Schockanrufe in Münster: Betrüger setzen ältere Menschen massiv unter Druck

Eine 87-Jährige ist Opfer von Telefonbetrug in Münster geworden. Die Polizei warnt eindringlich und gibt Tipps, wie man sich wirksam schützen kann.
Foto: Dan Dennis

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In Münster häufen sich nach Angaben der Polizei erneut betrügerische Telefonanrufe. Die Täter versuchen dabei vor allem ältere Menschen mit sogenannten Schockanrufen um Geld oder Wertsachen zu bringen. Sie geben sich am Telefon als Polizisten, Angehörige oder andere vertraute Personen aus und schildern dramatische Notlagen. Ziel ist es, die Angerufenen emotional unter Druck zu setzen und schnelle Entscheidungen zu erzwingen.

Täter erfinden Unfälle, Notlagen oder angebliche Kontoabbuchungen

Bei den gemeldeten Fällen berichten die Anrufer häufig von angeblichen Unfällen, akuten Notlagen oder finanziellen Engpässen. Oft wird behauptet, ein Familienmitglied brauche sofort Hilfe. Anschließend fordern die Betrüger hohe Bargeldbeträge oder Wertsachen. Die Masche lebt davon, dass Betroffene erschrecken und keine Zeit haben sollen, die Geschichte zu überprüfen.

Eine weitere Variante betrifft das Online-Banking. Dabei behaupten die Täter, es habe Abbuchungen vom Konto gegeben. Anschließend versuchen sie, Zugangsdaten oder direkten Zugriff auf das Online-Banking zu erhalten. Die Polizei warnt ausdrücklich davor, am Telefon Angaben zur finanziellen Situation, zu Bankdaten oder zu persönlichen Informationen zu machen.

Polizei rät: Auflegen, nachfragen, 110 wählen

Die Polizei Münster empfiehlt, bei unbekannten Rufnummern grundsätzlich vorsichtig zu sein. Angerufene sollten den Namen der Person am Telefon nicht erraten, sondern die Anrufer selbst auffordern, ihren Namen zu nennen. Misstrauen ist besonders dann angebracht, wenn am Telefon von einem Unfall, einer Notlage oder einem finanziellen Problem berichtet und zugleich Geld verlangt wird.

Wer einen solchen Anruf erhält, sollte sich nicht unter Druck setzen lassen, sondern auflegen und eine vertraute Person hinzuziehen. Geld oder Wertsachen sollten niemals an unbekannte Personen übergeben werden. Im Verdachtsfall rät die Polizei, über die 110 Anzeige zu erstatten.

Angehörige sollten ältere Menschen aktiv warnen

Die aktuelle Warnung zeigt auch, wie wichtig Gespräche innerhalb der Familie sind. Angehörige, Nachbarn und Betreuungspersonen können ältere Menschen gezielt auf die Maschen aufmerksam machen. Entscheidend ist dabei eine einfache Regel: Echte Polizisten, Banken oder Angehörige verlangen am Telefon keine Übergabe von Geld, Schmuck oder Zugangsdaten.

Quelle: Polizei Münster (ots)

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