Nach Urteil in Münster: Spendenaktion unterstützt verurteilten Krankenpfleger

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Nach der Verurteilung eines früheren Krankenpflegers aus Münster ist eine private Spendenaktion angelaufen. Der 28-Jährige war am 18. Mai vom Landgericht Münster zu einer Geldstrafe von 6.300 Euro verurteilt worden. Hintergrund ist ein Fall aus dem Clemenshospital, bei dem der Pfleger einem sterbenden Patienten auf dessen Wunsch eine zu hohe Dosis Morphium verabreicht hatte.

Spenden sollen Geldstrafe und Verfahrenskosten abfedern

Die Lebensgefährtin des verurteilten Krankenpflegers hat nach dem Urteil eine Spendenaktion auf der Plattform GoFundMe gestartet. Nach Medienberichten kamen bislang rund 2.000 Euro zusammen. Das Ziel der Aktion liegt bei 10.000 Euro. Mit dem Geld sollen nicht nur die vom Gericht verhängte Geldstrafe, sondern auch Anwalts- und Gerichtskosten aufgefangen werden.

Ob weitere Kosten entstehen, ist noch offen. Das Urteil ist bislang nicht rechtskräftig. Sollte das Verfahren in die Revision gehen, könnten zusätzliche finanzielle Belastungen auf den früheren Krankenpfleger zukommen. Nach Angaben aus dem Umfeld soll ein möglicher Überschuss an eine gemeinnützige Pflege-Organisation gehen.

Landgericht Münster sah keine Tötungsabsicht

Der Fall hatte vor dem Landgericht Münster besondere Aufmerksamkeit ausgelöst, weil der ursprüngliche Vorwurf schwer wog. Im Verfahren ging es zunächst auch um den Vorwurf des versuchten Totschlags. Dieser Vorwurf wurde am Ende fallengelassen. Verurteilt wurde der frühere Krankenpfleger wegen fahrlässiger Körperverletzung, Urkundenfälschung und der Verabreichung von Betäubungsmitteln.

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