Headventures 2026 bringt in Münster Talente, Mittelstand und Start-up-Ideen zusammen

60 internationale Talente, 20 Mentor*innen, die Industriepartner Westfalen AG, 2G Energy AG sowie die R-Factory und das REACH - EUREGIO Start-up Center bilden das Headventures-Team 2026.
Foto: Ken Schomaker

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Der Innovationswettbewerb Headventures 2026 ist in Münster mit 60 internationalen Talenten, 20 Mentorinnen und Mentoren sowie drei Industriepartnern gestartet. Das Programm bringt Studierende, Young Professionals, Wissenschaft und regionalen Mittelstand zusammen, damit aus konkreten Herausforderungen neue Ideen für Industrie, Energie, Logistik und Organisation entstehen. Grundlage ist eine Pressemitteilung der R-Factory eG und des REACH EUREGIO Start-up Centers.

Headventures 2026 Münster startet mit großem Interesse

Headventures 2026 zählt nach Angaben der Veranstalter zu den größeren Innovationsformaten der Region. Bereits im Vorfeld war das Interesse deutlich höher als die Zahl der verfügbaren Plätze. Mehr als 150 Bewerbungen gingen ein, aufgenommen wurden 60 Teilnehmende. Sie kommen aus acht Nationalitäten und bringen unterschiedliche fachliche Hintergründe mit. Damit soll ein Umfeld entstehen, in dem Forschung, Industrieerfahrung und unternehmerisches Denken zusammenkommen.

Durchgeführt wird das hybride Programm von der R-Factory eG und dem REACH EUREGIO Start-up Center. Als Industriepartner sind die Westfalen AG, die 2G Energy AG und die Winkelmann Group GmbH Co. & KG beteiligt. Für den regionalen Mittelstand ist das Format deshalb relevant, weil die Teams nicht an abstrakten Aufgaben arbeiten. Stattdessen sollen sie reale Herausforderungen aus Unternehmen aufgreifen und daraus mögliche Innovations- oder Gründungsideen entwickeln.

Beim offiziellen Auftakt am 6. Mai begannen die Teams direkt mit der Arbeit in ihren jeweiligen Themenfeldern. Dazu gehören Production & Service, Energy & Resources, Logistics & Supply Chain sowie People & Processes. Begleitet werden die Teilnehmenden durch Start-up-Coaches, Fachleute aus der Wirtschaft und Mentorinnen und Mentoren aus Wissenschaft und Praxis. So soll aus ersten Ansätzen schrittweise ein belastbares Konzept werden.

Internationales Start-up-Programm verbindet Wissenschaft und Mittelstand

Das Start-up-Programm Münster setzt bewusst auf interdisziplinäre Teams. Nach Angaben der Veranstalter bringen einige Teilnehmende bereits Forschungsergebnisse aus Hochschulen ein, andere verfügen über Industrieerfahrung oder beschäftigen sich mit Entrepreneurship. Dadurch treffen unterschiedliche Perspektiven aufeinander, was für die Entwicklung neuer Lösungen entscheidend sein kann.

Eine wichtige Rolle spielt auch die regionale Hochschullandschaft. Neben den münsterischen Hochschulen sind laut Mitteilung auch die Universität und die Hochschule Osnabrück mit Teilnehmenden vertreten. Damit reicht das Programm über Münster hinaus in die EUREGIO hinein. Für die R-Factory ist diese Verbindung aus Wissenschaft, Familienunternehmen und innovativen Betrieben ein zentraler Bestandteil des regionalen Innovationsökosystems.

In den kommenden Wochen stehen mehrere Arbeitsformate auf dem Programm. Die Teams beschäftigen sich unter anderem mit Pitchtraining, Nutzerinterviews und Marktforschung. Zudem sollen praxisnahe Methoden der Ideenentwicklung und KI-gestützte Werkzeuge eingesetzt werden. Gerade diese Mischung ist für Unternehmen interessant, weil sie nicht nur neue Ideen liefert, sondern auch testet, ob diese Ideen am Markt oder im betrieblichen Alltag tragfähig sein könnten.

Die Industriepartner bewerten den Start positiv. Laut Mitteilung zeigte sich beim Kick-off bereits, dass die Teilnehmenden aktiv, interessiert und ideenreich in das Programm gehen. Für den Mittelstand Münster kann daraus ein direkter Zugang zu jungen Talenten, neuen Methoden und möglichen Geschäftsmodellen entstehen.

Halbfinale bei 2G Energy und Finale bei Westfalen geplant

Nach dem Auftakt beginnt nun die erste Programmphase. Der nächste wichtige Termin ist das Halbfinale am 2. Juli 2026 bei 2G Energy. Dort stellen die Teams ihre bisherigen Ergebnisse den Industriepartnern vor und erhalten Rückmeldungen aus der Praxis. Anschließend werden die aussichtsreichsten Projekte für die nächste Phase ausgewählt.

Darauf folgt die Validierungsphase. In diesem Abschnitt sollen die Teams ihre Konzepte weiterentwickeln, Prototypen erstellen und Geschäftsmodelle überprüfen. Ziel ist nicht nur eine kreative Idee, sondern ein Ansatz, der sich auch praktisch weiterverfolgen lässt. Damit unterscheidet sich das Format von reinen Ideenwettbewerben, weil die Verbindung zu realen Unternehmensfragen von Beginn an angelegt ist.

Das Finale ist für den 15. Oktober 2026 bei Westfalen geplant. Erwartet werden rund 200 Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und dem regionalen Innovationsumfeld. Dort präsentieren die Finalteams ihre Ergebnisse. Frühere Durchläufe zeigen laut Veranstaltern, dass aus dem Format tatsächlich Gründungen entstehen können. Als Beispiel wird cargovibe genannt, ein Start-up, das aus dem Vorgängerprogramm hervorgegangen ist.

Headventures geht 2026 in die dritte Auflage. Das Programm lief zuvor unter dem Namen Ideation Lab und wurde 2025 vom Stifterverband mit der Hochschulperle ausgezeichnet. Gewürdigt wurde dabei besonders die Verbindung von Wissenschaft und Wirtschaft sowie der niedrigschwellige Zugang zu unternehmerischem Wissen, Coaching, Finanzierung und realen Anforderungen regionaler Unternehmen.

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