Sprühmaßnahmen in Münster gestartet: Das ist der Grund

Die Stadt Münster bekämpft den Eichenprozessionsspinner vorbeugend an ausgewählten Eichen im Stadtgebiet.
Die präventive Sprühbekämpfung an Eichen im gesamten Stadtgebiet gegen den Eichenprozessionsspinner ist gestartet. ©Stadt Münster/Jan Hullmann

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Seit Montag laufen in Münster auffällige Sprühmaßnahmen an ausgewählten Eichen. Der Grund ist der Eichenprozessionsspinner: Die Stadt will die Ausbreitung der Raupen früh eindämmen, bevor deren feine Brennhaare für Menschen zum Gesundheitsrisiko werden. Die Arbeiten sollen je nach Wetterlage rund zwei Wochen dauern.

Warum die Stadt jetzt handelt

Der Zeitpunkt der Maßnahme ist entscheidend. Die Raupen des Eichenprozessionsspinners entwickeln feine Brennhaare, die Hautreizungen und Atemprobleme auslösen können. Deshalb setzt die Stadt früh an, bevor sich diese Haare in größerer Zahl ausbilden. Der Einsatz soll nach Angaben der Stadt etwa zwei Wochen dauern, abhängig von der Witterung.

Biozid soll Raupen gezielt treffen

Die Sprühbekämpfung übernehmen beauftragte Fachunternehmen. Eingesetzt wird das mikrobiologische Mittel Foray ES. Der Wirkstoff basiert auf einem natürlichen Bakterium und greift gezielt den Darm der Raupen an. Nach Angaben der Stadt gilt das Mittel als nicht bienengefährlich und als unbedenklich für Menschen, Haustiere und die meisten Nützlinge.

Gleichzeitig weist die Stadt darauf hin, dass der Einsatz trotz dieser Einstufung in natürliche Abläufe eingreift. Deshalb werde besonders sorgfältig gearbeitet, vor allem in sensiblen Bereichen.

So läuft die Bekämpfung in Münster ab

Je nach Standort kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz. In sensiblen Bereichen arbeiten die Fachunternehmen mit Hubarbeitsbühnen und Sprühlanzen, um Verwehungen möglichst zu vermeiden. An schwer zugänglichen Stellen, etwa an Hecken oder Waldrändern, werden Sprühkanonen eingesetzt.

Während der Arbeiten sollte direkter Kontakt mit dem Mittel vermieden werden. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet das vor allem: Abstand halten, wenn gerade gesprüht wird.

Nester werden später abgesaugt

Die vorbeugende Behandlung ist nur ein Teil der Maßnahmen. Ab Mitte bis Ende Mai sollen Nester des Eichenprozessionsspinners mechanisch entfernt werden. Dann sind die typischen Gespinstnester ausreichend entwickelt und besser zugänglich. Zugleich steigt mit der weiteren Entwicklung der Raupen auch das Risiko durch die Brennhaare.

Funde können online gemeldet werden

Wer Raupennester an Eichen auf öffentlichen Flächen entdeckt, kann diese über den Mängelmelder der Stadt Münster melden. Weitere Informationen stellt die Stadt online im Bereich Stadtgrün und Bäume bereit.

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