entfernen möchte, sollte sehr vorsichtig sein. Die Stadt empfiehlt Handschuhe, langärmlige Kleidung und lange Hosen. Arbeiten sollten möglichst nicht bei direkter Sonneneinstrahlung erfolgen.

Wichtig ist, die Pflanze vor der Samenbildung zu beseitigen. Ideal ist es, sie vollständig auszustechen, bevor sich Blütenstände entwickeln. Ist das nicht mehr möglich, sollte zumindest der Blütenstand kurz vor der Samenreife entfernt und im Restmüll entsorgt werden. Auf den Kompost gehört er nicht, weil sich dort Samen bilden und die Pflanze weiterverbreiten können.

Stadt bekämpft Herkulesstaude seit 2006

Das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit bekämpft die Ausbreitung der Herkulesstaude gemeinsam mit dem städtischen Tiefbauamt seit 2006. Grundlage ist eine Standortkarte, die fortlaufend aktualisiert wird.

In einigen Bereichen konnte der Riesen-Bärenklau bereits zurückgedrängt werden. An anderen Stellen tritt er erneut auf, meist in der Nähe früherer Vorkommen.

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