
Münster. Am Freitag, 24.04. protestierte FridaysForFuture in Münster gegen die Energiepolitik der Bundesregierung. Die Demonstration mit 1.200 Teilnehmenden war Teil eines bundesweiten Gas-Aktionstag mit Aktionen in 55 Städten. Im Zentrum der Proteste stand die Kritik an der fortschreitende Abhängigkeit von fossilem Gas.
„Katharina Reiche, Sie lassen die Katastrophe nicht nur kommen, sie rollen ihr sogar den roten Teppich aus.“ – addressiert die Rednerin Clara Lefering die Wirtschaftsministerin auf der Kundgebung. Zuletzt gab es öffentliche Kritik an Wirtschaftsministerin Reiche: Sie fragte die EnBW nach Argumenten für Gaskraftwerke und gegen Batteriespeicher als Backup für die Erneuerbaren. Laut FridaysForFuture sei Reiche durch interne Konflikte bereits jetzt geschwächt. Auch die Verabschiedung des umstrittenen Heizungsgesetzes wurde wegen Differenzen zwischen Union und SPD verschoben.
„Katherina Reiche und die CDU sind auf dem besten Weg, die Energie- und Wärmewende in Deutschland zu beerdigen. Statt Lobby-Geschenke für fossile Konzerne braucht es den konsequenten Ausbau von erneuerbaren Energien, Speichern und nachhaltiger Wärmeversorgung. Nur so schaffen wir eine klimaneutrale und sozial gerechte Zukunft.“ sagt Paula Niewald von FridaysForFuture.
Neben Redebeiträgen von Klimaaktivisten und Vertretern zivilgesellschaftlicher Organisationen gab es kreative Protestaktionen, darunter ein Gaskraftwerk mit einer überdimensionierten Rechnung an die Bundesregierung, die die Auswirkungen fossiler Energien sichtbar macht. FridaysForFuture kündigte zudem an, den Druck weiter zu erhöhen und sich auch in Zukunft entschieden gegen fossile Projekte einzusetzen. Am 30. Mai plant die Klimagruppe die nächste Großdemo in Hamm im Rahmen der Gas-Aktionstage im Ruhrgebiet.
„Gemeinsam haben wir heute ein starkes Zeichen gesetzt: Die Zeit der fossilen Scheinlösungen ist vorbei. Während Konzerne profitieren, zahlen viele Menschen die Rechnung – durch steigende Energiepreise und unsichere Versorgung. Das ist keine Politik für die Menschen, sondern gegen sie. Das ist eine Abkehr von bereits investierter Energiewende und ein politisches Versagen.“ – sagt Damian Essing, einer der Organisatorinnen. „Wir haben gezeigt, der gesellschaftliche Wille und die Lösungen für einen schnellen Ausbau von sauberen Erneuerbaren und einer Abkehr vom dreckigen Gas ist längst da.“
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