Neues Hafenquartier: Landmarken übernimmt große Fläche am Kreativkai

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Foto: © Tim Cichon

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Münster. Am Stadthafen Münster soll auf einer der letzten großen Entwicklungsflächen direkt am Wasser ein neues Quartier entstehen. Die Landmarken AG hat das Investorenauswahlverfahren für das rund 10.500 Quadratmeter große Grundstück am nördlichen Hafenbecken gewonnen. Die Fläche liegt am Kreativkai, also jenem bereits entwickelten Teil des Hafens, der heute vor allem von Gastronomie, Büros, Kultur und Freizeitangeboten geprägt ist.

Wohnungen, Hotel und Gastronomie am Kreativkai geplant

Auf der bislang brachliegenden Fläche plant Landmarken rund 25.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche. Vorgesehen sind Wohnungen, ein Hotel, Gastronomie, Büros und weitere Nutzungen. Damit würde der Kreativkai, der seit den 1990er-Jahren zum Ausgangspunkt des Hafenwandels in Münster geworden ist, stärker um Wohnnutzung ergänzt. Das Grundstück umfasst exakt 10.521 Quadratmeter und gehört zu dem Areal, auf dem früher Teile der Osmo-Hallen standen.

Grundstück war bereits einmal an die LVM vergeben

Für die Fläche ist es bereits der zweite Entwicklungsanlauf. Die Stadtwerke Münster hatten das Grundstück 2015 erstmals ausgeschrieben und 2017 an die LVM-Versicherung verkauft. Das geplante Projekt wurde jedoch nicht umgesetzt. Ende 2024 machte die LVM von einem vereinbarten Rücktrittsrecht Gebrauch, Anfang August 2025 ging das Grundstück zurück an die Stadtwerke.

Daraufhin startete ein neues Investorenauswahlverfahren. Neben dem Kaufpreis spielten dabei auch das Nutzungskonzept und das Realisierungspotenzial eine Rolle. Nach mehreren Dialog- und Verhandlungsphasen setzte sich Landmarken durch.

Kreativkai und Stadthafen Nord: So hängt die Entwicklung zusammen

Das Landmarken-Grundstück liegt am Kreativkai, ist aber zugleich Teil einer deutlich größeren Entwicklung rund um den nördlichen Stadthafen. Zwischen Hafenbecken und Schillerstraße soll auf weiteren Flächen das neue Quartier Stadthafen Nord entstehen. Dort plant die Stadt insgesamt rund 770 Wohnungen sowie Büros, Dienstleistungen, Gastronomie, Hotels und eine viergruppige Kita.

Wichtig dabei: Die 770 Wohnungen sind die Zielgröße für das gesamte größere Entwicklungsgebiet und nicht für das jetzt an Landmarken vergebene Grundstück. Gleichzeitig sollen neue Fuß- und Radwege entstehen und bislang weniger zugängliche Bereiche stärker mit der Hafenkante verbunden werden.

Baustart am Stadthafen steht noch nicht fest

Mit der Entscheidung für Landmarken kann noch nicht unmittelbar gebaut werden. Für den nördlichen Stadthafen läuft weiterhin das Verfahren zum Bebauungsplan Nr. 600. Überarbeitete Planunterlagen wurden Anfang 2026 erneut öffentlich ausgelegt. Bis zur Umsetzung sind deshalb weitere Planungs-, Genehmigungs- und Projektierungsschritte notwendig.

Landmarken kennt Münster bereits aus anderen großen Stadtentwicklungsprojekten. Das Unternehmen entwickelte unter anderem das Hansator am Hauptbahnhof und arbeitet an der „Neuen Mitte York“ in Gremmendorf.

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