
Münster. Ein kostenloses Kulturfestival mit bis zu 85 Programmpunkten, sieben Bühnen und fünf Orten am Hafen und im Hansaviertel: So plant die B-Side ihre Jubiläumsausgabe im September 2026. Doch wenige Monate vor dem Termin ist offen, ob das Festival im vorgesehenen Umfang stattfinden kann. Nach Angaben des Organisationsteams fehlt eine Summe von rund 12.000 Euro. Grund sei eine kurzfristig nicht bewilligte Förderung.
Das B-Side Festival soll am 18. und 19. September 2026 stattfinden. Es wäre die zehnte Ausgabe des Formats, das seit 2016 zur freien Kulturszene in Münster gehört. Das Team hat inzwischen eine Spendenkampagne über betterplace.org gestartet. Damit soll die entstandene Lücke geschlossen werden. Ob das gelingt, dürfte entscheidend dafür sein, wie die Jubiläumsausgabe tatsächlich umgesetzt werden kann.
Nach Angaben der B-Side soll das Festival 2026 am Mittelhafen und im Hansaviertel stattfinden. Vorgesehen sind bis zu sieben Bühnen an fünf Orten rund um Stadthafen und Hansaviertel. Das geplante Programm reicht von Live-Musik und DJ-Sets über Performances, Theater, Kabarett und Lesungen bis hin zu Vorträgen, Poesie, Workshops, Ausstellungen, Familienangeboten und Infoständen. Insgesamt spricht die B-Side von bis zu 85 Programmpunkten.
Die B-Side ist ein selbstorganisierter Kulturort am Münsteraner Hafen. Der B-Side Kultur e.V. wurde 2016 gegründet und organisiert nach eigenen Angaben Kultur- und Bildungsangebote. Das Festival gehört zu den sichtbarsten Formaten des Vereins. Es versteht sich als kostenloses, dezentrales Non-Profit-Festival und wird von einem ehrenamtlichen Kollektiv getragen. Finanziert wird die Arbeit des Vereins über Veranstaltungseinnahmen, Spenden und Förderungen. Die B-Side beschreibt das Festival als Gegenpol zu kommerziellen Musikveranstaltungen.
Für die Jubiläumsausgabe nennt die B-Side das Motto „Kultur. Hafen. Kante!“. Laut Festivalwebsite verbindet das Team damit eine inhaltliche Positionierung gegen den politischen Rechtsruck sowie für Demokratie, Diversität und soziale Gerechtigkeit.
Die Lage des B-Side Festivals fügt sich in eine breitere Entwicklung in Münster ein. Mehrere Stadtteilfeste und Kulturveranstaltungen standen zuletzt unter finanziellem oder organisatorischem Druck. Das Kreuzviertelfest 2026 stand nach Medienberichten zeitweise vor der Absage. Ausschlaggebend war vor allem die angespannte Finanzierung. Das Fest war für den 21. bis 23. August 2026 geplant und sollte nach damaligem Stand trotz der Sorgen stattfinden.
Andere Veranstaltungen konnten dagegen nicht wie geplant umgesetzt werden. Der Handorfer Herbst 2025 wurde kurzfristig abgesagt. Als Gründe wurden hohe Sicherheitsanforderungen, wachsender organisatorischer Aufwand und offene Haftungsfragen genannt. Auch das Hammer-Straßenfest 2025 fand nicht statt. Dort fehlten nach Angaben von Antenne Münster rund 40.000 Euro, um die Sicherheitsanforderungen erfüllen zu können. Beim Kirschblütenfest im Kreuzviertel kam es 2026 ebenfalls zur Absage. Hintergrund waren Streitpunkte zu Flächen, Ablauf, Sicherheitsfragen und Verantwortlichkeiten.
Für das B-Side Festival 2026 geht es nun um die Frage, ob die fehlenden 12.000 Euro rechtzeitig zusammenkommen. Das Team bittet öffentlich um Unterstützung und hat dafür eine Spendenkampagne gestartet. Nach Darstellung der Organisatoren sollen mit dem Geld unter anderem Gagen, Technik und weitere Programmkosten finanziert werden.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu