Münster dominiert den „Tatort“: Quotenrekorde und eine Sonderstellung im Krimi-Kosmos

Erfahre mehr über die Münster-Premiere von Tatort Fiderallala, die vor der TV-Ausstrahlung im Cineplex Münster stattfindet.
Bild: WDR/Taimas Ahangari

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Münster/Köln/AI. Der Münster-„Tatort“ hat 2025 eindrucksvoll unter Beweis gestellt, warum er innerhalb der ARD-Krimireihe eine Sonderstellung einnimmt. Mit gleich zwei Folgen an der Quotenspitze ließ das Team aus Westfalen sämtliche Konkurrenz hinter sich. Besonders die Episode „Fiderallala“ entwickelte sich im Frühjahr zum Zuschauermagneten des Jahres.

Nach endgültiger Auswertung inklusive zeitversetzter Nutzung verfolgten rund 12,5 Millionen Menschen die Ausstrahlung. Der Marktanteil lag bei 42,5 Prozent. Kein anderer „Tatort“ erreichte 2025 vergleichbare Werte. Das Ermittlerduo Frank Thiel und Professor Karl-Friedrich Boerne, gespielt von Axel Prahl und Jan Josef Liefers, bestätigte damit einmal mehr seinen Status als Publikumsliebling innerhalb der Reihe Tatort.

Zweiter Rekord zum Jahresende

Dass der Erfolg kein Zufall war, zeigte Münster im Dezember erneut. Die Folge „Die Erfindung des Rades“ kam zwar auf etwas geringere Reichweiten von rund 11,6 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern, setzte dafür aber einen neuen Bestwert beim Marktanteil. Mit 42,6 Prozent erreichte sie den höchsten jemals gemessenen Anteil eines Münster-„Tatorts“.

Gerade vor dem Hintergrund der stark fragmentierten Fernsehnutzung gilt dieser Wert als außergewöhnlich. Er belegt, dass der Münster-„Tatort“ auch nach mehr als 20 Jahren weiterhin ein Massenpublikum bindet und weit über die klassische Krimizielgruppe hinaus wirkt.

Köln auf dem Podium, andere Teams mit Problemen

Mit deutlichem Abstand folgt der Kölner „Tatort“. Die Folge „Restschuld“ erreichte bei ihrem Sonntagstermin rund 9,9 Millionen Zuschauer und einen Marktanteil von etwas über 35 Prozent. Damit landete Köln auf Rang drei der Jahreswertung, blieb jedoch klar hinter den Münsteraner Spitzenwerten zurück.

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Ganz anders fiel die Resonanz für den Wiesbadener „Tatort“ aus. „Murot und der Elefant im Raum“ blieb mit weniger als fünf Millionen Zuschauern deutlich unter dem Durchschnitt. Für die von Ulrich Tukur gespielte Figur markierte die Folge einen der schwächsten Werte der vergangenen Jahre.

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Münster bleibt das Zugpferd der Reihe

Trotz personeller Veränderungen im Ensemble gilt der Münster-„Tatort“ für den WDR weiterhin als verlässliches Zugpferd. Die Quoten aus dem Jahr 2025 zeigen deutlich, wie stark die Bindung des Publikums an Thiel und Boerne geblieben ist. Während andere Standorte um Akzeptanz ringen oder mit Experimenten polarisieren, liefert Münster konstant Spitzenzahlen.

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