
Münster. Die Hellweg Insolvenz erreicht auch Münster. Die Dortmunder Baumarktkette hat ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Das Amtsgericht Essen hat dem Antrag nach Unternehmensangaben stattgegeben. Für Kunden in Münster ist vor allem der Standort in Gievenbeck relevant. Der Markt an der Roxeler Straße 416 bis 420 wird weiter als aktiver Hellweg-Markt geführt. Nach bisherigem Stand sollen alle Hellweg-Standorte und auch der Online-Shop geöffnet bleiben.
Konkrete Hinweise auf eine Schließung in Münster-Gievenbeck gibt es derzeit nicht. Hellweg teilt im Zusammenhang mit dem Verfahren mit, dass der Betrieb weiterlaufen soll. Das betrifft bundesweit 68 Märkte und rund 2.900 Beschäftigte. Die Mitarbeiter sollen zunächst für drei Monate Insolvenzgeld von der Bundesagentur für Arbeit erhalten. Ziel des Verfahrens ist eine Sanierung unter gerichtlicher Aufsicht. Zum vorläufigen Sachwalter wurde Rechtsanwalt Stefan Denkhaus bestellt.
Wichtig für die lokale Einordnung: In Münster gab es zwar lange zwei Hellweg-Standorte. Die Filiale auf der Loddenheide war aber bereits 2025 zur Schließung angekündigt worden. Deshalb ist die aktuelle Insolvenz nicht mit einer neuen Schließungsmeldung für zwei Münsteraner Baumärkte gleichzusetzen. Der verbliebene lokale Bezug liegt derzeit beim Hellweg-Markt in Gievenbeck.
Für Kunden ändert sich zunächst offenbar wenig. Der Baumarkt Münster-Gievenbeck soll nach derzeitigem Stand geöffnet bleiben. Auch der Online-Shop soll weiter erreichbar sein. Offen ist allerdings, welche Folgen die Sanierung langfristig für einzelne Standorte haben wird. Für Münster gibt es bislang keine bestätigten Angaben zu Stellenabbau, Sortimentsänderungen oder einer möglichen Schließung des Marktes in Gievenbeck.
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