Münsteraner bekommt 500.000-Euro-Deal in der „Höhle der Löwen“

Kevin Kiesewetter aus Münster holt mit blookery einen TV-Deal über 500.000 Euro. Heute Abend ist der Pitch bei VOX zu sehen.
Symbolbild mit KI erstellt

Teilen:

Münster. Ein Gründer aus Münster steht am heutigen Montagabend in der „Höhle der Löwen“ – und für Kevin Kiesewetter geht es um eine halbe Million Euro. Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Jannis Jäger präsentiert der 36-Jährige das Reiseunternehmen blookery. VOX zeigt den Pitch am 28. September ab 20.15 Uhr erstmals im linearen Fernsehen. Auf RTL+ ist die Folge allerdings bereits seit einer Woche abrufbar. Deshalb ist auch schon bekannt, wie die Verhandlungen ausgehen.

Kiesewetter und Jäger starten mit einer selbstbewussten Forderung: 500.000 Euro wollen sie von den Investoren – und dafür zunächst nur zwölf Prozent ihres Unternehmens abgeben. Doch während des Pitches verschieben sich die Konditionen erheblich. Am Ende einigen sich die Gründer in der Sendung mit Investor Johannes Kliesch auf 500.000 Euro für 40 Prozent der Unternehmensanteile.

Dabei ist eine wichtige Unterscheidung nötig: Belegt ist zunächst der Deal, wie er in der aufgezeichneten Sendung zustande kommt. Ob die Beteiligung nach dem Dreh anschließend tatsächlich vollständig und zu genau diesen Konditionen vollzogen wurde, ist bislang nicht öffentlich bestätigt.

Heute Abend läuft der blookery-Pitch bei VOX

Für Fernsehzuschauer ist der Auftritt von Kiesewetter und Jäger am heutigen Montag zu sehen. VOX zeigt die entsprechende Folge der 20. Staffel von „Die Höhle der Löwen“ ab 20.15 Uhr.

Wer RTL+ nutzt, kann die Sendung bereits seit dem 21. September streamen. Dadurch ist der Ausgang des Pitches schon vor der linearen Fernsehausstrahlung bekannt. blookery selbst hält sich auf seiner Internetseite am Montagvormittag mit dem Ergebnis noch zurück und kündigt an, den Ausgang erst nach der Ausstrahlung bei VOX öffentlich zu machen.

Aus zwölf Prozent werden 40 Prozent

Das ursprüngliche Angebot der beiden Gründer ist ambitioniert. Für 500.000 Euro wollen Kiesewetter und Jäger lediglich zwölf Prozent an blookery abgeben. Rechnerisch entspricht das einer Unternehmensbewertung von rund 4,17 Millionen Euro nach dem Investment.

Im Verlauf der Verhandlungen bleibt nach einem Vorabbericht von Netzwelt, der auf der bereits verfügbaren RTL+-Folge basiert, Johannes Kliesch als interessierter Investor übrig. Der Unternehmer bietet die gewünschten 500.000 Euro, verlangt dafür allerdings 40 Prozent der Firma.

Die Gründer beraten sich und versuchen noch einmal nachzuverhandeln. Ihr Gegenangebot liegt dem Bericht zufolge bei 33 Prozent. Kliesch bleibt jedoch bei 40 Prozent. Schließlich akzeptieren Kiesewetter und Jäger.

Damit kommt in der Sendung ein Deal über eine halbe Million Euro zustande. Gleichzeitig sinkt die rechnerische Unternehmensbewertung erheblich: 500.000 Euro für 40 Prozent entsprechen einer Bewertung von 1,25 Millionen Euro nach dem Investment.

blookery schickt Kunden an ein unbekanntes Reiseziel

Die Geschäftsidee hinter blookery ist bewusst ungewöhnlich. Kundinnen und Kunden buchen eine Reise, ohne zunächst zu wissen, wohin sie führt. Sie geben unter anderem ihren gewünschten Abflughafen, den Reisezeitraum und ihr Budget an. Außerdem können bestimmte Städte ausgeschlossen werden.

Anschließend stellt blookery eine passende Reise zusammen. Bei der Variante mit Flug und Hotel geht es in eine europäische Stadt. Alternativ können Kundinnen und Kunden nur eine Unterkunft buchen und selbst anreisen. Das konkrete Reiseziel bleibt zunächst geheim und wird erst zu einem späteren Zeitpunkt enthüllt.

Das Unternehmen spricht von sogenannten Blind-Booking-Reisen. Der Überraschungseffekt soll dabei einen Teil des klassischen Planungsaufwands ersetzen.

Die Idee entstand vor zehn Jahren bei einer Reise mit Freunden

Die Geschichte von blookery begann nach Angaben der Gründer bereits 2016. Damals wollte Kiesewetter mit Freunden verreisen. Die Gruppe konnte sich allerdings nicht auf ein gemeinsames Ziel einigen.

Kiesewetter übernahm schließlich die Organisation. Seine Freunde gaben ihm jeweils 500 Euro, das Ziel hielt er geheim. Die Reise führte nach Rom. Jannis Jäger soll sogar ins Flugzeug gestiegen sein, ohne vorher gewusst zu haben, wo er landen würde.

Aus diesem Experiment entstand die Geschäftsidee. Nach Angaben Kiesewetters ging blookery.de bereits wenige Tage nach der Reise online. Die blookery GmbH wurde später ins Handelsregister eingetragen.

Eine Million Euro Umsatz im vergangenen Jahr

Kiesewetter und Jäger treten in der „Höhle der Löwen“ damit nicht mit einer gerade erst entwickelten Idee auf. Das Geschäftsmodell existiert seit Jahren.

Nach Angaben von RTL erwirtschaftete blookery im Jahr 2025 rund eine Million Euro Umsatz. Etwa 10.000 Menschen sollen allein in diesem Jahr Reisen über das Unternehmen gebucht haben. blookery selbst gibt an, seit der Gründung insgesamt mehr als 40.000 Reisende auf Überraschungstrips geschickt zu haben.

Das zusätzliche Kapital aus der „Höhle der Löwen“ soll unter anderem dabei helfen, das Unternehmen weiter wachsen zu lassen. Als Einsatzbereiche werden vor allem Marketing und Vertrieb genannt.

Kevin Kiesewetter kommt aus Münster

Für Münster bekommt der Auftritt vor allem durch Kevin Kiesewetter einen lokalen Bezug. RTL führt den 36-Jährigen als Gründer aus Münster. Sein Geschäftspartner Jannis Jäger, 42, kommt aus Kerpen.

blookery selbst ist allerdings kein Münsteraner Unternehmen. Die Gesellschaft hat ihren Sitz außerhalb Münsters. Für den lokalen Bezug entscheidend ist daher Kiesewetter als Münsteraner Gründer.

Auch der Weg in die Fernsehsendung dauerte außergewöhnlich lange. Nach Angaben Kiesewetters hatten sich die Gründer bereits mehrfach für „Die Höhle der Löwen“ beworben. Rund zehn Jahre nach der ursprünglichen Idee stehen sie nun tatsächlich vor den Investoren.

Teilen:

Münster Map
Zum Aktivieren tippen
Route anzeigen

Mehr Beiträge:

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu