Neues Regenwasserpumpwerk soll Kreuzviertel bei Starkregen entlasten

Münster startet die Bauvorbereitung für das Regenwasserpumpwerk Kanalstraße. Die Anlage soll das Kreuzviertel bei Starkregen entlasten.
Auf dem nördlichen Teil der jetzigen Parkfläche an der Kanalstraße / Ecke Lublinring entsteht ein Regenwasserpumpwerk. Die Bauvorbereitungen starten am Montag, 22. Juni. ©Stadt Münster / Patrick Schulte

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Münster. An der Kanalstraße in Münster beginnen die Vorbereitungen für ein großes Infrastrukturprojekt zum Schutz vor Starkregen. Auf dem nördlichen Teil der jetzigen Parkfläche an der Ecke Kanalstraße und Lublinring soll ein neues Regenwasserpumpwerk entstehen. Die Stadt Münster startet am Montag, 22. Juni 2026, mit den ersten Arbeiten. Das eigentliche Pumpwerk soll ab März 2027 gebaut und nach aktueller Planung 2029 fertiggestellt werden.

Bauvorbereitung an der Kanalstraße startet im Juni

Die vorbereitenden Arbeiten an der Kanalstraße dauern voraussichtlich bis Ende Oktober 2026. Während dieser Zeit wird der nördliche Teil der Parkfläche gesperrt. Die Unterflur-Glascontainer sowie der südliche Bereich der Fläche sollen weiterhin erreichbar bleiben.

Bevor das Regenwasserpumpwerk gebaut werden kann, müssen zunächst Leitungen verlegt werden. Dazu gehört eine Hochspannungsleitung, die in Richtung Gehweg verlegt wird. Sie versorgt große Teile Münsters mit Strom und kann deshalb nicht außer Betrieb genommen werden. Zusätzlich werden weitere Leitungen anderer Versorgungsträger verlegt, weil sie dem späteren Bau im Weg liegen würden.

Pumpwerk soll Wasser aus dem Kreuzviertel ableiten

Das neue Regenwasserpumpwerk an der Kanalstraße soll bei Starkregen große Wassermengen aus dem Kreuzviertel ableiten. Ziel ist es, Regenwasser über die Münstersche Aa abzuführen, auch wenn der Pegel der Aa bereits hoch ist.

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Damit reagiert die Stadt auf die Anforderungen einer wachsenden Starkregenvorsorge. Gerade dicht bebaute Stadtviertel können bei starken Niederschlägen besonders belastet sein, wenn große Wassermengen in kurzer Zeit zusammenkommen. Das Pumpwerk soll helfen, den Abfluss in solchen Situationen leistungsfähiger zu machen.

Drei Schneckenpumpen mit hoher Förderleistung geplant

Für das Regenwasserpumpwerk sind drei Schneckenpumpen vorgesehen. Jede dieser Pumpen kann nach Angaben der Stadt zwei Kubikmeter Wasser pro Sekunde fördern. Zur Einordnung: Mit dieser Leistung könnten die Pumpen das Sportbecken eines Schwimmbades in nur zwei Minuten vollständig befüllen.

Die Anlage wird entsprechend groß dimensioniert. Neben den Pumpen selbst sind auch Versorgungs- und Betriebstechnik notwendig. Das Gebäude soll deshalb etwa die Größe eines Mehrfamilienhauses mit Doppelgarage erreichen.

Standort liegt am tiefsten Punkt des Einzugsgebietes

Der Standort an der Kreuzung Kanalstraße und Lublinring wurde gewählt, weil er am tiefsten Punkt des betroffenen Einzugsgebietes liegt. Für ein Regenwasserpumpwerk ist diese Lage entscheidend, damit Wasser aus dem Kreuzviertel gesammelt und anschließend weitergeleitet werden kann.

Das Projekt greift damit in einen sensiblen Bereich der städtischen Infrastruktur ein. Die Bauvorbereitungen sind nötig, um das spätere Baufeld freizumachen und die technische Grundlage für den eigentlichen Bau zu schaffen.

Fertigstellung des Regenwasserpumpwerks für 2029 geplant

Nach Abschluss der vorbereitenden Arbeiten soll der Bau des Regenwasserpumpwerks im März 2027 beginnen. Die Fertigstellung ist nach derzeitigem Stand für das Jahr 2029 vorgesehen. Bis dahin bleibt die Fläche an der Kanalstraße schrittweise von den Arbeiten betroffen.

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