Nach Großeinsatz am Finanzamt: Jetzt wird das Pulver untersucht

Pulverfund am Finanzamt Münster löst Großeinsatz aus. Proben werden im Labor untersucht. Für die Bevölkerung bestand keine Gefahr.
Foto: Feuerwehr Münster

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Münster. Eine unbekannte Substanz im Finanzamt Münster hat am Montagmorgen einen größeren Einsatz von Feuerwehr und Spezialkräften ausgelöst. Das pulverartige Material war in einem Briefkasten des Finanzamtes entdeckt worden. Eine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung bestand nach Angaben der Feuerwehr zu keinem Zeitpunkt. Proben des Stoffes werden nun in Laboren untersucht.

Pulver im Briefkasten des Finanzamtes entdeckt

Mitarbeitende des Finanzamtes alarmierten die Feuerwehr Münster gegen 7.30 Uhr. Beim Öffnen eines Briefkastens war zuvor eine unbekannte pulverartige Substanz aufgefallen.

Nach ersten Erkenntnissen der Feuerwehr kam die Person, die den Stoff entdeckt hatte, nicht mit dem Pulver in Kontakt. Da zunächst weder die Art noch eine mögliche Gefährlichkeit der Substanz bekannt waren, sperrten die Einsatzkräfte den betroffenen Bereich vorsorglich ab.

Während des Einsatzes war die Friedrich-Ebert-Straße zwischen Bücherstraße und Augustastraße vollständig gesperrt.

Spezialkräfte aus Dortmund und Essen untersuchen Substanz

Neben eigenen Spezialkräften zog die Feuerwehr Münster die Analytischen Task Forces der Feuerwehren Dortmund und Essen hinzu. Diese Spezialeinheiten sind darauf ausgerichtet, unter anderem gefährliche chemische, biologische oder radioaktive Stoffe zu untersuchen und zu bewerten.

Die Einsatzkräfte überprüften das gefundene Pulver vor Ort auf mögliche chemische und biologische Gefahren. Die Untersuchungen lieferten jedoch kein abschließendes Ergebnis.

Deshalb wurden Proben der Substanz genommen. Diese sollen nun in Laboren genauer analysiert werden. Die weiteren Maßnahmen werden nach Angaben der Feuerwehr durch das Gesundheitsamt der Stadt Münster koordiniert.

Keine Gefahr für Bevölkerung – Finanzamt wieder erreichbar

Nach Abschluss der Untersuchungen räumte die Feuerwehr die Einsatzstelle. Sowohl die unbekannte Substanz als auch der betroffene Briefkasten wurden entfernt.

Für die Bevölkerung besteht laut Feuerwehr weiterhin keine Gefahr. Auch das Finanzamt kann nach Ende des Einsatzes wieder regulär erreicht werden.

Insgesamt waren 61 Einsatzkräfte beteiligt. Neben der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Münster waren auch die Analytischen Task Forces aus Dortmund und Essen vor Ort. Während des Einsatzes übernahmen Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr die Besetzung der Feuer- und Rettungswachen der Berufsfeuerwehr, um den Grundschutz im Stadtgebiet sicherzustellen.

Polizei ermittelt zur Herkunft des Pulvers

Woher die unbekannte Substanz im Finanzamt Münster stammt und unter welchen Umständen sie in den Briefkasten gelangte, ist derzeit noch unklar. Diese Fragen sind nach Angaben der Feuerwehr Gegenstand polizeilicher Ermittlungen.

Erst die weiteren Laboruntersuchungen sollen Aufschluss darüber geben, um welchen Stoff es sich handelt.

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