Münster setzt 24 Großbäume am Schulzentrum Wolbeck um

Am Sonntag, dem 26. Januar 2025, ereignete sich ein Angriff mit Baumästen am Bremer Platz in Münster.
Foto: Mariya Muschard

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Münster-Wolbeck. Am Schulzentrum Wolbeck werden 24 Großbäume nicht gefällt, sondern innerhalb des Schulgeländes versetzt. Der Rat der Stadt Münster hat diese Entscheidung in seiner Sitzung am Mittwoch, 20. Mai 2026, bestätigt. Damit bleibt die Stadt bei ihrem Plan, die Bäume trotz hoher Kosten zu erhalten. Sie stehen im Nordwesten des Schulgeländes, wo ab 2027 der Erweiterungsbau für die Hauptschule Wolbeck und die Musikschule entstehen soll.

Warum die Bäume versetzt werden müssen

Der geplante Neubau macht die Verlegung der Bäume notwendig. Sie stehen genau in dem Bereich, in dem der dreigeschossige Erweiterungsbau errichtet werden soll. Statt die Bäume zu fällen und durch junge Neupflanzungen zu ersetzen, sollen sie ausgegraben und an anderer Stelle auf dem Schulgelände wieder eingepflanzt werden. Viele von ihnen sollen hinter die Zweifachturnhalle versetzt werden. Eine versiegelte Schulhoffläche kommt als neuer Standort nicht infrage, weil sie weiterhin als Aufstellfläche für die Feuerwehr benötigt wird.

Rat folgt nicht der Bezirksvertretung

Die Bezirksvertretung Münster-Südost hatte angeregt, auf die aufwendige Umpflanzung zu verzichten und stattdessen neue Bäume zu pflanzen. Der Rat folgte diesem Vorschlag jedoch nicht. Ausschlaggebend ist offenbar das Ziel, die vorhandenen Großbäume und damit schattige Flächen auf dem Schulhof möglichst zu erhalten. Die eigentliche Verpflanzung soll gegen Ende 2026 erfolgen. Erste vorbereitende Arbeiten sollen bereits in der Woche nach der Ratsentscheidung beginnen.

Umpflanzung kostet rund 400.000 Euro

Die Entscheidung für den Erhalt der Bäume ist mit erheblichen Kosten verbunden. Die Stadt rechnet für die Umpflanzung mit rund 400.000 Euro. Gegenüber einer Rodung mit anschließenden Ersatzpflanzungen entstehen damit Mehrkosten von rund 300.000 Euro. Die Abwägung zeigt, dass es am Schulzentrum Wolbeck nicht nur um Bauplanung, sondern auch um Aufenthaltsqualität, Klimaanpassung und den Umgang mit bestehendem Grün geht.

Neubau soll 2027 starten

Der Erweiterungsbau am Schulzentrum Wolbeck soll im ersten Quartal 2027 beginnen und voraussichtlich im ersten Quartal 2029 fertiggestellt werden. Geplant ist ein dreigeschossiger Neubau im Nordwesten des Geländes. Das Gebäude ist für die Hauptschule Wolbeck und die Musikschule vorgesehen. Die Stadt nennt für das Projekt Kosten von 26,7 Millionen Euro. Nach der Fertigstellung des Neubaus sollen die bestehenden Gebäude umgebaut und saniert werden.

Gebäude mit Gründach und Photovoltaik

Der Neubau soll in Massivbauweise errichtet werden. Vorgesehen sind ein begrüntes Flachdach und eine Photovoltaikanlage. Im Erdgeschoss sind Verwaltungsräume, Musikbereich und Sanitärbereiche geplant. Im Lern-Cluster-Bereich soll eine Sitztreppenanlage entstehen, die zusätzliche Aufenthaltsqualität schafft und Veranstaltungen mit bis zu 199 Personen ermöglicht. Entworfen wurde das Projekt vom Architekturbüro BKS Architekten GmbH.

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